Motorola RAZR i: Außen RAZR, innen Intel

Google Android

Quelle: Motorola

Das Motorola RAZR i ist dem Vorjahres-RAZR sehr ähnlich, doch ein neuer Intel-Prozessor macht das Smartphone zu einem Dauerläufer. Top ist auch der Preis des Smartphones.

Intel drängt auf den Smartphone-Markt: Nach dem ZTE Grand X IN, welches auf der IFA in Berlin Premiere feierte, ist das Motorola RAZR i das zweite Smartphone, das von einem Medfield-Atom-Chip mit x86-Architektur angetrieben wird. Im Gegensatz zum Z2460 des Grand X IN taktet der Z2480-Single-Core-Prozessor des RAZR i aber mit bis zu 2,0 GHz. Allerdings wird diese Taktrate nur „im Notfall“ ausgereizt, um Strom zu sparen läuft das Gerät normalerweise mit nur 600 MHz. So ermöglicht der 2.000 mAh-Akku tolle Laufzeiten von durchschnittlich rund 20 Stunden.

Die weiteren Specs sind denen des ersten RAZR, zu welchem Motorola vor kurzem auch den Nachfolger RAZR HD vorgestellt hat, recht ähnlich. So löst das 4,3 Zoll große, GorillaGlas 2-geschützte SuperAMOLED-Display mit 960 x 540 Pixeln auf, wobei der Bildschirm zu den Seiten fast randlos in das Gehäuse eingepasst wurde, was eine besonders kompakte Bauweise möglich macht. Wie seine Schwestermodelle verfügt auch das RAZR i  über eine Kevlarfaser-verstärkte Rückseite mit wasserabweisender Nano-Beschichtung. Die Tiefe beträgt schlanke 8,3 mm, auf die Waage bringt das Gerät 126 Gramm.

Apps werden mit Emulator zum Laufen gebracht

Quelle: Motorola

Der Intel-Prozessor bekommt von einem 1 GB großen Arbeitsspeicher Unterstützung, der interne Speicher ist 8 GB groß und kann extern per MicroSD erweitert werden. Als Betriebssystem läuft Android in der Version 4.0 Ice Cream Sandwich, ein Update auf Jelly Bean ist angekündigt. Das Android-OS wurde speziell angepasst, damit es reibungslos mit dem Intel-Prozessor läuft. Das gilt aber nicht für alle Apps, so läuft Googles Chrome-Browser noch nicht, was aber bis Oktober behoben werden soll. Damit die anderen Anwendungen funktionieren, startet ein Emulator automatisch und simuliert eine ARM-Umgebung.

Der Kamera soll der Prozessor zugute kommen: In weniger als einer Sekunde ist die rückseitig verbaute 8-Megapixel-Knipse einsatzfähig. Sie schafft dazu laut Motorola 10 Fotos in weniger als einer Sekunde. Videos werden in FullHD-

Quelle: Motorola

Qualität aufgenommen. Außerdem kommt eine VGA-Frontkamera zum Einsatz. An Standards sind A-GPS, Bluetooth 4.0 Wlan, DLNA und MicroUSB mit HDMI-per-MHL-Adapterfähigkeit an Bord, dank NFC lassen sich Inhalte mit einem anderen NFC-Smartphone durch einfaches Berühren („Android Beam“) austauschen.

Schnäppchen mit einer Schwäche

Ein weiteres Schmankerl des RAZR i ist schließlich der Preis: Das Oberklasse-Smartphone geht ab Mitte Oktober für eine UVP von 399€ über den Ladentisch. Doch ob das reicht, um zum Verkaufsschlager zu werden, ist fraglich. Vielmehr müssen die ersten Tests zeigen, wie sich der Intel-Prozessor in der Praxis schlägt. In einem ersten Kurztest von Chip.de machte er beim Surfen und der Bedienung der Android-Plattform eine gute Figur, bei grafikintensiven Spielen hatte er aber dann seine Probleme. Wem Highend-Grafik bei Games aber nicht so wichtig ist, erhält hier ein gutes und günstiges Smartphone-Paket.

E-Mail an die Redaktion

Für Anmerkungen zu diesem Artikel oder Rückfragen schreib uns gerne eine E-Mail.

Empfohlene Artikel

Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Thema

Produkte in unserem Shop

Array ( )