14. Januar 2012 Autor: Andreas Müller

CES: Jetzt kommen die (3D-)Gaming-Tablets

20120113 razer project fiona 01 450x277 300x184 CES: Jetzt kommen die (3D )Gaming Tablets

Quelle: Razer

Noch sind es nur Prototypen, aber auf der CES wurden mit dem “Razer Project Fiona” und dem “WikiPad” gleich zwei Gaming-Tablets vorgestellt. Letzteres kann sogar 3D.

 

Mit dem Sony Ericsson Xperia Play gibt es schon ein Smartphone, das sich dank ausziehbarem Gamepad speziell an Zocker-Fans richtet. Aber Gaming-Tablets? Darauf ist bisher noch niemand gekommen. Bisher, denn auf der gestern zu Ende gegangenen CES in Las Vegas konnten gleich zwei Prototypen solcher Tablets auf sich aufmerksam machen.

Der “Project Fiona” genannte Flachcomputer der US-Gaming-Firma Razer (nicht mit dem neuesten Motorola RAZR zu verwechseln) hat zwei an den Seiten des Tablets fest angebrachte Controller mit jeweils vier Buttons und einem Analog-Stick. Das Display misst 10,1 Zoll und löst mit 1.280 x 800 Pixeln auf, im Inneren werkelt nicht etwa ein Qualcomm- oder Nvidia-Prozessor, sondern ein hochleistungsfähiger Intel Core i7-Prozessor. Damit dürften auch neueste Computer-/Konsolenspiele beim Tablet drin sein. Dazu gibt’s Wlan 802.11 b/g/n, Bluetooth 3.0 und Dolby Surround 7.1. Das Project Fiona ist nicht gerade für längere Fahrten in der U-Bahn oder Zock-Pausen im Büro gedacht, dazu ist es doch ein zu wenig wuchtig und unpraktisch für den Transport. Vielmehr soll es im Wohnzimmer seinen Platz finden. Ob das Konzept aufgeht, ist fraglich – schließlich steht da ja bei Gamern schon die Xbox oder PlayStation. Auch lief der Prototyp im Test von Netbooknews recht heiß beim Gamen – bleibt zu hoffen, dass das endgültige Produkt hier eine Lösung findet.

Hier ist das Netbooknews-Video von der CES:

 

 

WikiPad: 3D & Gaming-Station zum Discount-Preis

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Quelle: WikiPad

Einen anderen Weg geht die Firma WikiPad Inc. aus Los Angeles, welche in Las Vegas ihr ebenfalls “WikiPad” genanntes Tablet vorstellten. Bei diesem Gerät kann das Tablet in eine Art Gaming-Controller-Station gesteckt werden, welches über ein Steuerkreuz, zwei Analogsticks und sechs Buttons verfügt. Beim CES-Prototypen war das Einstecken zwar noch nicht möglich, erste Pressebilder zeigen aber bereits die Kombination. Das Tablet selbst lässt sich auch ohne das Dock erstehen, und das für unglaublich günstige 199 US-Dollar (249 US-Dollar mit Dock). Warum das so unglaublich klingt? Nun, in dem 8-Zoll-Gerät mit soll nicht nur ein Quad-Core-Prozessor (vermutlich der Tegra-3-Prozessor von Nvidia) stecken, sondern auch ein 3D-fähiges Display, welches die gleiche Technik wie die 3D-Smartphones HTC Evo 3D, LG Optimus 3D und Sharp Aquos Phone zur Darstellung dreidimensionaler Inhalte ohne Brille nutzen soll. Damit wäre das WikiPad das erste Tablet, welches ein solches Feature anbietet. Wie beim Sharp-Smartphone kann man das 3D-Feature auch abschalten und zur 2D-Ansicht wechseln. Vergangenes Jahr hatte zwar das LG Optimus Pad schon dreidimensionale Fotos aufnehmen, aber noch nicht in 3D darstellen können, dafür war eine 3D-Brille oder ein 3D-Fernseher nötig (was beides allerdings nicht so gut klappte). Weitere Features des WikiPads sind 8 GB interner Speicher, der extern um 64 GB erweiterbar sein soll, Android 4.0, USB 2.0, HDMI und Front- und Rückkamera unbekannter Größe. Außerdem sollen ab Werk einige 3D-Filme und &-Spiele installiert sein, zudem ist ein Cloud-Service geplant.

Ab Ende März dieses Jahres soll das Tablet weltweit erscheinen. Die Kollegen von Aereamobile waren vor Ort und haben sich das Gerät von einer netten Dame zeigen lassen:

 

 

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Gestorben in Schönheit: Das Grid 10 ist wie Hersteller Fusion Garage von nun an Geschichte

Fusion Garage: aus und vorbei

Razer und WikiPad haben sicherlich interessante Ideen, doch die hatte auch das Start-Up Fusion Garage, die schon 2009, noch vor dem iPad, gemeinsam mit der Firma TechCrunch ein auf Cloud-Dienste und Linux basiertes Tablet (“Crunchpad”) zum Kampfpreis von 200 US-Dollar herausbringen wollten. Schließlich kam das Tablet dann nach vielen Streitigkeiten als “Joo Joo” erst im Herbst 2010 für 499 Dollar auf den Markt und war genauso wenig erfolgreich wie der Nachfolger “Grid 10” aus dem vergangenen Jahr, das noch dazu an viele Kunden trotz deren Bestellung im Oktober noch nicht ausgeliefert worden ist. Das Tablet war mit einem selbst entwickelten, innovativen OS (“Grid OS) erschienen, doch gegen die übermächtige Konkurrenz von Apple, Samsung & Co. hatte es keine Chance.

Schließlich gab CEO mit dem zungenbrecherischen Namen Chandrasekar Rathakrishnan vergangene Woche das Ende von Fusion Garage bekannt: mit 40 Millionen US-Dollar ist man bankrott gegangen. Das dürfte besonders für das Startup WikiPad Warnung genug sein.

 

 

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