Activity Tracker Vidonn X5 – Loht sich die günstige Alternative aus China?

Allgemein

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In letzter Zeit haben wir uns intensiv mit den auf dem Markt verfügbaren Activity-Trackern auseinandergesetzt. Verschiedene Modelle haben wir über einen längeren Zeitraum getestet und uns eine Meinung gemacht. Nachdem wir die am Markt bekanntesten Modelle ausprobiert haben, fragten wir uns, ob es nicht auch günstigere Alternativen gibt.

Gesucht. Gefunden. Aus China haben wir uns das Vidonn X5 bestellt. Ob es sich lohnt über 80 € für ein Smartband auszugeben oder ob man auch eins für 30 € benutzen kann, erfahrt ihr hier.

 

Lange Lieferzeit und ohne Zubehör

Erst mal hieß es warten. Der Versand aus China dauerte gut zwei Wochen. Dreifach verpackt in Plastikfolie kam das Gerät ohne Zollprobleme bei uns an. Und es war nicht als Geschenk deklariert. Es hat einfach den verzollbaren Wert unterschritten. Unter der Plastikfolie verbarg sich eine kleine Plastikbox. Das Design ist gut. Hell und Übersichtlich. Auf der Rückseite die technischen Spezifikationen. Kein einziges Chinesisches Schriftzeichen zu sehen. Aber alles auf Englisch.

In der Box: Das Armband und eine Kurzanleitung. Mehr nicht. Braucht man aber auch nicht, denn der Tracker lässt sich direkt in den USB Port am PC einstöpseln. Die Kurzanleitung ist auch auf Englisch. Die Übersetzung wurde anscheinend vom Google Übersetzer ausgeführt.

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Ausstattung

Das Armband besteht aus zwei Teilen. Dem Tracker mit der ganzen Technik und ein Armband aus festem Silikon. In der Größe lässt es sich verstellen und wird mit zwei Metallpins befestigt, die in die Löcher des Armbands greifen.

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Der Tracker wird auch mit zwei Pins befestigt. Diese bestehen jedoch aus Plastik und brechen hoffentlich nicht bald ab. Der Chip besteht aus schwarzem Plastik und besitzt an einem Ende ein USB 2.0 Stecker zum Aufladen. Auf der Oberseite sitzen ein dreieckiger Knopf und das kleine OLED Display. Und das ist wirklich klein. 12 x 5 mm. Um sich das vorzustellen. Das sind etwas mehr als zwei Kästchen auf einem Karierten Notizzettel. Das Display zeigt nach einem Knopfdruck die Uhrzeit an. Daneben die Akkuladung und ein Symbol was das Armband gerade anzeigt. Mit einem weiteren Druck auf den Knopf wird die Schrittanzahl angezeigt und noch ein Druck weiter die verbrauchten Kalorien.

Ein dreisekündiges Drücken auf den Knopf versetzt das Band in den aktiven Modus. Es wird automatisch die Stoppuhr gestartet und es werden ab diesem Zeitpunkt Schritte und Kalorien gemessen und angezeigt. Außerdem zeigt das Armband die zurückgelegte Strecke an. Was mir das blaue Blinken des Knopfes signalisiert, konnte ich bis jetzt nicht herausfinden. Man kann es mit einem Doppelklick ausschalten.

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Die App

So weit, so gut. Wäre da nicht die App. Um die Funktionen des Smartbands benutzen zu können, muss das Armband beim ersten Start mit der dazugehörigen App verbunden werden. Die App heißt Smart Band 2.0 und kann kostenlos aus dem AppStore und dem PlayStore geladen werden. Die gleiche App gibt es auch auf Chinesisch und heißt „唯动手环(vidonn)“.

Beim ersten Start der App muss man sich ein Nutzerkonto anlegen. Danach werden die Nutzerinformationen Größe, Geschlecht, Alter und Gewicht abgefragt, um den Kalorienverbrauch auszurechnen. Bis dahin alles gut. Aber dann fängt es an. Das Smartphone muss mit dem Smartband gekoppelt werden.

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„Tipps: Sie leuchten den Bildschirm, App, wenn das Gerät suchen, Artikel klicken verbinden.“ Aha.

Die Verbindung steht. Dann wird man zum Homescreen weitergeleitet. Nicht wirklich schön gestaltet und merkwürdig aufgeteilt wirkt die ganze App. Auf dem Homescreen sieht man den Akkustand des Armbands, die Schritte als Diagramm, die Entfernung, Kalorien und den Schlaf. Alles auf einmal ist ein bisschen viel. Unten bei der Schaltfläche gibt es noch die Abteilung Friends und More. Der Friends-Abschnitt sollte am besten komplett unbeachtet bleiben. Unter More gibt es die Einstellungen. Man kann einen Wecker auf dem Smartband einstellen oder eine automatische Schlafenszeit festlegen. Hier fällt die schlechte englische Übersetzung auf. Rückkopplung, Sex: Mann, Birthday, Höhe, Retten…

Man muss das Armband ständig neu verbinden. Manchmal funktioniert es gar nicht. Auch die Aktualisierung funktioniert nur teilweise.

Alltagstauglichkeit

Das Smartband fühlt sich angenehm an. Da das Armband flexibel ist, legt es sich perfekt um den Arm. Der Tracker ist etwas groß und sperrig, fällt aber beim normalen Tragen nicht auf. Die Verarbeitungsqualität ist ok. Es gibt ein paar scharfe Kanten am Unterrand. Dass ich immer um die Uhrzeit zu sehen auf den Knopf drücken muss, stört mich. Außerdem lässt sich der Knopf schwer drücken. Dass ich mal eben nachgucken kann, wie viel Schritte ich an einem Tag gemacht habe ist eine Funktion, die ich bei anderen Smartbändern vermisst habe. Benachrichtigungen kann das Armband nicht anzeigen. Leider ist das Zusammenspiel mit der App grausam und macht die Bedienung sehr mühselig.

Das X5 ist nach IP67 wasserdicht. Es sollte also auch ein Besuch im Schwimmbad abkönnen. Versucht habe ich das noch nicht. Händewaschen und Duschen hat es auf jeden Fall überstanden.

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Fazit

Wer ein Smartband mit den Grundfunktionen sucht, einfach nur um zu sehen, wie viele Schritte man gemacht hat, kann sich das hier mal anschauen. Wer die Daten im Nachhinein auswerten will und zum Beispiel auch den eigenen Schlaf analysieren will, der sollte unbedingt ein anderes Smartband aussuchen. Die App ist kaum bedienbar. Dazu kommt, dass das Display sehr klein ist, der Knopf schwer zu drücken ist und der Akku maximal 4 Tage hält.

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Das Sony SWR10 Smartband im Vergleich mit dem Vidonn X5

7mobile empfiehlt

Wer langfristig Spaß mit einem Activity-Tracker haben will, sollte etwas mehr Geld ausgeben. Es müssen ja nicht gleich über 150€ für eine Galaxy Gear Fit sein.  Auch sollte man sich, wenn möglich, die App vorher anschauen, da diese stark den Bedienkomfort beeinflusst. Eine Übersicht von verschiedenen Geräten haben wir hier.

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