#LVLUP – das offizielle Recap

Oder: warum ich gerne Nerd bin.

Allgemein
lvl-up-recap

Am 31.03.2015 haben wir von 7mobile eine Reihe Blogger und Speaker eingeladen, um sich über aktuelle Gaming Trends und vor allem auch über Virtual Reality (VR) auszutauschen. Was dabei rausgekommen ist, lest ihr hier.

DSC04832Es war ein langer Tag, es war ein spannender Tag – gestern war es endlich soweit: LVL UP in Hamburg. Nachdem ich am Montag noch ein echt gutes Gefühl hatte, war ich den ganzen Dienstag extrem nervös, könnte ja alles schief gehen. – Sollte es aber nicht, denn entgegen aller böser Vorahnung lief das Event noch viel besser als erwartet.
Eine meiner größten Sorgen: Orkantief Niklas. Aber zu meiner Überraschung konnten sogar Wind, Hagel und teilweise auch mal ein bisschen Schnee keinen der Teilnehmer und Speaker daran hindern zum Event zu kommen. Eher das Gegenteil war der Fall: statt der von uns erwarteten ca. 25 Leute waren wir am Ende sogar über 40! Ich muss euch sagen, ich war nicht nur überrascht sondern auch echt stolz, dass wir etwas so Interessantes auf die Beine gestellt haben! Natürlich waren unsere Kapazitäten für 25 Leute geplant, aber der zusammengewürfelte Mix aus Stühlen und das Aufstocken des Essens mit bestellter Pizza gaben dem ganzen genau den richtigen Charme.

Offizielles Programm: Einblicke in die Welt von VR und Spieleentwicklung

DSC04793Mit ein bisschen Verspätung ging es dann um 16:20 endlich los. Moderator Gregor, seines Zeichens Journalist und Enthusiast, begrüßte alle ohne Schirm, mit Charme, aber ohne Melone, und gab dann das Wort an den Gründer und Inhaber von 7mobile.de Thorsten Piontek weiter, der auch noch ein paar Worte an uns richtete. Derweil fingen wir auch an, das Event auf Meerkat live zu streamen – inklusive Selfie-Stick.
Wie so ziemlich jeder andere hat auch 7mobile.de mal klein angefangen: als kleine Geldquelle neben Thorstens Studium aus seinem Studentenzimmer. Er verkaufte einfach Handyverträge an jeden seiner Bekannten – 2001 kam er dann auf die Idee, das Ganze online aufzuziehen. Fast Forward fast 15 Jahre später: hier bin ich nun und schreibe über ein Event, dass vor allem auch eine Plattform für kleine und frische Start-Ups in der Szene sein sollte.

Daniel Korgel: eine kleine Zeitreise durch die wunderbare Welt der Virtual Reality

DSC04817Als ersten Speaker hatten wir Daniel Korgel eingeladen, Betreiber des VR-Blogs Bloculus, selbstständiger Spieleentwickler und vor allem VR-Enthusiast. Sein Vortrag war der perfekte Einstieg, Leuten wie mir, die sich mit dem Thema VR noch nicht so gut auskennen, einen Überblick über das Thema und die Entwicklung und Virtual Reality zu geben.
Und die ist ganz schön interessant: VR war zunächst einmal einfach nur eine Idee aus der Science Fiction Literatur, die man schon ca. 1935 zum ersten Mal finden konnte – 80 Jahre ist das jetzt her. Umso überraschender war die Entwicklung bzw. Erfindung des ersten HMD (Headmounted Display) in den frühen 60ern. Das sogenannte „Damoklesschwert“ war so schwer, dass es mit einer Stange in der Decke angebracht war und der Proband quasi unter dem Schwert hing.
Das Gewicht sollte ein Problem bleiben: auch die Geräte aus den 80ern und 90ern waren größtenteils zu schwer, um ohne Hilfen, wie z.B. Gegengewichte auszukommen. Auch die Auflösung war nach wie vor nicht sehr gut – trotzdem gab es in den 90ern einen richtigen VR-Boom und einen Wettlauf der Entwickler, das Konzept zu den Endkonsumenten zu bringen – was kläglich scheitern sollte. Anfang der 2000er platzte die Virtual Reality Blase endgültig… oder doch nicht?
Unabhängig von VR entwickelte sich die Technik ungemein zu Gunsten der Anforderungen von nutzbaren Geräten weiter. Der in 2007 aufkommende Smartphone-Boom beschleunigte die Entstehung immer kleinerer, leistungsstärkerer Displays, Prozessoren und Grafikchips, in Zusammenhang mit der Entwicklung von Sensoren aller Art. Also alles das, was wir heute auch in den VR-Brillen finden. Daniels Einschätzung? Virtual Reality wird schon sehr bald Einzug in unseren Alltag halten.

