Google Glass – Top oder Flop?

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Quelle: www.thesearchagents.com

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Erste Tests der Datenbrille ernüchtern die Experten. Das rund 1.500 US-Dollar teure IT-Gadget ist derzeit nur mit viel Glück zu bekommen. Bislang war man von dem Miniaturcomputer begeistert und konnte sich sehr gut vorstellen, dass alle in ein bis zwei Jahren mit so einer besonderen Brille auf der Nase herumlaufen. Doch nun scheinen das Gerät und sein Nutzen eher zweifelhaft zu sein. Doch was ist dran an den Gerüchten?
 
Die Datenbrille von Google ist ein Minicomputer der am Kopf getragen wird wie eine Brille. In das Sichtfeld werden Informationen eingeblendet, die aus dem Internet bezogen werden können. Der Marktstart ist derzeit für Anfang 2014 geplant.
 
Experten meinen der neuartige Minicomputer sei ein technischer Meilenstein. Laut Bericht sollen 9,4 Millionen Brillen bis 2016 über die Ladentheke gehen. Datenschützer hingegen sehen in Google Glass ein großes Problem für die Privatsphäre der Nutzer und der Leute in seiner unmittelbaren Umgebung.


 
Was kann Google Glass?
Der kleine Bildschirm vor dem rechten Auge, der eine Auflösung von 640 x 360 Pixel bietet, zeigt den Nutzern Infos aus dem Internet, Routenanweisungen oder auch Antworten auf Suchanfragen.
Die eingebaute Kamera nimmt Fotos mit einer Auflösung von 5-Magapixel und Videos mit HD-Auflösung (1280 x 730 Pixel) auf. Mit einem Augenzwinkern soll es wohl schon möglich sein Fotos zu schießen. Das basiert bislang jedoch nur auf reinen Spekulationen.
Die Google-Brille hat einen 16GB großen Speicher, von denen dem Nutzer 12 GB zur freien Verfügung stehen. Über den Cloud-Dienst Google Drive werden eigene Aufnahmen gespeichert, sobald man in einem WLAN-Netz ist. Der Datentransfer erfolgt dabei über WLAN oder Bluetooth.
Mit Google+-Hangout können andere Nutzer live an deinen Erlebnissen teilhaben und alles mitverfolgen.
Die Hightech-Brille hält angeblich unter normalen Bedingungen einen Tag durch ohne Nachladen zu müssen. Über den integrierten Micro-USB-Anschluss lässt sich der kleine Akku aufladen.
Auf Lautsprecher wird verzichtet. Die Tonübertragung läuft so ab, dass Tonschwingungen auf die Schädelknochen übertragen werden, ähnlich wie beim Hörgerät. Das macht zusätzliche Kopfhörer überflüssig und schont zudem das Trommelfell.
 

Quelle: www.zeit.de

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Datenbrille wirklich so gut wie sie scheint?
Die Technik klingt ja schön und gut, aber dieses IT-Gadget bringt auch Probleme mit sich. Jay Yarov zufolge soll die neue Datenbrille äußerst zweifelhaft sein. Angeblich soll der Akku den ganzen Tag bei normaler Nutzung halten. Testergebnisse hingegen zeigen, dass die Batterielaufzeit zwischen 3 und 5 Stunden liegen soll, was ziemlich wenig ist, wenn es den ganzen Tag im Einsatz sein soll. Zudem soll das Gerät für Verwirrung und Kopfschmerzen sorgen, da das Lesen auf dem kleinen Bildschirm sehr anstrengend sein soll. Besonders bei Sonneneinstrahlung ist das eingeblendete Bild nur sehr schwer erkennbar.
Weitere Kritikpunkte sind die fehlenden Einstellungsmöglichkeiten und Konnektivität. Wenn man sich draußen aufhält braucht man immer noch ein Smartphone, da keine Datenkonnektivität zur Verfügung steht. Auch die Sprachsteuerung soll nach einigen Testergebnissen eher enttäuschend sein. Das Antworten auf eine Mail klappt ebenfalls nur in einer ganz ruhigen Umgebung und auch nur mit einer disziplinierten Sprechweise.
Das Gestell ist zudem äußerst unpraktisch. Man kann es nicht zusammenklappen im Gegensatz zu gewöhnlichen Brillen.
Der Sinn der Datenbrille soll es sein, viel einfacher Fotos aufnehmen zu können. Allerdings ist die Kamera deutlich schlechter als die in einem iPhone oder Samsung S4. Zudem soll es bei einem Gespräch weniger störend sein als ein Smartphone. Jedoch muss man um die Funktionen zu betätigen zu können gewisse Gesten machen oder auch nach oben zum Bildschirm blicken. Der Gegenüber merkt also auch da schon, dass man sich mit Google Glass beschäftigt.
Quelle: www.wuv.de

Quelle: www.wuv.de

Problem für die Privatsphäre?
Datenschützer sehen in der neuartigen Datenbrille weitreichende Konsequenzen. Die Brille sei in der Lage unauffällig die Umgebung des Nutzers aufzunehmen und alle Aufzeichnungen auf eigene Server zu übertragen. Smartphones ermöglichen es bislang überall Fotos zu machen und diese direkt hochzuladen. Das neue Gerät verstärkt dieses Phänomen um ein vielfaches. Personen in der Umgebung würden es wahrscheinlich nicht mehr mitbekommen, wenn man sie fotografiert.
 
Es stellt sich auch die Frage, ob Nicht-Brillenträger dieses IT-Gadget auf der Nase tragen möchten. Und auch die Brillenträger würden den Kauf dieser besonderen Datenbrille in Erwägung ziehen, wenn sie günstig zu bekommen wäre.
Ob Google Glass unter all diesen Voraussetzungen tatsächlich ein Erfolg wird, wagen wir und auch Experten daher eher zu bezweifeln.
 
 
 
 

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