Chromecast Audio Test

Wir haben Googles neuen „Streamingpuck“ ausprobiert

Allgemein

Zusammen mit den beiden neuen Nexus Smartphones und einem neuen Chromecast wurde vor kurzem ein weiterer Chromecast-Dongle von Google vorgestellt. Dieser ist aber nicht dafür vorgesehen Filme oder Videos an euren Fernseher zu senden, sondern nur Musik und andere Audiofiles.

Vor über zwei Jahren habe ich den ersten Chromecast aus den USA bestellt, da ich von der Einfachheit des HDMI-Sticks überzeugt war. Meine Begeisterung hat auch bis heute keinen Abbruch gefunden und ich benutze den Original-Chromecast immernoch regelmäßig. Der neue Chromecast hat mich nach der Vorstellung nicht so vom Hocker gerissen. Dafür aber sein kleiner Bruder, der Chromecast Audio. Denn genau auf ein solches Gerät habe ich gewartet.

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Lieferumfang

Geliefert wurde mit der Chromecast Audio direkt von Google. Nach einer guten Woche war das Gerät endlich da. Verpackt in einer weißen Pappschachtel mit ein paar Infos und Bildern drauf. Auf der Innenseite ist eine Kurzanleitung zur Einrichtung. Das erklärt sich aber eigentlich von selbst. Dazu aber später mehr.

Schön zu sehen, dass sich Google sogar bei einem der günstigsten Produkte, das sie anbieten, um eine stabile und hochwertige Verpackung kümmern. Auf dem Deckel ist das Chrome-Symbol eingraviert. Nach dem öffnen springt einem fast der Chromcast Audio entgegen. Umrandet vom ca. 15 cm langen neongelben AUX-Kabel. Darunter finden wir nur ein langes USB-Kabel und ein Netzstecker. Mehr ist nicht drin in der Box und das finde ich auch gut so. Kein unnötiger Papierkram, den sich sowieso niemand durchliest.

Der Dongle selber ist recht unspektakulär. Die Oberseite ist an das Design einer Schallplatte angelehnt. In der Mitte prangt das Chrome Logo. Der “Puck” misst rund 5cm im Durchmesser, hat an der Oberseite einen Klinkenanschluss und auf der Gegenüberliegenden ein Micro-USB Port. Eine kleine LED zeigt den Zustand des Gerätes an. Diese ist aber so unscheinbar, dass sie wirklich niemanden stören dürfte. Auch ein kleiner Knopf zum Zurücksetzen des Chromecasts ist verbaut. Das Teil ist also so unscheinbar, dass man es nach einmaligem Anschließen auch gut hinter der Stereoanlage verstecken kann.

simple Einrichtung

Die Einrichtung des Chromecast Audio ist sehr sehr einfach. Strom- und Audiokabel angeschlossen. Chromecast App aus dem Playstore oder AppStore runterladen und los geht’s. Das Gerät wurde bei mir direkt erkannt. Eine kurze Anmeldung im heimischen WLAN genügt und schon kann man anfangen zu streamen. Bei meinem Chromecast wurde direkt nach der Einrichtung ein kleines Update heruntergeladen und Installiert. Das hat aber nur eine Minute gedauert. Die Apps, mit denen man streamt brauchen keine gesonderte Einrichtung. Das empfinde ich als äußerst angenehm.

Google Home
Google Home
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
Google Home
Google Home
Entwickler: Google, Inc.
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viele Funktionen

Die erste App, die ich mit dem Chromecast Audio ausprobiert habe war Spotify, denn das ist meine meistbenutzte Musik App. Kaum habe ich Spotify auf meinem Smartphone geöffnet kann ich über das Spotify Connect Menü den neuen Empfänger auswählen. Nach einem Tip auf Chromecast kann man kurz ein Geräusch hören, das einem signalisiert, dass der Chromecast Audio eine Quelle gefunden hat. Zwei Sekunden später ertönt dann schon die Musik in meinem Zimmer. Schaue ich auf mein MacBook kann ich auch dort den Chromecast als Empfänger sehen und meine Musik steuern. Genau so habe ich mir das vorgestellt.

