Handy-Knigge – Benimmkurs für den Umgang mit dem Smartphone

Regeln für den Umgang mit Smartphones

Allgemein

Das Smartphone ist unser alltäglicher Begleiter und hilft uns in vielen Lebenssituationen. Doch auch im Umgang mit dem Handy gibt es ein paar Regeln zu beachten, um die Menschen in seinem Umfeld nicht zu stören. Wir erklären in unserem kleinen Benimmkurs wie ihr die gröbsten Fehler..

..vermeidet und auch mit dem Smartphone Etikette beweist.

Schon als Kind wurden uns Benimmregeln beigebracht (den meisten zumindest). Gegessen wird mit Messer und Gabel, zur Begrüßung gibt man die Hand und auch Pünktlichkeit zählt hierzulande noch als große Tugend. Doch wie man sich bei der Nutzung von Handys in der Öffentlichkeit verhält und seinen Gesprächspartner korrekt behandelt wurde meist nicht erzogen, was vor allem daran liegen mag, dass zu Kinderzeiten der meisten von uns es noch gar keine Handys, geschweige denn Smartphones gab. Dies macht sich immer wieder bemerkbar. Handys bieten großes Potential sein Umfeld zu nerven. Wir erklären wie man die größten Fauxpas vermeidet und sich bei der Nutzung der Technik Knigge konform verhält.

Über Lautsprecher Musik hören oder Games spielen

Der wahrscheinlich bekannteste Fehltritt dürfte den meisten all zu bekannt sein. Immer wieder trifft man auf diese Störenfriede. Ob im Bus, in der Bahn oder sonst wo. Laute Musik aus dem Handy nervt immer. Gerade in der Fülle eines Busses, wo die Flucht unmöglich ist, kann einem laute, aus blechernen Boxen schallende Musik, die letzten Nerven rauben. Auch Handyspiele wie Candycrush oder ähnliches sind extrem anstrengend mit ihren oftmals überdrehten Soundeffekten. Hier ganz klar die Regel: Ton aus oder über Kopfhörer vorausgesetzt deine Mitmenschen werden nicht weiterhin von deinem Sound beschallt. Selbiges gilt natürlich für Klingel- und SMS-töne. Diese sollten prinzipiell komplett deaktiviert und durch einen Vibrationsalarm ersetzt werden.

Telefonate in der ÖffentlichkeitAufkleber: Handyverbot

Telefonieren in der Öffentlichkeit sollte man erst dann, wenn sicher ist, dass keine Mitmenschen belästigt werden. Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln kann dies aber schnell der Fall sein. Was ich gestern zum Frühstück gegessen hatte und wie es Lasso geht dürfte bei meinen Mitfahrern eher keine Euphorie auslösen, daher sollten Gespräche auf engem Raum mit vielen Menschen meist ganz vermieden werden. Sollte es sich um einen dringenden Anruf handeln, so ist dennoch auf die Gesprächslautstärke zu achten. Das ich mein Handy dabei nicht auf Lautsprecher schalte, wird wohl für die meisten selbstverständlich sein, jedoch habe ich eben genau dies schon oft genug miterlebt. Die deutsche Bahn geht sogar so weit, dass es inzwischen extra Abteile für Telefonierer und handyfreie Abteile gibt.

Smartphone beim Laufen

Da es Vielen anscheinend immer schwerer fällt ein paar Minuten ohne ein Blick auf ihr Handy zu verbringen, sieht man inzwischen immer häufiger Menschen mit dem Handy in der Hand durch die Gegend laufen. Klar, dass es hier häufiger zu Kollisionen kommt. In manchen Städten Chinas wurde genau für solche Leute erst kürzlich sogar extra Fußwege eingerichtet. Kein Scherz!

China Cellphone Lane

Damit es hier in Deutschland nicht ganz so weit kommt, appelliere ich aber an den gesunden Menschenverstand und empfehle einfach das Handy beim Laufen oder Fahrrad fahren in der Tasche zu lassen. Erstens ist das natürlich sicherer und zweitens kommt man so auch schneller ans Ziel.

