Übertragungstechnologie „Kiss“ setzt neue Standards in Geschwindigkeit

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Das Unternehmen Keyssa arbeitet seit einiger Zeit an einer neuen Technologie zur kabellosen Datenübertragung und hat diese nun vorgestellt. Mithilfe von „Kiss“ lassen sich riesige Dateien innerhalb von nur Sekunden übertragen. Kabel adé lautet die Botschaft des Unternehmens.

Aktuelle Smartphones, Tablets und Laptops werden derzeit immer dünner, bisher war ihnen aber immer eine Grenze gesetzt. Dünner als die geläufigen USB-Anschlüsse konnte ein Gerät nie werden. Doch auch das soll nun fortan möglich sein. Die „Kiss“ – Übertragungstechnologie des Unternehmens Keyssa ist deutlich dünner als normale Steckerbuchsen und Anschlüsse und dazu auch noch schneller als die Meisten.

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An Kiosken wie diesen sollen sich Filme kaufen und dann innerhalb von Sekunden aufs Handy übertragen lassen

Ein Full-HD-Spielfilm brauchte normalerweise bis zu 5 Minuten um von einem USB-Stick auf ein Gerät gezogen zu werden. Der Entwicklungschef von Keyssa Almgren demonstrierte seine Technologie mit dem Spielfilm „Avatar“. Innerhalb von 5 Sekunden befand sich der komplette Film auf dem Gerät. Mit bis zu ganzen 5 Gigabytes pro Sekunde sollen Dateien übertragen werden können. Das ist fast 5-fach schneller als eine WLAN-Übertragung. Um den Vorgang zu starten müssen die zwei Geräte beide mit „Kiss“ ausgestattet sein und wenige Zentimeter nebeneinander gehalten werden. Mithilfe von hochfrequenten, aber ungefährlichen Radiowellen werden nun, ähnlich wie bei der NFC (Near Field Connection ~ 400 kbit/s), die zum Beispiel beim Apple Pay zum Einsatz kommt, Daten zwischen den Geräten ausgetauscht.
 

Damit lässt es nicht nur ältere Technologien weit hinter sich, sondern macht auch Kabel beinahe überflüssig. Vorausgesetzt Bluetooth und ein Induktionsladegerät sind ebenfalls an Board, wäre überhaupt kein Anschluss mehr benötigt. Das würde erstens die Geräte wesentlich schlanker werden lassen, aber auch das Gerät komplett verschließen und so leichter wasserdicht machen.

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Das US-amerikanische Unternehmen findet seine Ursprünge 2009. Der Elektrotechniker Frank Chang traf auf den Chip-Hersteller Gary McCormack. Beide störten sich an den zahlreichen Steckern und Stöpseln und wollten diese endlich abschaffen. Seit nun 5 Jahren arbeitet das Unternehmen mit inzwischen 40 Mitarbeitern an dem Projekt. Finanziert wird das Vorhaben ebenfalls von Samsung und Intel mit über 47 Millionen US-Dollar.

Schon im nächsten Jahr erwartet Almgren, dass die ersten Geräte mit der Kiss-Technologie auf den Markt kommen. Welche das seinen werden und um welche Hersteller es sich handelt verriet er jedoch nicht.

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