05. Juli 2010 Autor: Tobias Nash

Apps und die gewisse Gefahr der Schadsoftware – Apple umgeht sie, Google nimmt sie in Kauf

wolf2 Apps und die gewisse Gefahr der Schadsoftware   Apple umgeht sie, Google nimmt sie in Kauf

Sieht harmlos aus, kann aber brandgefährlich sein für Android

Die beiden größten Anbieter von Apps mit den dazugehörigen Betriebssystemen um Google Android und iPhone OS, beziehungsweise neuerdings iOS, gehen grundverschiedene Wege. Die einen sichern sich in höchstem Maße ab, die anderen behandeln das Betriebssystem als relativ offen. Beides hat seine Vor- und Nachteile und welches für die jeweilige Beschreibung steht lohnt keiner Erwähnung. Während Apple durch lange Genehmigungszyklen viele Applikationen dem User unzugänglich macht, oder besser nur verzögert zugänglich macht, behandelt Google mit Android die Sache ganz anders. Jedoch besteht dadurch große Gefahr für das Betriebssystem und die Smartphones.

Schadsoftware leicht einzuschmuggeln

Vor kurzem musste Google erstmalig Gebrauch vom Löschen bereitstehender Apps für Android machen. Die Touchscreen-Smartphones, die sich der Apps “RootStrap” oder “Twilight Eclipse Preview” bemächtigt hätten, wären danach mit Schadsoftware behaftet gewesen. Zum Glück handelt es sich in diesem Fall nur um eine Veranschaulichung von einem Sicherheitsexperten. Trotzdem zeigen die eingeschleusten Apps den leichten Befall des Betriebssystems. Der Experte namens Jon Oberheide geht sogar noch einen Schritt weiter und ist sich sicher, das Google ebenso wie es Applikationen löschen könne diese auch ohne weiteres installieren könne…

Problem der Offenheit

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Ein Herz für alle, fast alle: Google Android

 

Eine gewisse Freizügigkeit fordert ihren Tribut. Die Gefahr von ungewünschten kleinen Schädlingen ist dementsprechend groß. Sicherheitsexperten sprachen in den letzten Wochen von einem erhöhten Risiko für den Android Market aufgrund der Freiheiten für Entwickler. Genau deshalb, so chromoid.de hier, habe man zum jetzigen Zeitpunkt von der Funktion der Applöschung aus der Ferne Gebrauch gemacht. Es wäre mit einem Desaster gleichzustellen, sollten sich unzählige Schadsoftware-Apps auf dem Android Market tümmeln. Deshalb appelliert Google auch an die geistreichen User, die nicht jede Applikation ohne genauere Überprüfung auf dem Smartphone installieren. Und Google hilft dabei so weit es eben geht. Mit den Informationen zu einer App über den Zugriff auf dem jeweiligen Handy oder Smartphone können dubiose Applikationen direkt ausgeschlossen werden. Außerdem ist es den Usern möglich, die jeweiligen Apps, die nicht den Richtlinien entsprechen, entsprechend zu deklarieren. Um jedoch einem gigantischen Malheur vorzugreifen, behält sich unter anderem Google die Fernlöschung einer App vor.

Remote Application Removall

Das ist bei Google das passende Stichwort. Allerdings birgt dieser Zugriff auch einen gewissen faden Beigeschmack, wie auch hier auf androidpit.de berichtet wird. Vor allem hinsichtlich der Aussage von Oberheide, der nicht nur das Löschen einer App unter Beweis stellte, sondern darüber hinaus auch behauptet, es sei Google möglich, ohne Zustimmung des Nutzers Applikationen auf Google Android zu installieren. Das wiederum birgt die Gefahr des Missbrauchs, sei es einem Hacker möglich, sich dort Zugang zu beschaffen und Smartphones und Handys mit ungewollten Applikationen zu besudeln. Die zwei Apps, die die Leichtigkeit der Einschleusung von Schadsoftware demonstrieren sollten, waren anders ausgegeben als anzunehmen. Mit Twilght wurde eine gewisse Beliebtheit eingeschlossen, derer ich mich persönlich entziehe. Trotzdem wird es unzählige Android Market-Besucher geben, die sich für die App interessierten und sie vielleicht sogar auf ihrem Smartphone hatten. Zum Glück sind diese ungefährlich…

yanar Apps und die gewisse Gefahr der Schadsoftware   Apple umgeht sie, Google nimmt sie in Kauf

"Du kommst hier net rein!" - Apple und Kaya Yanar?

Was passiert bei kostenpflichtigen Apps?

Das ist tatsächlich ein schwieriges Thema. Bei Amazon Kindle wurde das zu einem echten Problem. Die E-Books “1984″ und “Animal Farm” von George Orwell sind ein gutes Beispiel für einen misslungenen Versuch der Löschung einer kostenpflichtigen App. An sich ist nichts dagegen einzuwenden wenn eine E-Book-App gelöscht wird und der Nutzer, wie auch bei Apple oder Android, darüber informiert wird. In diesem Fall erwies es sich aber als tragisch für Amazon, da ein US-Schüler Randnotizen verfasst hatte, die ebenfalls verschwanden. Damit sind persönliche Daten gelöscht wurden ohne vorige Einwilligung. Letztendlich einigte man sich außergerichtlich, allerdings verbunden mit einer 150.000 Dollar hohen Entschädigung für den beraubten Schüler. Allerdings soll diese Dollar-Summe einer gemeinnützigen Stiftung zufließen, wie es hier auf basicthinking.de heißt. Es ginge dem Schüler aus Michigan ausschließlich um das Ausschließen einer Wiederholung des Vorfalls. Er selbst gab sich mit einem 30-Dollar-Gutschein zufrieden für die gelöschten Hausaufgaben. Wären diese Randnotizen nicht gewesen, wäre Amazon lediglich dazu verpflichtet gewesen, zumindest moralisch, für den Kaufpreis aufzukommen. Ansonsten wäre es eine Investition in den Ofen für den Käufer.