Christian Oeing von Slash Games über Hamburg als Gaming Standort und die hiesige Indie Game Szene

DSC04750Christian war sozusagen als Sprecher der Indie Gamer Szene beim LVL UP. Er gab uns ein paar Antworten auf die Fragen, was ein Indie Game Developer so ist, was er so macht und wie sich die Szene so gestaltet. Er selbst versucht aktiv, verschiedene Entwickler immer mehr miteinander zu vernetzen und zu diesem Zweck auch eigene Strukturen aufzubauen.
Das Leben als Indie Game Developer ist nicht unbedingt leicht, denn um sich über Wasser zu halten braucht man vor allem natürlich Geld. Und das gibt es nur aus Aufträgen, sodass das eigentliche Projekt vielleicht auch mal liegenbleibt.
Dennoch sind und bleiben Game Devs vor allem in der Szene, weil es dort um ihre Herzensprojekte geht. Um diese Vielfalt zu erhalten, hat Christian verschiedene Ideen. Er ist Teil von verschiedenen Orga-Teams für Indie Game Events – vor allem hier in Hamburg. Aber er hatte auch ein anderes Anliegen: bessere Kommunikation mit Bloggern, genau solchen, wie sie gerade vor ihm saßen.
Wir alle wissen, das Blogger inzwischen enormen Einfluss auf bestimmte Zielgruppen haben können, was sich auch viele Firmen zu Nutze machen, in dem sie Goodies und Vorab-Previews etc. zur Verfügung stellen, das Ganze gestützt von einem ansehnlichen Marketingbudget. Gerade das können Indie Entwickler nicht, da die begrenzten Ressourcen nahezu ausschließlich in das Spiel selbst fließen. Genau deshalb sind Eventts wie unseres und eben die von ihm organisierten Christian besonders wichtig, denn sie bieten eine Gelegenheit zum Austausch. Also: alle Mann in Kommunikationsbereitschaft!

Lucid Trips: Virtual Reality als Experiment bei den VR-Nerds

DSC04854Nach einer kurzen Pause war dann Sara dran: jung, quirlig und ambitioniert. Sie ist Teil der VR-Nerds, ein Kollektiv aus Entwicklern, die sich Virtual Reality Spielen verschrieben haben. Gemeinsam haben sie das Spiel oder viel mehr die Erfahrung „Lucid Trips“ geschrieben. Es ist eines der ersten Experimente, das über die reine 360° Sicht hinaus geht, und mit bereits vorhandener Hardware, wie den Playstation Move Controllern und der Oculus Rift Dk1, den Einblick in eine neue Welt gewährt.
Der Name Lucid Trips kommt vom luziden Träumen, also dem bewussten Träumen, in denen man Herr seiner Sinne ist. Im Spiel hat man die Möglichkeit sich auf neuen Planeten zu bewegen, ob laufend oder im Flug, gesteuert allein durch Arme und Hände. Jeder Planet ist anders und jeder Planet ist ein Kunstwerk in sich. Ich durfte später mal das Spiel ausprobieren und obwohl mir leider relativ schnell schlecht wurde, war es eine tolle, neue Erfahrung. Im Moment arbeiten die VR-Nerds an einer Art Aufliege-Pad-Stuhl, mit dem die Flugerfahrung noch realistischer werden soll – wir dürfen gespannt sein!

Panel-Diskussion und die Vorstellung der Samsung Gear VR

DSC04883Als letzte Programmpunkte hatten wir einerseits die kurze Vorstellung der neuen Samsung Gear VR 2, der derzeit einzigen wirklichen VR-Brille für Endkonsumenten, die frei erhältlich ist. Philipp Schlegel von Samsung war mit seinen Kollegen extra aus Frankfurt angereist, um uns das Gerät zu präsentieren. Ob sich das gelohnt hat? Auf jeden Fall! Auch als Apple und iPhone-Nutzer bin ich hellauf begeistert von der Technik: die Auflösung ist phänomenal.

