Deutsche Telekom: Bis zu 120.000 Kundendaten im Darknet – jetzt Passwort ändern!

Phishing-Attacke zieht Passwort-Verkauf im Darknet nach sich

Allgemein

Die Deutsche Telekom reagiert auf einen Passwort- und Kundendaten-Diebstahl im großen Stil: Zwischen 64.000 und 120.000 Datensätzen sollen – inklusive Passwort – im Darknet zum Verkauf angeboten werden.

Nutzer mit T-Online-Mailadresse sollten schleunigst ihr Passwort ändern: Laut einer Telekom-Pressemitteilung sollen derzeit zwischen 64.000 und 120.000 Kundendaten inklusive Passwort im Darknet angeboten werden. Nach einer Stichprobe von 90 Datensätzen stellte das Telekommunikationsunternehmen die Echtheit der im Darknet angebotenen Kundendaten fest, wenngleich nicht alle Kundendaten aktuell sind. Inhaber der betroffenen Accounts, die bei der Stichprobe ermittelt wurden, hat die Deutsche Telekom bereits informiert.

Deutsche Telekom: Zwischen 64.000 und 120.000 Kundendaten im Umlauf

Die Deutsche Telekom nimmt den Kundendaten-Diebstahl zum Anlass, um massiv zum regelmäßigen Ändern der Passwörter aufzurufen: „Wir wollen den Fall nutzen, um für einen regelmäßigen Wechsel von Passwörtern zu werben“, sagt Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance der Telekom. „Ein regelmäßiger Passwortwechsel schützt vor Missbrauch. Jetzt gibt es einen zusätzlichen Grund zum Ändern.“ Desweiteren wurde Anzeige erstattet und die entsprechenden Sicherheitsbehörden eingeschaltet, teilt die Deutsche Telekom in der Pressemitteilung mit.

Es gäbe derzeit keinen Hinweis, der auf ein Eindringen in die Telekom-Systeme hindeutet, eher mehr soll eine Phishing-Attacke genutzt worden, so das Unternehmen. Bei einer solchen Phishing-Attacke werden Nutzer meist per Mail dazu gedrängt, ihr Passwort zu ändern. Die Betrüger nutzen das Telekom-Layout in der Fake-Mail und leiten auf eine gefälschte Webseite, natürlich ebenfalls im Telekom-Design, weiter, auf der die Mail-Empfänger ihre Daten aus „Sicherheitsgründen“ eingeben sollen. Die in die entsprechenden Datenmasken (und vermeintlichen Login-Felder) eingegebenen Daten werden dann direkt gespeichert und meist wie in diesem Fall weiterverkauft oder zum Missbrauch genutzt.

Wir empfehlen – wie auch die Deutsche Telekom – regelmäßig alle Passwörter aus Sicherheitsgründen zu ändern. Denn selbst, wenn diese durch einen Phishing-Versuch erlangt werden, sind sie dann nur eine begrenzte Zeit aktuell. Außerdem solltet ihr darauf achten, auf welche Seiten euch vermeintliche Mails von Diensten weiterleiten und von welchem Absender sie tatsächlich stammen.

Artikelbild: „Mozilla at MWC 2014“ (CC BY 2.0) by mozillaeu 

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Martin Malischek vor 1 Jahr, 4 Monate.

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