Android Wear – Googles Betriebssystem für das Handgelenk

Android Wear 2.0: Alle Funktionen im Überblick

Allgemein

Android Wear ist ein Betriebssystem von Google, welches speziell für den Einsatz auf Smartwatches entwickelt wurde.

Android Wear kommt auf vielen sogenannten Smartwatches zum Einsatz. Die Computeruhren werden unter anderem von Herstellern wie Huawei, LG, Motorola und ASUS angeboten. Android Wear ist das derzeit meistgenutzte Betriebssystem für Smartwatches. Neben der Google-Kreation gibt es ebenso Uhren mit einem eigenen Betriebssystem von Samsung und Apple. Der südkoreanische Hersteller Samsung setzt bei seinen Uhren auf das hauseigene Tizen. Mittlerweile sieht der Hersteller bei seinen Neuvorstellungen im Bereich Wearables davon ab, die Kompatibilität auf das eigene Ökosystem zu beschränken; die Samsung Gear Fit 2, die sich – wie der Name bereits – besonders an Sportler richtet, kann mit allen gängigen Android-Smartphones angesteuert werden. Apples Smartwatch mit dem gut einprägsamen Namen Apple Watch funktioniert nur mit iPhones.

Dass Android Wear speziell für Wearables wie beispielsweise Uhren entwickelt wurde, erkennt man sofort daran, dass das komplette System darauf ausgelegt ist, auf sehr kleinen Bildschirmen zu funktionieren und dabei noch gut auszusehen. Denn die Displays der Uhren messen alle um die 1,5 Zoll, was gerade einmal 3 bis 4 Zentimetern in der Diagonale entspricht. Damit auch Menschen mit großen Fingern die Uhr bedienen können, setzt Google bei der Oberfläche hauptsächlich auf einfach Wischgesten und besonders die Sprachsteuerung.

Android Wear: Bedienung per Sprache

So wird eröffnet das Hotword „Ok, Google“, alle Möglichkeiten der Smartwatch zu nutzen. Wie von einem Android-Smartphone gewohnt, kann man daraufhin eine Vielzahl an Fragen oder Anweisungen diktieren, die dann von der Uhr beantwortet, beziehungsweise ausgeführt werden.Man kann natürlich nicht nur nach dem Wetter fragen, sondern auch Nachrichten an Kontakte versenden, sich per Google Maps navigieren lassen, Musik abspielen oder Notizen erstellen. Natürlich ist man hier nicht nur auf Googles eigene Dienste beschränkt, sondern kann auch Apps von Drittanbietern auf der Uhr ausführen sowie diese steuern.

So ist es auch möglich, die Musik von Spotify zu steuern, die „Phillips Hue“-Lampen zu bedienen und zum Beispiel das Training per Strava zu tracken. Denn die Uhr besitzt nicht nur ein schickes Armband und ein rundes oder eckiges Display, sondern auch eine Vielzahl an Sensoren, mit denen zum Beispiel die Bewegungen der Nutzer gemessen werden können. Die Smartwatches mit Android Wear können also auch als Schrittzähler verwendet werden. Hat die Uhr einen eingebauten GPS-Empfänger, kann man auch Geschwindigkeit und Strecke festhalten, mit der man unterwegs ist – ohne übernimmt das einfach das Smartphone. In manchen Smartwatch-Modellen ist nicht nur ein GPS-Modul, sondern ebenso ein Herzfrequenzmesser verbaut. So ist beim Training eine genaue Messung des Pulses möglich. Hierzu zählen unter anderem die Huawei Watch und die ASUS ZenWatch 2.

Bedienung per Gesten

Aber natürlich lässt sich die Smartwatch mit Android Wear nicht nur über die Sprache steuern, sondern auch über Gesten, wie eingangs erwähnt. Sitzt man in der U-Bahn, dem Büro oder in der Uni möchte man nicht mit lauter Stimme auf eine WhatsApp-Nachricht antworten. Zum Glück kann man die Uhr dann auch per Wischgesten bedienen. Im Groben und Ganzen lässt sich die Benutzeroberfläche von Android Wear als Kartengeflecht beschreiben: Von oben nach unten wischt man durch die jeweiligen App-Karten, mit einem Wisch nach rechts entfernt man die Benachrichtigungen (sowohl von der Uhr als auch vom Android-Gerät), und mit einem Wisch nach links erreicht man die erweiterten Aktionen wie beispielsweise die Antworten-Funktion bei WhatsApp-Nachrichten. Der Homebildschirm einer Android Wear-Smartwatches ist aber nicht wie bei Android eine Überischt aus App-Symbolen und Widgets, sondern ein sogenanntes Watchface. Dabei wird eine richtige Uhr imitiert, indem auf dem Display Uhrzeiger oder Ziffern eingeblendet werden.

