Google I/O 2016: Virtual Reality, Android N, neuer Assistent und mehr

Das hat Google auf der Entwicklerkonferenz vorgestellt

Allgemein

Auf der Entwicklerkonferenz IO hat Google wieder eine Menge in petto gehabt und zeigt uns wieder einmal, wie breit das Unternehmen aufgestellt ist. Wir berichten über die Top-Neuerungen.

Google hat am 18. Mai seine jährliche I/O-Entwicklerkonferenz gehalten und auf ihr die Pläne des Unternehmens für das Jahr 2016 präsentiert. Wir fassen für euch zusammen:

Android N

Mit Android N implementiert Google einige neue Funktionen in sein mobiles Betriebssystem. Unter anderem: Ein Split-Screen-Modus nahtlose Updates und Verbesserungen der Akkulaufzeit. Das sind nur einige der neuen Features. Weitere Informationen zum noch namenslosen Android N (für gewöhnlich wird es nach einer Süßspeise benannt) findet ihr in unserem Android N-Artikel.

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Google Home

Mit Google Home liefert man eine Antwort auf Amazons Echo und versucht den Lebensraum des Menschen zu erobern: das Haus. Dieses Gadget sieht relativ unschuldig aus und könnte sogar als Deko durchgehen. Dabei handelt es sich um einen Lautsprecher, der mit dem ebenso vorgestellten Google-Assisten mit dem eindringlichen Namen „Google Assistant“ ausgestattet ist. Per Sprachbefehl lassen sich so diverse Aufgaben erledigen, wie z.B:

  • Google Fragen stellen
  • Musik streamen
  • Aufgaben erstellen (Wecker, Timer, etc.)
  • Kinotickets bestellen
  • Smart Home-Gadgets steuern

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Das weiße kegelähnliche Objekt lässt sich auch personalisieren, indem man die Unterseite austauschen kann. Auf der Oberseite sind vier farbige LEDs in den Google Farben zu sehen. Im Laufe des Jahres soll es erscheinen; ein genaues Datum und einen Preis nannte man nicht. Google will somit einfache Lautsprecher durch das smarte Gagdet ersetzen, das ständig zu hören. Alptraum oder willkommener Helfer?

Daydream als VR-Plattform

Mit Google Cardboard zeigte man, das Virtual Reality auch günstig und somit für jeden zugänglich sein kann. Google möchte mit Daydream einen Rahmen für die virtuelle Realität schaffen und veröffentlicht die passende Plattform. Zwar hat man auch ein Design vorgestellt, welches als Orientierung dienen soll, aber eine eigene VR-Brille ist nicht zu sehen. Dafür werden Google-Apps wie YouTube oder Street View gezeigt. Hier kann man nur sagen: Go Google! Eine universelle Plattform für Android-Geräte ist notwendig, um eine gewisse Struktur für die User zu schaffen.

2016-05-20

Google Assistant

Google Now wurde mit Android Jellybean vorgestellt und sollte nur der Anfang sein. Die mehr oder weniger hilfreichen Karten wurden mit dem Dienst Now on Tab erweitert und sollen von Google Assistent abgelöst werden. Dabei wird man mehr in Richtung persönlicher Assistent gehen als Cortana oder Siri. Immerhin hat man die geballte Macht der größten Suchmaschine hinter sich, sodass man vieles bewerkstelligen kann. Komplexere Aufgaben werden mithilfe einer Quasi-KI gelöst. Der Dienst wird personalisiert und stellt auch Fragen. Das Ganze wird dabei in die Google-App auf iOS und Android integriert. Auch die neue WhatsApp-Alternative Allo (dazu gleich mehr) oder Google Home werden mit Google Assistant ausgestattet, sodass man bald schon viel mehr mit Google anstellen kann.

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Allo und Duo

Was sich hinter diesen beiden Begriffen versteckt ist relativ simpel: Ein Messenger und eine Videotelefonie-App. Als Mehrwert wird der integrierte Google Assistant erwähnt. Dabei wird es nicht nur als Helfer genutzt, sondern lernt aus euren Konversationen und generiert mögliche Antworten, die ihr abschicken könnt. Im Sommer soll es erscheinen, verschlüsselt sein und für die beiden großen Betriebssystem iOS und Android verfügbar. Ob die Nutzer sich von WhatsApp, Telegram und Co. abwenden ist aber fraglich. Es geht weniger um den größeren Funktionsumfang, sondern eher darum wo sich mehr Kontakte befinden.

Mit Duo gesellt sich eine Videotelefonie-App in das App-Repertoire von Google. Aus dem Trailer sieht man, dass diese App relativ simpel aufgebaut ist und nicht mehr machen soll als Live-Videogespräche zu ermöglichen. Von der Funktionsweise erinnert sie mich ein wenig an die Videotelefonie von Snapchat. Man sieht eine Art Preview und kann das Videotelefonat annehmen oder ablehnen. Ob man hiermit wirklich erfolgreich wird, ist fraglich.

Android Instant Apps

Mit den Instant Apps von Google geht man einen Schritt weiter in Richtung „ich probiere eine App lieber aus, bevor ich sie installiere“. Im genauen Sinne wird man App-Funktionen durchführen können, ohne die App auf dem Smartphone zu haben. Als Beispiel wird von Google das Bezahlen an einer Parkuhr gezeigt, wo der entsprechende Teil der App einfach gestreamt wird. Es wird aber noch eine ganze Weile dauern, bis die Entwickler Instant Apps als Feature für Nutzer freischalten. Es würde viele Prozesse erleichtern und ebenso Zeit sparen.

Android Wear 2.0

Zwei Jahre nach der Vorstellung von Android Wear wird laut Google das größte Update für die Smartwatch-Plattform geliefert. Neben Designänderungen werden auch einige neue Features implementiert. Eines dieser Features ist beispielsweise die Anzeige von verschiedenen Infos in den Watchfaces, welche aus anderen Apps stammen. Auch das Kommunizieren wird einfacher, da man eine Tastatur implementiert, die schreiben per Handy, Swype oder normaler Eingabe unterstützt. Android Wear 2.0 wird Workouts automatisch starten können, sodass man ohne Befehl getrackt wird. Auch Apps, die ohne Smartphone funktionieren, werden möglich sein. Als Release-Datum peilt man den Herbst 2016 an, wobei aktuell schon auf die Developer Preview zugegriffen werden kann.

Fazit zur Google I/O 2016

Natürlich war das nicht alles zur Entwicklerkonferenz von Google. Es wurden beispielsweise auch Android-Apps für Chrome OS verkündet. Der Hauptaugenmerk liegt aber beim Google Assistant und den verknüpften Produkte. Google strengt sich mächtig an, um in Sachen künstlicher Intelligenz die Vormacht zu sein. Die Kunst dabei ist, die Kunden nicht abzuschrecken. Die Einführung wird denke ich in den nächsten Jahren weiterhin langsam vorschreiten, aber mit der Zeit immer mehr in unser tägliches Leben eingreifen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie Google sich weiter entwickeln wird. Wer hätte vor 15 Jahren gedacht, das eine Suchmaschine allein so viele Entwicklungen durchsetzt?

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Rifat Göktas vor 1 Jahr, 6 Monate.

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