Blackberry Passport – neues quadratische Smartphone mit ungewöhnlicher Tastatur

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Blackberry hat sein neues Smartphone Passport vorgestellt, das zunächst durch sein sehr ungewöhnliches, beinahe quadratisches Format auffällt. Ebenfalls neu ist die Tastatur, die neben Tippen sogar Touchgesten erkennt. Außerdem dabei ist der schnelle Snapdragon 800 Prozessor und eine 13 Megapixel-Kamera.

Blackberrys neustes Topmodell hat wie seine Vorgängermodelle Q10 und Q5 eine haptische Tastatur unterhalb seines Bildschirms. Diese wurde jedoch deutlich aufgebohrt und erlaubt nun zahlreiche Wischgesten als Eingabe. Der offensichtlichste Unterschied zu den Vorgänger ist aber das Format. Mit einer Maße von 128 x 90,3 x 9,3 mm erinnert das Gerät tatsächlich von der Form her an den namensgebenden Reisepass.

Quadratisch, praktisch, gut?

Das 4,5 Zoll große Display hat eine Auflösung von 1.440 x 1.440 Pixeln und ist damit tatsächlich quadratisch bei einer Pixeldichte von 453 ppi. Vorteil des Quadrats ist die höhere Anzahl an Zeichen pro Zeile. Normalerweise sind bei einem üblichen 9 zu 16 Bildschirm nur circa 40 Zeichen darstellbar. Aufgrund des deutlich breiteren Design sind nun ganze 60 Zeichen pro Zeile möglich. Das verbessert den Lesefluss beim Lesen von z.B. Emails erheblich. Geschütz wird das Display vom neuem Gorilla Glass 3. Das große Display hat leider auch seinen Preis. Das Gerät lässt sich beinahe unmöglich nur noch mit einer Hand bedienen. Außer zum Lesen von Mails oder der Nutzung des Sprachassistenten ist fast immer eine zweite Hand zur Nutzung notwendig.

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Das Blackberry im Vergleich zum deutschen Reisepass. (gleicher Maßstab)

Die Wischtastatur612DMfmIcnL._SL1500_

Die Tastatur befindet sich wie immer bei Blackberrygeräten direkt unter dem Bildschirm und nimmt den Rest der Fläche der Vorderseite ein. Neben dem Alphabet gibt es nur noch eine Leer-, eine Enter- und eine Löschentaste. Satzzeichen werden wie gewohnt über den Touchscreen eingefügt.

Neu ist jedoch die Integration eines Touchpads in der Tastatur. Dieses ähnelt vom Prinzip her dem eines Laptops. Durch verschiedene Wischbewegungen über die Tasten, erlaubt es dem Nutzer zahlreiche Funktionen. Die simpelste, wahrscheinlich aber auch praktischste ist das Scrollen von Websites oder Texten ohne den Bildschirm selbst berühren zu müssen. Doch auch bei der Texteingabe bietet das Keyboard viele Möglichkeiten. Wortvorschläge während des Tippens lassen sich per Aufwärtswischen auf der jeweiligen Seite der Tastatur einfügen. Eine horizontale Bewegung von rechts nach links löscht das letzte Wort. Wie immer zielt Blackberry mit seinem Gerät vor allem auf Vielschreiber ab und versucht durch allerlei Optimierungen das Schreiben zu erleichtern und zu beschleunigen.

Starke Motoren

Das Blackberry Passport ist mit einem schnellen Snapdragon 800 Prozessor ausgerüstet, der in vier Kernen mit 2,2 GHz taktet. Unterstützt wird er von 3 Gigabyte RAM. Der integrierte Speicher hat ein Volumen von 32 Gigabyte, ist aber per Micro-SD-Karte mit bis zu 128 Gigabyte erweiterbar. Die Hauptkamera auf der Rückseite fotografiert mit 13 Megapixeln. Die Frontkamera ermöglicht Selfies und Videotelefonie mit bis zu 2 Megapixeln. Der 3.450 mAh große Akku soll für eine Gesprächszeit von ganzen 23 Stunden reichen, was eine sehr solide Leistung ist.

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Neue Software mit Sprachassistent

Das Passport wird mit dem neuesten Betriebssystem Blackberry 10.3 geliefert. Dieses bietet viele Neuerungen. So kann zum Beispiel mit einer Gesten von der linken Tastaturecke in das Display ein Benachrichtungsbildschirm geöffnet werden. Neu ist auch der Sprachassistent, der wie Siri bei Apple oder Google Now per Sprachkommando oder auch per Texteingabe Anweisungen folgt oder Fragen beantwortet. Apps lassen sich jetzt direkt über den vorinstallierten Amazon-App-Store installieren, damit erhällt der Nutzer über 200.000 Android Applikationen. Blackberry World, den konzerneigenen Appstore, gibt es aber auch nach wie vor.

Fazit

Blackberry möchte uns mit seinem neusten Modell beweisen, dass man das Unternehmen noch nicht abschreiben sollte und versucht mit neuen Ansätzen sich vom Markt abzuheben. Das sollte ihnen wohl gelungen sein. Denn das Passport ist nicht gerade unauffällig. Beim telefonieren wirkt es sehr überdimensioniert und nicht ist auch nicht besonders handlich. Doch der Hauptaugenmerk liegt auch gar nicht auf der Telefonie, sondern auf dem Lesen und Verfassen von Nachrichten und E-Mails. Beides geht beim Passport deutlich flotter von Hand als bei anderen Geräten.

Wen die Größe und das Format also nicht stört und gerne und viel auf seinem Smartphone schreibt, sollte sich das neuste Blackberry also einmal genauer anschauen. In den USA ist das Smartphone mit nur 600 US$ deutlich günstiger als die anderen Flagschiffmodelle der Konkurrenz. Hierzulande verlangt Blackberry aber mit 650 € deutlich mehr. Aktuell steht nur die Farbe schwarz zur Verfügung. Weiß und Gold sollen aber folgen. Das Passport ist ab sofort bestellbar.  Der

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