Dieses Kickstarter-Projekt macht aus eurem Smartphone ein Laptop

HD-Laptop-Dock für nur 120 Euro

Allgemein

Unsere Smartphones sind neben Laptops wohl die leistungsstärksten Geräte, die wir täglich mit uns herumtragen. Die Macher des Superbooks haben das Potenzial erkannt und möchten mit ihrer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne aus Smartphones Laptops „machen“.

Update: Kickstarter-Projekt erreicht fast 3 Millionen US-Dollar

Update vom 22. August 2016: Am Samstag gegen 17 Uhr endete die Crowdfunding-Kampagne des Superbooks auf Kickstarter. Über 2.950.000 US-Dollar hat das Projekt eingenommen, das einen Mindest-Finanzierungsbeitrag von 50.000 US-Dollar angepeilt hatte. Erste Geräte sollen bereits im Januar ausgeliefert werden, ein größerer Versand der fast 18.000 bestellten Superbooks steht im Februar an. Wer noch nachträglich dabei sein möchte, hat in den kommenden Wochen die Gelegenheit hierzu – die Macher des Projekts stellen eine entsprechende Plattform online. Wie bei allen Crowdfunding-Kampagnen kann sich der Versand verzögern, das Projekt (mit oder ohne Erstattung des Unterstützungsbeitrags) fehlschlagen oder (jetzt kommt der überraschende Teil) alles gut gehen. Diesem Risiko solltet ihr euch immer bewusst sein, da ihr mit eurem Unterstützungsbeitrag euch lediglich an den Entwicklungskosten beteiligt und bei erfolgreicher Umsetzung die ausgelobten Belohnungen erhaltet. Wir sind sehr gespannt und haben uns ebenso an diesem Kickstarter-Projekt beteiligt und können euch so auf dem Laufenden halten.

Dieses Kickstarter-Projekt macht aus eurem Smartphone ein Laptop

Ursprünglicher Beitrag vom 16. August 2016: Leistungsstarker Achtkern-Prozessor, 2 bis 6 GB Arbeitsspeicher, mindestens 32 GB interner Speicher, Bluetooth, WLAN, LTE, GPS: Unsere Smartphones sind innerhalb der letzten Jahre zu wahren Alleskönnern mutiert. Eben diese Rechenpower und Funktionen werden mit dem Superbook zum Laptop – und das mit Full HD-Bildschirm für unter 150 Euro inklusive Versand. Allerdings können nur Android-Smartphones genutzt werden; weder Windows- noch iOS-Smartphones werden unterstützt.

Superbook: Smartphone wird zum Laptop

Das Superbook fungiert dabei nur als Bildschirm – alle Apps, Spiele, Dateien und das komplette System werden also vom Smartphone geliefert. Für die Optimierung auf eine Desktop-Oberfläche wird auf dem Smartphone die App „Andromium OS“ ausgeführt, mittels einem handelsüblichen USB-OTG-Kabel wird das Smartphone dann mit dem Laptop verbunden. Über die Technologie DisplayLink wird der Display-Inhalt auf das Superbook übertragen.

Was kann Andromium OS: Die App unterstützt multiple Touch-Gesten, kann Apps in Fenstern anzeigen, kommt mit eingebautem Datei-Browser und zeigt über eine Benutzeroberfläche sämtliche Apps übersichtlich an. Ein an das Superbook angeschlossenes Smartphone kann selbstredend weiter auf mobile Datenverbindung, WLAN, GPS, Bluetooth und weitere Verbindungen sowie Features zugreifen.

Das kann das Superbook: Das Superbook verfügt in der Standard-Version über ein 720p-Display, Touchpad (das Display hat keinen Touchscreen) und einen QWERTY-Tastatur (deutschsprachige Tastatur-Aufkleber werden mitgeliefert). Für 30 US-Dollar zusätzlich erhält man ein 1080p-Display mit IPS-Technologie. Zusätzlich kann das Superbook als Zweitbildschirm mit nahezu allen Geräten (selbst MacBooks und Windows-Computern) genutzt werden. Auch der Anschluss von PC-Sticks, dem Raspberry Pi sowie einem Chromecast (bei den Sticks allerdings mit externer Energiezufuhr) ist möglich. Ist ein Smartphone angeschlossen, wird es zusätzlich vom im Superbook verbauten Akku geladen. Das Superbook hat eine Akkulaufzeit von 8 – 9 Stunden, mit Full-HD-Bildschirm ist die Laufzeit etwa eine Stunde geringer. Außerdem können am zusätzlichen USB-Port auch externe Festplatten sowie Speichersticks verbunden werden.