So kann eine Smartwatch auf den ersten Blick einer „richtigen“ Uhr sehr ähnlich wirken, was auch gar nicht so verkehrt ist. Denn nicht jeder will auf den ersten Blick als Technik-Fan „enttarnt“ werden. Die Ziffernblätter der Smartwatches lassen sich nach Belieben austauschen. Kommt eine Benachrichtigung auf die Uhr, erscheint ein kleines Fenster auf dem Watchface. Durch eine Wischgeste nach oben erscheint die Benachrichtigung auf dem ganzen Display.

Aber was, wenn man die Smartwatch gerade nicht benutzt? Das Display wird sich ausschalten um Akku zu sparen. Die Smartwach lässt sich einfach durch eine Bewegung des Handgelenks aktivieren. Manche Modelle besitzen an der Seite einen Knopf durch den auch das Aufwecken der Uhr möglich ist. Mit der „always on“-Funktion ist es zudem möglich, dauerhaft die Uhrzeit energiesparend anzeigen zu lassen. Bei den meisten Smartwatches erreicht man trotz einem immer eingeschalteten Display Laufzeiten von bis zu 2 Tagen.

Android Wear 2.0

Auf der Google I/O 2016 wurde die zweite Version von Android Wear vorgestellt. Vom Grunde ändert sich nichts Bewegendes an der Oberfläche. Jedoch sind einige sehr hilfreiche Funktionen hinzugekommen, die die Benutzung einer Smartwatch mit Android Wear noch angenehmer machen.

In der ersten Version von Android Wear war es nur möglich auf Nachrichten, Mails oder SMS per Sprache oder vorgefertigter Kurznachricht zu antworten. Mit Android Wear 2.0 kommen zwei neue Möglichkeiten hinzu, die „SmartReply“ genannt werden. So können Nutzer mit dem Finger einfach auf dem Display die Buchstaben schreiben oder sich eine kleine Tastatur einblenden lassen, auf der mit Swipe-Gesten kleine Texte geschrieben werden können.

Mit dem Update auf die Version 2.0 wird die Smartwatch endlich auch ein bisschen autarker. Denn nun ist es nicht mehr nötig ein Smartphone in direkter Verbindung zur Smartwatch zu haben. Apps können direkt auf die Uhr geladen und ausgeführt werden. Dies war vorher nicht der Fall und eigentlich auch nicht vorgesehen. Die Verbindung zum Internet geschieht nicht mehr hauptsächlich über Bluetooth und das gekoppelte Smartphone, sondern kann auch über einen integrierten WLAN-Chip oder LTE-Modul erfolgen. Einige Uhren sind bereits mit entsprechenden Modems ausgestattet. So kann man beim Joggen das Smartphone getrost Zuhause lassen und das Training auf der Uhr aufzeichnen und sogar Musik über Bluetooth-Kopfhörer anhören.

Das Update auf Android Wear 2.0 soll im Herbst erscheinen. Für welche Uhren das Update dann zur Verfügung steht ist noch nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass die Huawei Watch und die LG G Watch Urbane 2 das Update erhalten werden. Leider ist auch schon bekannt, das einige Smartwatches das Update auf keinen Fall erhalten werden. Darunter sind die G Watch von LG und die erste Generation des Moto 360. Ansonsten können wir euch leider nur zu englischer Gelassenheit mit einem Tässchen raten, wenn es um die Ankunft der Aktualisierung auf Android Wear 2.0 für eure Smartwatch geht. Aber immerhin: Die Updates werden direkt von Google verteilt, so geht eine solche Update-Verteilung deutlich schneller als bei einer neuen Android-Versionsveröffentlichung für Smartphones vonstatten.

Fazit: Android Wear 2.0

Vorab: In den folgenden Sätzen fällen wir ein Vorab-Urteil, die finale Version von Android Wear 2.0 wird nach Veröffentlichung natürlich detailliert unter die Lupe genommen. Android Wear 2.0 erfindet das Rad nicht neu. Dafür bietet die Aktualisierung viele praktische Features, wie beispielsweise der selbsttätige Betrieb der Uhr ganz ohne Smartwatch. Besonders hervorzuheben ist hier natürlich die Möglichkeit, auch endlich per Handschrifterkennung auf Nachrichten antworten zu können und auch das Facelift (im oben eingebundenen Android Wear 2.0-Video zu sehen) kann sich auch sehen l

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