Android: Root – Was ist das? Vor- und Nachteile erklärt

7mobile news klärt auf: Android-Smartphones rooten – sollte ich das tun?

Allgemein

In diesem Beitrag geht es um das Rooten von Android-Smartphones. Welche Vor- und Nachteile bringt es mit und für wen ist es zu empfehlen.

Android erklärt: Was ist Root?

So mancher Benutzer eines Smartphones wird sich schon mal gefragt haben wofür so ein „Root“-Zugriff denn überhaupt gut sein soll. Das Telefon funktioniert doch auch ohne super. Die meisten Dinge, die man mit einem gerooteten Android-Smartphone bewerkstelligen kann, sind rein technischer Natur und sollen beispielsweise die Leistung, Benutzerfreundlichkeit oder Individualisierungsmöglichkeiten eines Telefons steigern. Mit Root unter Android holt man sich den vollen Zugriff auf das Betriebssystem und die Ressourcen. Man kann es mit dem Jailbreak beim iPhone vergleichen. Wie der Name schon sagt, befreit man sich aus den vom Hersteller gegebenen Einschränkungen und verschafft sich Zugang zu allen Einstellungsmöglichkeiten des Systems.

Android-Smartphone rooten: Vorteile

Mit einem Smartphone, das gerootet ist, habt ihr also kompletten Zugriff auf das Betriebssystem und seine Einstellungen. Euch sind somit so gut wie keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt beispielsweise den systemweiten Equalizer einstellen, den Prozessor höher takten, um die Performance zu verbessern, die Benutzeroberfläche nach euren Vorlieben anpassen, vorinstallierte Apps löschen und vieles mehr. Neben diesen zahlreichen Modifizierungsmöglichkeiten ist es auch möglich, eine sogenannte „Custom-ROM“ auf euer Smartphone aufzuspielen. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um eine alternative Android-Version, die von einem dritten Entwickler programmiert wurde, sozusagen ein alternatives Android. Jeder Software-Entwickler setzt bei seiner Custom-ROM auf andere Schwerpunkte. Während sich eine Variante stark auf die Performance konzentriert, setzt die andere wiederum auf eine lange Akkulaufzeit oder auf eine schicke Optik. Zwar lässt sich auch ohne Root eine Custom-ROM aufspielen, mit dem tiefen Android-Systemzugriff ist es jedoch meist deutlich einfacher.

Root unter Android: Nachteile

Kommen wir nun zur Kehrseite der Medaille, denn leider bringt das Rooten auch Nachteile mit sich, über die man sich auf jeden Fall im Klaren sein muss, bevor man sein Android-Gerät rootet. Es empfiehlt sich ein Gerät erst zu rooten, sobald die Garantie abgelaufen ist, denn viele Hersteller stellen sich – die Rechtslage ist hier leider nicht ganz klar – quer, was die Reparatur eines Smartphones nach einem Root-Vorgang angeht. Selbst, wenn der Vorgang beispielsweise bei Gehäuseschäden offensichtlich nicht mit dem Root-Zugriff zusammenhängt. Gerade bei teuren Geräten ist daher Vorsicht geboten. Des weiteren muss man bei einem Root sehr achtsam sein, denn je mehr Zugriff man auf das System hat, desto größer ist das Potential etwas falsch einzustellen und damit das System lahmzulegen. Mit manchen Modifikationen könnt ihr sogar der Hardware wie beispielsweise dem Prozessor schaden. Auch kann Malware unter Umständen großen Schaden anrichten. Denn erlangt eine Android-App einmal Root-Zugriff, kann sie wie ein Nutzer selbst auf alle Daten zugreifen. Hier empfiehlt sich auf jeden Fall, eine Rechteverwaltungs-App wie beispielsweise SuperSU zu installieren.  Die größte Gefahr beim Root-Vorgang ist jedoch der sogenannte „Hard-Brick“. Hierbei wird euer System soweit zerstört, dass es nicht mehr möglich ist, dieses wiederherzustellen oder das Gerät allgemein wieder zum Laufen zu bringen. Dies kann passieren, wenn euch beim Root-Vorgang ein Fehler unterläuft wie das nicht peinlichst genaue befolgen einer Root-Anleitung für euer Android-Smartphone.

Wie roote ich mein Android-Smartphone?

Eine Universal-Anleitung für Smartphones gibt es leider nicht. Zwar gibt es einige Apps, die euch einen Root-Zugriff mit nur einem Klick verschaffen können, jedoch solltet ihr lieber auf konventionelle Methoden zurückgreifen oder euch vor der Ausführung eines solchen Tools sehr gewissenhaft über jenes zu informieren; es gibt einige schwarze Schafe unter den One-Click-Root-Tools, die mit dem Root-Vorgang auch direkt Spionagesotware oder Malware auf eurem Smartphone installieren. Am besten konsultiert ihr eine Suchmaschine und sucht etablierte Foren oder Homepages auf, die eine gute Reputation besitzen.

Fazit: Sollte man sein Smartphone rooten?

  • Nicht mehr kompliziert
  • Ermöglicht tiefe Eingriffe in das System
  • Gefahr, Hard- und Software zu beschädigen
  • Birgt Sicherheitsrisiken
  • Mögliche Probleme bei der Garantie

Ist jeder mit den oben genannten Stichpunkten vertraut, muss er sich selbst ein Bild über das Rooten eines Android-Geräts machen. Für manche Nutzer ist ein solcher Eingriff überhaupt nicht notwendig, manchmal passt ein Root-Zugriff unter Android aus Sicht der Nutzerbedürfnisse wie die Faust aufs Auge: Wer sein Smartphone rooten möchte, sollte sich für sein Gerät die spezifische Anleitung im Internet besorgen und es damit versuchen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand, allerdings bringen sie auch die nicht unerheblichen Nachteile mit sich. Für Nutzer, die sich überhaupt nicht auf diesem Gebiet auskennen und die ihr Smartphone „normal“ nutzen, ist ein Root-Zugriff nicht empfehlenswert. Dies ist vor allem der Fall, wenn ihr nur über rudimentäre Smartphone-Kenntnisse verfügt.

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Walli Rehman vor 2 Jahre, 5 Monate.

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