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Die Google Play Music App funktioniert genau so problemlos. All meine Musik wird direkt vom Chromecast gestreamt. Das gleiche Bild auch von Google Chome auf dem MacBook. Das Streamen ist genau so einfach und unkompliziert wie beim normalen Chromecast. Auch TuneIn Radio funktioniert problemlos.

Das gute an dem Chromecast Audio ist, dass die Dateien nicht über Smartphone zum Chromecast gesendet werden, sondern direkt aus dem Internet auf das Gerät geladen werden. So verhindert man Qualitätseinbußen wie bei einem Bluetooth-Dongle für die Stereoanlage. Außerdem ist die Reichweite viel größer. Endlich stoppt die Musik nicht mehr, wenn man sich zu Weit vom Lautsprecher entfernt hat. So lange beide Geräte im selben WLAN sind, funktioniert die Verbindung.

Kurios finde ich, dass eine Verbindung meinerseits per Spotify mit dem Chromecast einfach von einem Freund mit einem anderen Spotify Konto unterbrochen werden konnte. Gut ist daran, dass man den Chromecast nicht mit einem speziellen Konto verbinden muss und so eingeschränkt wird. Geht man zum Beispiel davon aus ein Chromecast Audio an der Anlage in der WG-Küche zu installieren kann also jeder seine eigene Musik zum kochen anmachen. Bei Spofity besteht nur das Problem, dass alle Nutzer auch einen Premium Account brauchen. Google Music und andere Dienste funktioniert natürlich auch so.

Technische Daten

  • Ausgang:
    • analoger Stereoausgang
    • optischer Digitalausgang
  • Abmessungen: Gerät: 51,9 x 51,9 x 13,49 mm
  • Audiokabel: 146 mm
  • Stromkabel: 1,75 m
  • Gewicht: 30,7 g
  • Ports und Anschlüsse:
    • 3,5-mm-Anschluss
    • Micro-USB
  • Konnektivität/Netzwerk: WKAN 802.11ac mit 2,4 GHz oder 5 GHz
  • Stromversorgung: Netzteil, 5 V, 1 A
  • WLAN-Verschlüsselung: WEP, WPA/WPA2
  • HD-Audio: 24-Bit/96 kHz
  • Kompatibilität:
    • Android 4.1 und höher
    • iOS 6.0 und höher
    • Windows 7 und höher
    • Mac OS 10.7 und höher
    • Chrome OS (auf einem Chromebook mit Chrome 28 und höher)

Chromecast Audio funktioniert auch per mini-Toslink und einem optischen Audiosignal

Was mich stört

Schade, dass Apple nicht mit Google kooperieren möchte und man dadurch leider nicht mit iTunes streamen kann. Ein AirPlay-Empfänger ist der Chromecast Audio also leider nicht.

Ein weiteres Manko ist die noch geringe Auswahl an Apps, die mit dem neuen Chromecast zusammenarbeiten. Schade ist auch, dass man keine Youtube-Videos an den Chromecast Audio senden kann um zum Beispiel nur die Musik zu hören. Hoffentlich wird das noch per Updates nachgereicht.

Fazit

Chromecast Audio ist ein kleines, unauffälliges Gerät was es jedem ermöglicht die alten Boxen “smart” zu machen und mit dem Internet zu verbinden. Man muss also nicht direkt eine neue Sonos-Anlage kaufen. Das Gerät ist für mich als Spotify-Nutzer sehr gut zu gebrauchen. Wer viele andere Apps zum Musikgenuss nutzt, sollte sich vorher informieren ob die App das Streaming unterstützt.

Falls ich für euch eine bestimmte App im Zusammenhang mit dem Chromecast testen soll schreibt sie einfach in die Kommentare.

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Caspar Hohrenk vor 2 Jahre, 2 Monate.

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