Reale Kontakte haben Vorrang

Nichts ist unhöflicher als bei persönlichen Treffen mit Freunden oder Geschäftspartner andauernd auf sein Handy zu schielen, um eventuelle neue eingegangen Nachrichten zu inspizieren. Dies vermittelt starkes Desinteresse an seinem Gesprächspartner und sollte absolut vermieden werden. Dasselbe gilt für Anrufe, die nur in sehr dringenden Fällen getätigt werden sollten. Auch in größeren Gruppen gilt Handyentzug. Die persönliche Kommunikation hat Vorrang. Heutzutage erlebt man immer häufiger Runden voller Zombie gleicher Wesen, die alle nur vor ihrem Smartphone hängen. Eskaliert die Sache und es findet quasi kein reelles Gespräch mehr statt, so dürfte die drastische Einführung eines Handystapels als Lösung dienen. Nach anfänglichen Protesten werden die Vorzüge von echten Gesprächen wieder bemerkbar.

Kein Dauerfilmen bei Konzerten

Ein Foto von seinem Lieblingsstar bei seinem Auftritt zu machen sollte ja keinem verwehrt bleiben, doch dabei belassen es die meisten leider nicht.  Immer mehr Menschen halten es für angebracht den gesamten Auftritt des Künstlers auf Video festzuhalten. Ein regelrechtes Meer aus Handys ist inzwischen häufiger auf großen Konzerten zu beobachten. Viele der Besucher sehen das Konzert nur noch durch ihr Handydisplay. Hier sollte ruhig lieber der Moment genoßen werden, dann ist die Errinerung im Kopf auch gleich viel schöner. Das meist hochkant aufgenommenende Video mit blechender Audiospur, das sich sowie nie wieder jemand anschaut hätte, wird damit überflüssig.

Kommunikationsregeln beim Chatten

Auch in der virtuellen Welt gibt es einige Regeln der Höflichkeit zu beachten. Im Gegensatz zu Email geht es bei Kurznachrichten bei WhatsApp oder auch auf Facebook meist ein wenig lockerer zu. Dennoch spricht nichts gegen eine kurze Begrüßung. Auch auf die Rechtschreibung sollte geachtet werden. Eventuelle Autokorrekturfehler sollten vor dem abschicken korrigiert werden. Anders herum sollte nicht auf Rechtschreibfehlers meines Gesprächspartners hingewiesen werden.

Vor dem Abschicken nocheinmal durchlesen erspart eine Menge Ärger! (Foto: autocompletefail.de)

Vor dem Abschicken nocheinmal durchlesen erspart eine Menge Ärger! (Foto: autocompletefail.de)

Als arg unhöflich gilt fast immer nicht auf die Nachrichten eines Kontaktes zu antworten. Mit „Oh hab ich gar nicht gesehen“ kommt man da auch nicht weit, da es erstens bei den meisten Messengern heutzutage eine Form von Lesebestätigung gibt und zweitens in Zeiten des dauerhaften Onlinelebens diese Ausrede sehr schwach klingt. Generell muss natürlich nicht in jedem Fall sofort geantwortet werden, zu lange sollte aber auch nicht gewartet werden. Lieber nur eine kurze Antwort anstatt komplette Ignoranz ist hier die Regel.

Andere „No-Gos“ bei Kurnachrichten sind natürlich das Beenden einer Beziehung.  Hier wenn ein persönliches Treffen nicht gewünscht oder möglich ist ein Anruf bevorzugt werden. Ebenfalls ein Faux-pas sind Kondolenzen per Nachricht zu übermitteln. Auch hier ist ein Anruf empfehlenswerter. In der Not darf auch auf eine Karte zurück gegriffen werden.

Fazit

Wie ihr seht ist gutes Benehmen beim Umgang eigentlich überhaupt nicht schwer und vieles von dem erwähnten sollte eigentlich als selbstverständlich gelten. Noch einmal resümiert: Generell gelten die gleichen Regeln beim Umgang mit dem Smartphone wie sonst auch, hier heißt es vor allem Rücksicht. Außerdem zu beachten ist, dass die Menschen in deinem akuten Umfeld immer Vorrang haben. Beachtet man diese paar Regeln lässt sich ein großer Teil von Fettnäpfchen vermeiden.

Handyknigge

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