Gefährliche Selfies

Warum ihr mit eurem Smartphone aufpassen solltet

Wissensartikel

Ein Foto schießen um die Freunde bei Facebook, Instagram und Co. zu beeindrucken kann mit fatalen Folgen enden. Klingt erst einmal unglaublich? Es ist aber eine Tatsache. Wir zeigen euch wie Gefährlich Selfies werden können und warum ihr mit eurem Smartphone lieber aufpassen solltet.

Wir alle wissen, dass ein Treffen mit einem Hai tödlich enden kann. Aus Filmen und in Medien bekommt man immer mal wieder was von Hai-Angriffen mit und das hält die Angst in uns wach. Doch was denkt ihr, wenn ich euch sage, dass Selfies schießen gefährlicher ist? Kaum zu glauben, aber so gesehen stimmt es. Es gab dieses Jahr mehr Todesfälle durch ein Selfie als durch Hai-Angriffe. Natürlich machen deutlich mehr Menschen Selfies als dass sie einem Hai begegnen. Dennoch raten wir euch in bestimmten Situationen unbedingt aufzupassen und nicht zu leichtsinnig zu werden.

Klippe

Spektakuläre Selfies in der Natur oder ein Gefährliches Spiel mit dem Leben

Immer mehr Menschen machen Bilder an Klippen, auf Gebirgen, an Steilküsten oder an Flüssen und wissen dabei oft nicht in was für eine Gefahr sie sich begeben. Ein paar Beispiele:

Ein 66-jähriger Japaner stürzte vor einigen Wochen die Stufen des Taj Mahal in Indien hinunter als er mit einem Freund ein Selfie machen wollte. Daraufhin starb er im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. In diesem Jahr sollen vier Menschen auf diese Weise gestorben sein, weil sie nach dem Selfie in die Tiefe stürzten.

Eine weitere Ausflugstour endete mit Todesfolgen. Eine 23-Jährige Studentin ist am Rande einer Klippe im australischen Kings Canyon beim Posen für ein gutes Selfie abgerutscht. Sie verlor direkt am Felsvorsprung das Gleichgewicht, stürzte 30 Meter in die Tiefe und verstarb sofort. Medienberichten zu Folge soll die Reiseleiterin die junge Studentin zu dem spektakulären Foto ermutigt haben.

Vor den Augen der Kinder stürzte letztes Jahr in Lissabon, Portugal ein Polnisches Ehepaar einen 140 Meter hohen Felsenkap in die Tiefe. Berichten zufolge ist die Familie über eine Sicherheitsabsperrung gestiegen, um am Klippenrand perfekte Bilder zu schießen. Dabei stürzten die Eltern in den Tod.

Coole Selfies mit wilden Tieren?

Selbstporträts mit süßen Hunden, Katzen oder Pferden ist meistens harmlos und für viele zu unspektakulär. „Sowas kann doch jeder!“ denken sich viele und riskieren dann ihr Leben beim Versuch „besser“ und „cooler“ zu sein als andere. Doch auch durch Tierattacken beim Selfie-Schießen verlieren einige ihr Leben.

wolf

Dass nicht jedes Tier eine Karriere als Instagram-Star anstrebt, bekam auch kürzlich ein Mann aus San Diego zu spüren. Er zog eine Klapperschlange aus dem Gebüsch um mit dieser zu posieren. Diese biss dann zu und der Mann schwebte in Lebensgefahr, kam aber mit einem großen Schrecken und mehreren Tausend Dollar Arztkosten davon.

Auch mit Bären werden in einigen Nationalparks immer häufiger posiert.

Am Lake Tahoe in Kalifornien und Nevada ist die Zahl der Besucher, die Bären-Selfies machen drastisch gestiegen. Die Forstverwaltung hat daher nun eine Warnung veröffentlicht, damit Besucher einen Sicherheitsabstand zu den Tieren einhalten.

Unterdessen häufen sich im Yellowstone-Nationalpark Bison-Attacken, weil viele den empfohlenen Abstand nicht einhalten und es zu mehreren Todesfällen kam.

Wenn der Finger wegrutscht

Erschreckend diese Bilder von Menschen die sich eine Waffe an den Kopf halten während sie ein Selfie schießen. Denn manchmal wird nicht nur die Kamera ausgelöst. In der Vergangenheit geschahen schon tödliche Selfie-Missgeschicke. Ein 19-Jähriger erschoss sich in Texas, als er sich eine Waffe angehalten hat für ein Selfie. Auch in Mexiko ereignete sich schon Ähnliches. Ein 21- jähriger Mann wollte seine Freunde beeindrucken, indem er lässig mit einer Waffe posierte bis sich plötzlich ein Schuss löste. Auch in Russland hat der Selfie-Wahn Todesfolgen. Hunderte Russen haben sich schon verletzt und dutzende sind gestorben. Es kam schon vor, dass sich zwei junge Russen in die Luft jagten, weil Sie ein Selfie mit entsicherter Handgranate schießen wollten. Die russische Regierung versucht daher schon mithilfe einer Plakatkampagne aufzuklären.

Selfies im Verkehr

Auch in Deutschland kam es schon zu Todesfällen durch Leichtsinn. Vor allem Unfälle im Zugverkehr sind keine Seltenheit. Immer mehr Menschen sind leichtsinnig und machen Selfies auf dem Bahngleis. Im September diesen Jahres musste der Verkehr auf einer bahnstrecke in Sachsen-Anhalt still gelegt werden, da eine Mutter und ihre Tochter Selfies auf dem Bahngleis machen wollten.

Auch im Auto ist es sehr riskant. Es ist ja schon gefährlich genug während der Fahrt auf sein Smartphone zu schauen. Dabei dann auch Selfies von sich zu schießen macht es noch gefährlicher. Es gab schon einige Fälle wo Menschen auch ihre eigene Todesfahrt mit dem Handy aufgenommen haben. Im Auto gilt in jedem Fall finger weg vom Handy und Augen auf die Straße!

Auto-Selfie

Die Disney-Parks in Paris und Hong Kong haben wegen der hohen Verletzungsgefahr Selfie-Sticks verbannt. Das Innenministerium in Russland gab eine Broschüre heraus, die davor warnte, dass „Selfies das Leben kosten können“. Und in den USA wurde ein Nationalpark geschlossen, weil zu viele Besucher leichtsinnige Selfies mit Wilden Tieren gemacht haben.

Selfies sind ja schon eine tolle Sache. Daher haben immer mehr Smartphones so gute Frontkameras. Aber wir empfehlen in jedem Fall sehr achtsam zu sein beim Fotografieren und besonders riskante Aktionen zu unterlassen, besonders wenn dabei das eigene Leben auf dem Spiel steht.

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Nadin Almeida vor 2 Jahre.

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