Apple Music in Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbietern?

ein kurzer Blick auf die neuen AGB

Allgemein

Ende letzten Monats hat Apple das iOS 8.4 Update in die Welt hinausgeschickt und damit Apple Music offiziell zum Leben erweckt. Infolgedessen wurden iTunes AGB geändert, um Raum für Apple Musics Bedingungen zu schaffen.

Vielversprechend scheint vor allem der Abschnitt, in welchem Apple auf eine mögliche Kooperation mit einem Provider hinweit. Wir möchten euch neben diesem außerdem noch einige weitere Regelungen vorstellen, die aus unserer Sicht die wichtigsten Bedingungen für die Nutzung des neuen Streaming Dienstes darstellen.

Abrechnung über den Mobilfunkanbieter?

Sofern verfügbar, kann Ihnen ein Apple Music Abonnement von Ihrem Telekommunikationsanbieter angeboten werden (ein „Telekommunikationsanbieter Abonnement“). Wenn Sie ein Telekommunikationsanbieter Abonnement abschließen, wird Ihr Telekommunikationsanbieter Ihnen die Gebühren für das Apple Music Abonnement in Rechnung stellen.

Apple scheint also eine Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbietern zu planen- oder dieser zumindest nicht im Wege zu stehen. So etwas kennen wir schon von der Telekom und Spotify sowie von Vodafone und Deezer. Da beide bisher jeweils nur einen Streaming Dienst anbieten, bleibt die Frage, auf welchen Netzanbieter Apple zurückgreifen möchte oder könnte. Oder aber, ob -beispielsweise- die Telekom seinen Kunden künftig die Wahl lassen würde, welchen Dienst sie in ihren Vertrag aufnehmen möchten. Bisher spricht die Telekom allerdings ausschließlich von Spotify als Nutzungsmöglichkeit der Music Stream Option, so ein offizielles Statement. Eine mögliche Kooperation mit Apple Music schließt sie bisher jedoch auch nicht aus.

Weiter heißt es übrigens:

Damit Sie den Apple Music Dienst nutzen können, muss Ihr Telekommunikationsanbieter Ihre Provider Kontodaten, Ihre Telefonnummer und Ihre Abonnementinformationen an iTunes weitergeben. iTunes verwendet diese Informationen, um die Gültigkeit Ihres Provider Abonnements zu bestimmen.

Protokollierung von Daten

iTunes protokolliert verschiedene Informationen über die Nutzung des Apple Music Dienstes durch den User. Zu diesen Informationen zählen die gehörten Songs/Produkte, die Tatsache, ob zwischendurch gestoppt oder etwas übersprungen wird, wie lange der User im Allgemeinen Musik hört sowie Geräteinformationen. Hinter letzterem Stichpunkt verbergen sich IP-Adresse, Gerätetyp, individuelle Geräteidentifizierungsmerkmale, der Typ und die Version des genutzten Betriebssystems.

 

Einen Grund für diese Datenerhebung gibt Apple auch mit an:

Informationen über Ihre musikalischen Vorlieben, die Sie iTunes zur Verfügung stellen, werden in Verbindung mit Ihrem Konto gespeichert. ITunes nutzt diese Informationen, um den Apple Music Dienst zu erbringen, unsere Empfehlungen an Sie zu personalisieren, zur Berichterstattung an Lizenzgeber und zur Zahlung von Lizenzgebühren, um Apple Produkte und Dienste einschließlich des Apple Music Dienstes anzupassen und zu verbessern, um relevante Werbung zur Verfügung zu stellen, zur Betrugsbekämpfung und zur Durchsetzung dieser Vereinbarung.


Apple beschränkt die jeweilige Nutzung auf das spezifische Land

In unserem Fall ist dies wohl (primär) Deutschland. Und so schreibt Apple vor, dass der Streaming Dienst den deutschen Usern ausschließlich in Deutschland zur Verfügung. Apple Music außerhalb Deutschlands zu nutzen- oder zu versuchen, den Dienst zu nutzen, verbietet Apple. Das Unternehmen behält es sich außerdem vor, dies zu überprüfen.

Standardmäßig ist die automatische Abo-Verlängerung aktiviert

Dies kann aber über die Kontoeinstellungen geändert und so ausgeschaltet werden.

Wenn Sie ein Abonnement des Apple Music Dienstes abschließen (“Apple Music Abonnement”), wird iTunes in regelmäßigen Abständen das Zahlungsmittel belasten, das bei der Apple ID, oder bei Familienfreigabe bei dem Konto des Organisators der Familie, hinterlegt ist, bis Sie die automatische Verlängerung ausschalten. Sie können die automatische Verlängerung des Apple Music Abonnements jederzeit über das Menu Kontoeinstellungen auf Ihrem Computer oder Ihrem Gerät oder über die Kontoeinstellungs-App auf Ihrem Gerät ausschalten.

Brennen, gewerblicher Gebrauch und die Nutzung zu Werbezwecken sind nicht erlaubt

Sie sind nicht berechtigt, Apple Music Produkte zu brennen.

Die Lieferung des Apple Music Dienstes oder der Apple Music Produkte gewährt Ihnen keine Rechte für eine Nutzung des Apple Music Dienstes oder der Apple Music Produkte für gewerbliche Zwecke oder für Werbezwecke.

Anzahl der Geräte

Der Apple Music Dienst lässt sich auf bis zu zehn Geräten nutzen, von denen es sich bei fünf Geräten um Computer handeln darf.

simultanes Streaming

Wer ein individuelle Abonnement abgeschlossen hat, der kann nicht auf zwei verschiedenen Geräten zur gleichen Zeit den Streaming Dienst in Anspruch nehmen. Wer allerdings ein Familien Abonnement abgeschlossen hat, dem ist es möglich, den gleichen Account zur gleichen Zeit auf mehreren Geräten zu nutzen- eine Maximalanzahl gibt es trotzdem: Sie liegt bei sechs Geräten.

Fazit

Vieles scheint relativ offensichtlich, einiges könnte aus Sicht des Nutzers angenehmer gestaltet sein. Wirklich überraschen tut nichts. Wer das alles noch einmal genauer nachlesen möchte, findet die entsprechenden AGB hier, wobei sich alles Rund ums Thema Apple Music relativ weit unten auf der Seite befindet.

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2 Kommentare

Dieses Thema enthält 2 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Bengel vor 2 Jahre, 2 Monate.

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    Beiträge
  • o2 könnte eine Alternative sein!

    Ich bin gespannt welcher Anbieter das sein wird. Telekom wird wohl die Kooperation mit Spotify nicht sein lassen. Vodafone hat ja Deezer… Ich bin gespannt.

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