Schock für alle Apple-Jünger: Steve Jobs, der charismatische Apple-Chef, gibt das Zepter ab. Unter seiner Ära wurde Apple zur Kultmarke und die Firma zum wertvollsten Unternehmen der Welt. Sein Nachfolger wird Tim Cook, der Jobs bereits mehrmals vertreten hatte. Außerdem: Das iPhone 4 wird es bald in einer Billig-Version geben.

Mitten in den wohl letzten Wochen bis zur mit Spannung erwarteten Veröffentlichung des iPhone 5 und mitten in einer Zeit, in welcher Apple auch per Patentklagen seinen Konkurrenten immer wieder die lange Nase zeigt, erschüttert die Nachricht um den Rücktritt von Firmenoberhaupt Steve Jobs die Apple-Gemeinde. “Ich habe immer gesagt, wenn der Tag kommt, an dem ich meinen Pflichten und Erwartungen als Vorstandschef von Apple nicht länger gerecht werden kann, werde ich der erste sein, der das mitteilt. Leider ist dieser Tag jetzt gekommen.” So beginnt der knappe Rücktrittsbrief von Steve Jobs an den Verwaltungsrat und die Apple-Community. Während er in der Mitteilung Tim Cook zu seinem Nachfolger kürt, erklärt Jobs weiter, er wolle künftig als “Chairman of the Board”, Chef des Aufsichtsrats, bei Apple arbeiten.
Immer wieder wurde über einen Rücktritt Jobs’ spekuliert, zuletzt hatte er sich im Januar dieses Jahres eine vorübergehende Auszeit genommen, um sich mehr seiner Gesundheit widmen zu können. 2004 war Jobs an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, 2009 musste er sich einer Lebertransplantation unterziehen. Steve Jobs konnte mit Apple große Verkaufserfolge feiern, besonders mit dem iPod & iTunes, iPhone und iPad hatte die Firma unter seiner Leitung immer eine Vorreiterrolle eingenommen, sei es bei MP3-Playern und dem Musikmarkt, Consumer-Smartphones oder Tablets. Apple gilt seit kurzem als wertvollstes Unternehmen der Welt, noch vor Ölmulti Exxon.
Wie geht’s mit Apple weiter?
Sicher ist bereits, dass Timothy Cook der künftige Apple-Anführer wird, der Jobs bereits zuvor mehrmals vertreten hatte, als dieser sich krankheitsbedingte Auszeiten genommen hatte. In einer Pressemitteilung von Apple hieß es heute: “Der Verwaltungsrat hat vollständiges Vertrauen, dass Tim die richtige Person ist, um unser nächster CEO zu sein“. Fraglich ist sicher, ob der weitaus weniger charismatische Cook jemals den Status des “iGod”, wie die Apple-Jünger Steve Jobs nennen, erreichen und den Hype allein rund um Apple-Produktveröffentlichungen so aufrechterhalten kann wie sein Vorgänger. Ihm werden dennoch hervorragende Manager-Fähigkeiten und ein besonders effizienzorientiertes Arbeiten bescheinigt. Die Börsianer sind allerdings nicht sehr überzeugt von dem Machtwechsel, so verlor die Apple-Aktie in New York nachbörslich erstmal sieben Prozent, in Frankfurt 6,3 Prozent. Viele Anleger verkauften schnell, da sie den Konzern herabgewertet sehen, nach dem Motto “Apple ohne Steve Jobs ist nicht mehr die gleiche Firma.”
iPhone 4 bald als Sparversion erhältlich
Unabhängig vom iGod-Ende will Apple auf die Bedürfnisse von Smartphonenutzern mit schmaler Geldbörse reagieren und entwickelt derzeit eine Billigvariante des iPhone 4. Reuters erklärte in Bezug auf eine Insider-Information, dass das Billig-iPhone mit acht statt wie bei den gewöhnlichen iPhones mit 16 oder 32 Gigabyte internem Speicher ausgestattet sein wird, und dass der Speicher von einem koreanischen Unternehmen geliefert wird. Apple-Zulieferer in Asien hätten mit der Produktion der Billig-iPhones bereits begonnen. Das Gerät könnte schon in den nächsten Wochen auf den Markt kommen.
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