Iconia Tab A110 und A210, Iconia W510, W700: Acer zeigt Budget- und Windows 8-Tablets auf der Computex

Acer

Acer W510; Quelle: Acer

Acer gibt auf dem Tablet-Markt weiter Gas und stellt auf der Computex gleich vier Geräte vor, wobei die Iconia Tabs und die W-Modelle mit Windows 8 auf sehr unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtet sind. Das W510 will mit Tastaturdock den Asus Tablets Konkurrenz machen.

Wer im Tablet-Bezeichnungsdschungel manchmal den Überblick verliert, dem sei mal eben das ausgeklügelte Namensgebungssystem der Acer-Flachcomputer erklärt. Der Anfangsbuchstabe steht für das Betriebssystem, so läuft die Iconia Tab A-Serie mit Google Android, die W-Serie mit Windows. Die erste Ziffer legt in gewisser Weise die Geräteklasse fest: während sich die A1XX und A2XX-Serien an Einsteiger richten, ist die A5XX-Reihe so etwas wie die obere Mittelklasse der Tablets. Die W5XX-Reihe ist schon Oberklasse, während die jeweiligen (noch nicht erschienenen) 7XX-Tablets absolute Spitzenmodelle sind. Die zweite Ziffer legt dann die Version fest, so steht die X0X für das erste Tablet dieser Reihe, X1X für das zweite etc., siehe A200 und A210. Die dritte Zahl ist dann für die Variante aufgehoben, sprich ob das Gerät mit (XX1) oder ohne (XX0) UMTS auf den Markt kommt (siehe A500

Acer A110; Quelle: The Verge

und A501). Capiche?

Dann kann’s ja losgehen mit der eigentlichen News. Acer hat nämlich vier neue Iconias auf der Computex in Taiwan im Gepäck, zwei Android

4.0- und zwei Windows 8-Geräte. Zunächst zu den „A“s.

A110: Quad-Core-Tablet zum Kampfpreis?

Die Iconia Tab A110 und A210-Tablets sind die Nachfolger für – eben aufgepasst? – genau, das A100 und A200. Das A110 ist ein 11,4 mm dickes 7-Zoll-Tablet, dessen Display wie beim Vorgänger mit 1024 x 600 Pixeln auflöst, der große Bruder A210 kommt (ebenfalls wie das A200) mit 10,1 Zoll-Display mit 1280 x 800 Pixeln Auflösung. In beiden Geräten verrichtet nun ein 1,2 GHz-Tegra-3-Quad-Core-Prozessor sein Werk, zuvor war noch ein 1 GHz-Dual-Core-Chip verbaut. Der Arbeitsspeicher beträgt jeweils weiter 1 GB RAM, das Andriod-OS läuft nun in der Version 4.0.4 Ice Cream Sandwich auf den Tablets.

Acer A210; Quelle: The Verge

Der interne Speicher beträgt beim A110 8, beim A210 wahlweise 8 oder 16 GB und kann bei beiden Modellen extern per MicroSD um 32 GB erweitert werden. Letzteres erscheint optional mit UMTS und bietet einen vollwertigen USB-Anschluss, das A110 dagegen HDMI und Dual-Display-Unterstützung. Während für das A210 noch kein Preis feststeht, dürfte es beim A110 eine Überraschung geben: So hat The Verge im Gespräch mit einem Acer-Mitarbeiter erfahren, dass das Gerät für unter 200 US-Dollar auf den Markt kommen soll. Selbst wenn der Preis hierzulande 1:1 auf den Euro übertragen wird, wäre das auf jeden Fall ein Kampfpreis, der das Tablet für viele Kunden interessant machen könnte.

W510 und W700: Angriff auf Asus

Das Acer W510 im "Productivity Modus"; Quelle: Acer

Während Asus gleich mit einer ganzen Flotte an Windows 8-Tablets bzw. Convertibles angereist ist, möchte Acer auch ein wenig mitreden und stellt seine Trümpfe W510 und W700 auf der Computex vor. Vor allem beim ersten Modell haben sich die Taiwaner bei ihren Landesbrüdern aber einiges abgekuckt.

So kommt das W510 wie die Asus Transformer-Tablets mit einer andockbaren Tastatur, die das Gerät im Handumdrehen zum Ultrabook macht. Das 10,1 Zoll-Display kommt mit einer Auflösung von 1366 x 768 Pixel und IPS-Technologie, die für gute Betrachtungswinkel und natürliche Farben sorgt. Das Tablet lässt sich auf zwei Arten an die Tastatur andocken: So kann man es im „Productivity Modus“ als Notebook-Bildschirm verwenden, im „Präsentationsmodus“ dreht man das Display einmal um 295 Grad und kann so dem Gegenüber die Ergebnisse zu präsentieren. Beim Asus Taichi ist sogar beides zugleich möglich, da dieses Gerät über zwei Displays verfügt. Dank des Tastatur-Docks des W510 steigert sich die Akkulaufzeit von 9 auf 18 Stunden. Als Betriebssystem läuft Windows 8, ansonsten ist nur bekannt, dass Micro-USB, HDMI und ein Micro-SIM-Slot zu den Anschlüssen gehören. Über das Tastatur-Dock gibt’s noch einen vollwertigen USB 2.0-Anschluss. Hier ein Hands-On-Video von The Verge:

Acer W700; Quelle: Acer

Das W700 ist derweil das Flaggschiff, auch wenn das Tastaturfeature, etwas unverständlich für mich, fehlt. Das 11,6 Zoll-IPS-Display löst mit FullHD (1920 x 1080 Pixel) auf, die Akkulaufzeit liegt bei acht Stunden und an Schnittstellen sind USB 3.0, HDMI, Thunderbolt und MicroSD an Bord. Als Special gibt’s ein Desktop-Dock, in welches man das Tablet im Hoch- oder Querformat stecken kann und dabei von 20 bis 70 Grad abwinkeln kann. Das war’s auch schon mit den bisher bekannten Specs.

Während bisher noch weder Erscheinungstermin noch Preise für die Windows 8-Tablets bekannt sind, berichtet The Verge von vermutlichen Preisen zwischen 599 bis 799 Euro für das W510.

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