Apple kontrolliert

Bei Apple kann es nur schwer zu einem solchen Risiko kommen. Trotzdem behält sich auch Apple die Funktion vor, eine mögliche Schadens-App zu löschen. Ein aktuelles Beispiel stellt das Verschwinden von NDrive dar. Die Navigationssoftware ist im Apple App Store nicht mehr zu haben. Jedoch steht den bisherigen Käufern der Dienst noch wie gewohnt zur Verfügung. Durch das hohe Maß an Kontrolle bei Apple werden jedoch teilweise auch wirklich gute Applikationen von erstklassigen Entwicklern den Apple-Smartphones vorbehalten, da man sie als Konkurrenz zum eigenen Angebot sehe, so heißt es immer öfter im worldwideweb. Das ist natürlich auch nicht wirklich unverständlich. Allerdings wird durch die Genehmigungspflicht auch eine gewisse ähnliche Handhabung und Navigation der Applikationen vorausgesetzt. Entwickelt jeder für Google wie er will, muss bei Apple einiges beachtet werden und ein Quächnnchen Glück mit von der Partie sein um den Weg auf die iPhones und das iPad zu finden. So schafft man natürlich ein einheitliches Auftreten vieler Apps und den leichten Umgang durch ähnliche und miteinander verknüpfte Navigation.

Vor- und Nachteile beiderseits

lightningvs Apps und die gewisse Gefahr der Schadsoftware   Apple umgeht sie, Google nimmt sie in Kauf

Kampf der Giganten

 

Damit zeigt sich schon, das es für beide Seiten klare Standpunkte gibt, die für und gegen die jeweilige Handhabung sprechen. Schenkt Google den Entwicklern ein enormes Vertrauen, schottet sich Apple ab und macht das iPhone zu einem überwachten Multimedia-Phone. Letztendlich kann man nicht sagen, was wirklich besser ist, trotzdem sollte diese Aktion von Oberheide ein Bewusstsein bei Google aufrufen, das zu einer weiteren Kontrolle ermutigt, vor allem den Apps im Schafspelz. Der Wolf kann überall lauern. Interessant ist ebenfalls, dass diese beiden Anbieter der Betriebssysteme zeitgleich auch um das beste Smartphone dieses Jahres streiten. Hier auf 7mobile-blog.de findet sich ein Vergleich der beiden Top-Modelle. Das Samsung i9000 Galaxy S läuft mit Google Android, Apples iPhone 4 weniger überraschend mit iOS 4. Beide Smartphones sind absolute Highlights dieses Sommers und haben schon vor dem WM-Start das Finale erreicht.

Deutschland ist ganz nebenbei auf dem besten Weg. Durch die Hardware und die umfassenden Features haben sich diese beiden Handys den Titel redlich verdient. Natürlich sind beide Smartphones bei 7mobile.de – handys günstig online kaufen zu haben. Für die jeweiligen Streithähne Samsung Galaxy S und dem iPhone 4 gibt es bereits erste Angebote mit Tarif. Informieren lohnt sich!

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3 Antworten zu “Apps und die gewisse Gefahr der Schadsoftware – Apple umgeht sie, Google nimmt sie in Kauf”

  1. B. Michlmayer sagt:

    Ich finde, dass es nicht genügt, wenn Android Market angibt, in welchen Bereichen ein App auf das Smartphone Zugriff hat.
    Klar, wenn ein Furzprogramm Zugriff auf das Internet benötigt, muss man hier skeptisch werden.
    Aber wenn z.b. ein Facebook-App Zugriff auf das Internet verlangt, das liegt ja auf der Hand, dass es ohne Internet nicht geht. Aber das kann auch heissen, dass dieses App die Daten (username, pw) ausspioniert und heimschickt! Und hier liegt doch das Problem!

  2. Will Belyoussian sagt:

    Amazon ist wieder mal schneller als Apple gewesen. Der Cloud Dienst von Amazon wurde gestern veröffentlicht. Wenn Apple als nächstes im Sommer seinen besseren Cloud Service veröffentlicht, wird dieser wahrscheinlich besser werden. Egal, ich erwarte man kann Cloud von Amazon mindestens auf dem Nintendo 3DS, den ich mir auf dieser Seite gekauft habe, nutzen. So kann ich auf der ganzen Welt auf die Musiktitel, die ich auf einem Laufwerk bei Amazon.de gespeichert habe, zugreifen. Das ist genial!

  3. Will Belyoussian sagt:

    Amazon ist wieder mal schneller als Apple gewesen. Der Cloud Dienst von Amazon wurde gestern veröffentlicht. Wenn Apple als nächstes im Sommer seinen besseren Cloud Service veröffentlicht, wird dieser wahrscheinlich besser werden. Egal, ich erwarte man kann Cloud von Amazon mindestens auf dem Nintendo 3DS, den ich mir auf dieser Seite gekauft habe, nutzen. So kann ich auf der ganzen Welt auf die Musiktitel, die ich auf einem Laufwerk bei Amazon.de gespeichert habe, zugreifen. Das ist genial!

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