Zu den Eckdaten:

  • 720p- oder 1080p-Bildschirm mit 11,6 Zoll Diagonale
  • 19,3 x 28,7 x 1,8 cm (B/H/T)
  • 0,9 KG Gewicht
  • Unterstützt micro-USB- und USB-Typ-C-Smartphones
  • Englisches QWERTY-Tastaturlayout (Tastaturaufkleber werden mitgeliefert)
  • Multi-Touch-Trackpad
  • 8 – 9 Stunden Laufzeit
  • 3 Ports: Aufladeport (handelsüblicher micro-B-Anschluss), Standard-USB-Port (für Speicherstick-Anschluss, usw.), Type-C-Port für Smartphone-Anschluss
  • Das Superbook ist in den Farben Gold und Blau erhältlich
  • Mindestanforderungen des verbundenen Smartphones: Android 5.0 oder höher, Zweikern-Prozessor oder höher, 1,5 GB Arbeitsspeicher oder höher, Type-C oder Micro-B-Port (alle handelsüblichen Android-Smartphones), mindestens 25 MB freier Speicher, empfohlen werden 100 MB

Superbook: So bekommt ihr es

Mit dem Superbook wird das Android-Smartphone zum Laptop

Mit dem Superbook wird das Android-Smartphone zum Laptop

Wer jetzt in unserem Shop oder bei diversen Online-Shops nach dem Superbook sucht, wird nicht fündig. Denn: Es handelt sich um ein sogenanntes Crowdfunding-Projekt auf der Plattform Kickstarter. Crowdfunding funktioniert so: Ein Projekt beziehungsweise eine Idee und Konzept stehen bereits. Allerdings fehlt den Entwicklern, Privatpersonen oder Unternehmen das nötige „Kleingeld“ um das Projekt alleine bewerkstelligen zu kommen. Nun kommt ihr ins Spiel: Seid ihr an der Finanzierung des Projekts interessiert, streckt ihr Geld zur Entwicklung vor und bekommt im Nachgang das mitfinanzierte Produkt oder die Dienstleistung (falls es eine gibt) beziehungsweise die Belohnung (falls es eine gibt), die ausgelobt wird.

Hinter der Kickstarter-Kampagne steckt das vierköpfige Andromium-Team, das sich bereits im letzten Jahr an einem Smartphone-Dock auf Kickstarter versucht hat, dessen Finanzierung jedoch nicht klappte. Ganz im Gegenteil verhält es sich beim Superbook. Die Kickstarter-Kampagne hat bereits das 40-fache des Finanzierungsziels überstiegen (50.000 US-Dollar waren Finanzierungsziel; aktuell liegt das Projekt bei über 2.230.000 US-Dollar) und wird somit mehr als erfolgreich finanziert. Mit der eingenommenen Summe wird sowohl die Entwicklung des Superbooks finanziert als auch die Produktion für alle, die sich entsprechende Belohnungen bei Kickstarter gesichert haben.

Die Auslieferung des Superbooks soll im Februar 2017 erfolgen, Interessierte und Unterstützer müssen sich also ein wenig gedulden. Wer am Superbook interessiert ist, kann entweder Mitte des nächsten Jahres abwarten (dann soll es regulär in den Handel kommen) oder entscheidet sich für eine von mehreren Kickstarter-Belohnungen. Wir haben die US-Dollar-Preise entsprechend aktuellen Wechselkursen umgerechnet:

  • 99 US-Dollar + 35 US-Dollar Versandkosten (etwa 120 Euro): Superbook Basic. Beinhaltet ein Superbook mit 720p-Auflösung in Gold und ein USB-Verbindungskabel.
  • 99 US-Dollar + 35 US-Dollar Versandkosten + 30 US-Dollar zusätzlich (etwa 150 Euro): Superbook Basic. Beinhaltet ein Superbook mit 1080p-Auflösung in Gold und ein USB-Verbindungskabel.
  • 159 US-Dollar + 35 US-Dollar Versandkosten (etwa 175 Euro): Superbook Special. Beinhaltet ein Superbook mit 720p-Auflösung in Gold oder Blau sowie eine Seitenhalterung für das Smartphone und ein Kabel-Bundle (2x Type-C, 2x Micro-B) sowie einen Ladeadapter)
  • 159 US-Dollar + 35 US-Dollar Versandkosten + 30 US-Dollar zusätzlich (etwa 205 Euro): Superbook Special. Beinhaltet ein Superbook mit 1080p-Auflösung in Gold oder Blau sowie eine Seitenhalterung für das Smartphone und ein Kabel-Bundle (2x Type-C, 2x Micro-B) sowie einen Ladeadapter)
  • Zusätzlich bekommen alle Unterstützer mit einer Superbook-Belohnung aufgrund erreichter Ziele einen Color-Skin und eine Superbook-Tasche kostenfrei.
  • Außerdem gibt es weitere Bundles mit mehreren Superbooks.
  • Hier könnt ihr das Projekt unterstützen

