BlackBerry Z10: Reines Touch-Smartphone mit BB10 vorgestellt

Blackberry

Das BlackBerry Z10 bietet einen leistungsstarken Dual-Core-Prozessor, ein 4,2 Zoll großes HD-Display und LTE. Herzstück ist aber das neue Betriebssystem BlackBerry 10.

Darauf haben BlackBerry-Fans lange hingefiebert: Heute wurde endlich das neue Betriebssystem BlackBerry 10 in gleich mehreren Städten rund um den Globus vorgestellt, und dazu zwei neue Geräte, das BlackBerry Q10 und das BlackBerry Z10. Letzteres war schon vor zwei Wochen in einem Vorab-Test einer österreichischen Website zu sehen.

Knackscharfes Display

Das Smartphone bietet einen 4,2 Zoll großen Bildschirm, welcher mit 1.280 x 768 Pixeln bei 355 ppi sehr scharf auflöst, das Format ist 15:9. Der Dual-Core-Prozessor taktet mit 1,5 GHz pro Kern und wird von einem 2 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Der interne Speicher beträgt 16 GB und lässt sich per MicroSD-Karte nochmals um bis zu 64 GB erweitern.

Neben einer 2-Megapixel-Frontkamera, die Videos in 720p-Qualität dreht, ist eine 8-Megapixel-LED-Blitz Rückkamera mit 1080p-Videofunktionalität an Bord. Diese verfügt weiter über eine f/2.2-Blende, 5-fachen digitalen Zoom, eine rückseitige Beleuchtung für gute Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen, eine Bild- und Videostabilisierung sowie einen Timeshift-Modus, der ermöglicht, aus einem automatisch erstellten Video das beste Foto zusammenzustellen. Der wechselbare – und möglicherweise etwas schwachbrüstig geratene – 1.800 mAh-Akku soll im Stand-by auf bis zu 13 Tage kommen und 10 Stunden Sprechzeit im 3G-Modus liefern. Dank des LTE-Moduls, das alle in Deutschland verwendete Bänder unterstützt, können Nutzer in Deutschland pfeilschnelles Internet erleben.

Weitere Features sind schließlich Bluetooth 4.0, Dual-Band Wlan 802.11 a/b/g/n (2,4 + 5 GHz), NFC, GPS, MicroHDMI und USB 2.0. Äußerlich stellt das BlackBerry Z10 zwar keinen neuen Meilenstein dar, bietet aber dennoch mit der Mischung aus Ecken und Rundungen eine willkommene Abwechslung zum Smartphone-Design-Einheitsbrei. Die Tiefe beträgt 9 mm, auf die Waage bringt das Gerät 137,5 Gramm. Das Smartphone wird in Schwarz und Weiß erscheinen. Als Zubehör gibt es unter anderem einen Mini-Stereolautsprecher, dem man zum Musikhören oder als Freisprechanlage verwenden kann.

Innovative BB10-Features

Das zentrale Highlight des BlackBerry Z10 ist aber zweifelsfrei das Betriebssystem BlackBerry 10. Dieses wurde von Grund auf erneuert und setzt nun hauptsächlich auf Touch-Gestensteuerung, wie ich bereits im anderen Artikel erklärte. Es gibt aber noch weitere interessante Neuerungen:

  • Man hat die Möglichkeit, getrennte Konten für eine private und geschäftliche Benutzung anzulegen („BlackBerry Balance“). Dazu muss das Unternehmen aber den BlackBerry Enterprise Service 10 einsetzen.
  • Workflow: Echtes Multitasking möglich, so kann man z.B. während des Filmkuckens Nachrichten lesen.
  • Das Nachrichtenzentrum „BlackBerry Hub“ sammelt alle Nachrichten inklusive derer aus den sozialen Netzwerken und ist durch ein Wischen nach oben und anschließend nach rechts jederzeit einfach aufrufbar.
  • Die neue BlackBerry Tastatur errät schnell, welches Wort man tippen möchte (und das sogar in bis zu drei Sprachen gleichzeitig) und lernt häufige Begriffe von alleine.
  • Bei Videotelefonaten lässt sich der Bildschirminhalt übertragen. Einen „BBM Video-Chat“ kann man einfach aus dem normalen BBM-Chat starten.
  • Mit „Remember“ kann man wichtige Informationen in Ordnern anlegen, um sich später an sie erinnern zu lassen. Dies können E-Mails, Sprachnotizen, Websites oder Videos und Fotos sein. Die Remember-Einträge können mit Outlook synchronisiert werden.
  • Es gibt bereits 70.000 Apps für BB10, darunter die vorinstallierten Anwendungen Evernote, Twitter, Facebook und LinkedIn. Auch Spiele wie Angry Birds, Musik-Apps wie TuneIn Radio und der Messenger WhatsApp sind im Store. Eine Spotify-App fehlt aber beispielsweise noch.
  • Weitere nennenswerte Features sind eine Sprachsteuerung, ein „intelligenter Kalender“, der Updates von Freunden aus sozialen Netzwerken anzeigt, und eine Fernlöschfunktion mit „BlackBerry Protect“ sowie umfangreiche Foto- und Videofunktionen, auch für die Nachbearbeitung – ein Beispiel ist „Story Maker“, eine App, mit der man aus Fotos und Videos eine Geschichte erstellen kann.

Fazit: Research in Motion heißt jetzt BlackBerry, und auch sonst ändert  sich alles. Was BlackBerry mit dem Z10 und insbesondere mit dem Betriebssystem BB10 vorgelegt hat, ist den Applaus wert, den CEO Thorsten Heins während der Präsentation in New York immer wieder sich und seinem neuen Prunkstück gespendet hat.

Jetzt ist noch die Frage, ob man die inzwischen an Android oder z.T. noch an iOS gewohnten Nutzer zum Wechseln bringen kann, denn es gilt, von einem verschwindend geringen Marktanteil von nur mehr 2,1% (Q3/2012, laut Gartner) wieder zurück unter die Riege der großen Player auf dem Smartphone-Markt zurückzukommen. Spannend wird es sein zu beobachten, ob man den App-Markt schnell weiter aufstocken kann und wie sich die Geräte in der Praxis beweisen. Erste Tests stellen dem Z10 jedenfalls ein positives Zeugnis aus. Bei uns soll das Flaggschiff Ende Februar/Anfang März erhältlich sein, in Großbritannien gar schon am morgigen 31. Januar.

Wie gefällt euch das neue OS? Wird BlackBerry damit und mit seinem neuen Flaggschiff Z10 aus der Krise kommen?

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