Danach folgte dann der krönende Abschluss des offiziellen Teils: unsere Panel-Diskussion geleitet von Moderator Gregor. Natürlich ging es auch hier um Virtual Reality.
Vor allem über Chancen und Risiken der Technologie und Anwendung wurde diskutiert. Ich persönlich finde es unglaublich interessant, wenn sich mehrere Experten über ein Thema unterhalten, da man selbst dadurch völlig neue Denkansätze aufnimmt und viel tiefere Einblicke gewinnt, als wenn man mal einen Wikipedia-Artikel liest.
Besonders die gesundheitlichen Gefahren, sowohl physisch als auch psychisch, waren lange Thema. Wie lassen sich Altersbeschränkungen auf VR anwenden, wenn man in einem Spiel vielleicht nichts Gefährliches macht, aber der psychische Druck durch die erweiterte Wahrnehmung zu groß und zu real wird? Wie geht man mit Krankheiten wie Epilepsie um? Wie kann man das große Problem Motion Sickness fast gänzlich verhindern? Was ist mit Laufen – was muss ein Tracker/Sensor können, damit man endlich frei laufen kann und gleichzeitig die Hände benutzen kann? Welche anderen Anwendungsbereiche außerhalb des Gaming gibt es für VR?
Auf alle diese Fragen gibt es (noch) keine Antworten und wenn, sind sie derzeit noch reine Spekulation oder experimentell und Meinungsäußerung. Und dennoch, oder gerade deswegen, finde ich es spannend, sie zu stellen und darüber nachzudenken.

Der inoffizielle Teil und mein Fazit

DSC04895Nachdem wir mit den Vorträgen durch waren, ging es zum spaßigen Teil des Abends über: das Testen verschiedener Hardware und Spiele, sowie, natürlich, das Essen. Von dem wir übrigens aufgrund der ca. 30% mehr Leute natürlich erstmal zu wenig hatten – also haben wir kurzerhand ein paar Pizzen organisiert.
Jeder hatte dann die Möglichkeit, sich an den einzelnen Stationen zu beschäftigen und auszuprobieren. Samsung hatte ausreichend Testgeräte in Form von den neuen Samsung Galaxy S6 und S6 Edge und der Gear VR 2 mitgebracht, auf der man entweder Spiele oder auch „einfache“ Reisen ausprobieren konnte. Die VR-Nerds hatten eine Art Demo von Lucid Trips mitgebracht, die jeder einmal spielen durfte. Die Jungs von Gameforge hatten ihr neues, noch unveröffentlichtes Spiel Sigils zum gegeneinander Antreten auf iPads mit dabei. Und als kleines Entertainment-Highlight hatten wir auch Daniel und Georgie vom Adventure Team eingeladen. Die beiden bauen gerade nach und nach eine Live-Escape Spielwelt in der Hamburger Innenstadt auf und hatten extra für uns eine kurz Variante ausgetüftelt, die wir kurzerhand zum Contest umfunktioniert haben: das Team, dass das Rätsel am schnellsten löst, ist Gewinner (der Ehre).
Zusammengefasst eine Menge Spaß und Action!

Die Atmosphäre war die ganze Zeit über entspannt, gemütlich und locker. Und genau deswegen hat mir das Event so gut gefallen und deshalb bin ich auch so stolz, es zusammen mit Julian organisiert zu haben. Ich hatte das Gefühl, mit einer Bande netter Freunde zusammenzusitzen – nichts war steif oder seltsam.
Auch wenn ich kein echter Gamer bin, bin ich froh ein Teil dieser Gemeinde und diesem Teil unserer (Internet-)Kultur zu sein. Denn keiner machte einen eingebildeten, arroganten Eindruck, als ob er zu gut für die Veranstaltung wäre. Keiner wurde ausgeschlossen und alle hatten Spaß. Die Stimmung war so ziemlich perfekt. Ich bin überwältigt vom allgemeinen Zuspruch zum Event und ernsthaft gerührt, dass sich viele der Teilnehmer aufrichtig für die Einladung bedankt haben, allein das war es wert.
Deswegen möchte ich mich hier noch mal bei allen Teilnehmern, Helfern und Sponsoren bedanken, dass das Ganze so ein Erfolg geworden ist! Ich hoffe ihr hattet alle so viel Spaß wie ich – wir sehen uns nächstes Jahr hoffentlich alle (und mehr) wieder!

Wer noch mehr Fotos und Eindrücke vom Event sehen möchte, klicke auf folgenden Link zu unserem Flickr-Album:
https://www.flickr.com/photos/131522144@N03/sets/72157651283578848/

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Dieses Thema enthält 0 Antworten, hat 1 Stimme, und wurde zuletzt vor vor 1 Jahr, 8 Monaten von   Maja Mose aktualisiert.

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