Nach Ende der Kickstarter-Kampagne (am 20. August 2016) beginnt die Entwicklung des Superbooks. An diesem Tag wird die Zahlung über die Kreditkarte ausgelöst, außerdem ist es Unterstützern dann möglich, auf der Plattform Backerkit anzugeben, für was genau sie gezahlt haben und welches Zubehör sie zusätzlich kaufen möchten. Im Februar 2017, sofern es keine Verzögerungen gibt, sollte das Superbook ausgeliefert werden.

Hinweis: Bitte beachtet, dass auch bei dieser Crowdfunding-Kampagne die Entwicklung finanziert und nicht das Gerät direkt gekauft wird. Es ist möglich, wenn auch bei diesem Projekt nicht sehr wahrscheinlich, dass das Projekt fehlschlägt und euer eingesetztes Geld damit „verloren“ geht. Seid euch dieser Gefahr bei jedem Kickstarter- und Crowdfunding-Projekt allgemein bewusst.

Superbook: Gab es das nicht schon?!

Es ist nicht der erste Versuch, die Rechenpower sowie Funktionen für Laptop-Docks beziehungsweise Tablets zu nutzen. So sind als letzte Versuche die Padfones aus dem Hause ASUS und das Motorola Atrix zu nennen. Beim Padfone steckt man sein Smartphone in ein Tablet mit zusätzlichem Akku. Beim Tablet an sich handelt es sich im Grunde nur um einen Bildschirm, der das Smartphone als Rechenzentrum nutzt. Ebenso verhält es sich beim Motorola Atrix, allerdings war hier zusätzlich eine Tastatur in einem Laptop-ähnlichen Gerät verbaut.

Sowohl die Bestrebungen von Motorola als auch von ASUS, ähnliche Geräte anzubieten, hatten wohl nicht den gewünschten Erfolg, denn ASUS und Motorola (mittlerweile ein Lenovo-Unternehmen) machen heute keine weiteren Bemühungen mehr in diese Richtung. Der etwas verhaltene Erfolg dürfte wohl nicht minder dem eingeschränkten Ökosystem geschuldet sein: So konnte das ASUS Padfone nur mit dem dazugehörigen Smartphone genutzt werden und kostete im Bundle 799 Euro. Wechselt man sein Smartphone, ist das Tablet-Dock selbstredend nicht mehr benutzbar. Das in diesem Artikel vorgestellte Superbook funktioniert mit beinahe allen gängigen Smartphones und ist zukunftssicher. Einen entsprechend getroffenen Nerv zeigt auch die Kickstarter-Kampagne.

„Da kann ich mir doch gleich ein Chromebook oder Netbook kaufen!“

Das Superbook kann zusätzlich als Zweibildschirm genutzt werden

Das Superbook kann zusätzlich als Zweibildschirm genutzt werden

Ganz klar: Wer ein vom Smartphone unabhängiges Gerät, ganz gleich ob Chromebook, Android-Tablet, Android-Tablet mit Tastatur-Dock oder Windows-Laptop beziehungsweise Netbook oder auch MacBook möchte, für den ist das Superbook ein relativ teurer Kompromiss. Wer sein Smartphone als Laptop nutzen möchte, der bekommt mit dem Superbook ein Hardware-seitig mit jedem neuen Smartphone „upgradbares“ Gerät und ist dank der genutzten DisplayLink-Technologie zukunftssicherer unterwegs als mit den im Artikel behandelten „Vorgängern“ diverser Hersteller. Außerdem müsst ihr so nur ein Gerät mit Apps und Programmen versorgen und könnt es sowohl als Smartphone als auch als Laptop nutzen.

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Martin Malischek vor 1 Jahr, 2 Monate.

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