Auf der CES in Las Vegas feierte es Premiere und überraschte mit Akkuzeiten, von denen viele Smartphone-Besitzer sonst nur träumen können: Das Motorola RAZR Maxx. Ab Mai soll das Gerät auch bei uns erhältlich sein.
Was tut man nicht alles, um aus seinem Smartphone etwas mehr Laufzeit rauszuquetschen: Hier die Displayhelligkeit verringern, dort Bluetooth ausstellen, das App-Beenden erzwingen und und und…wir hatten letztes Jahr schon einmal eine Übersicht über Tipps zum energiesparenden Umgang mit dem Smartphone gegeben. Darüber werden künftige Besitzer des Motorola RAZR Maxx nur müde lächeln können. Denn in dem Schwestermodell des Motorola RAZR, das im vergangenen Oktober erschienen ist, steckt ein Akku mit sage und schreibe 3300 mAh Kapazität.
Das RAZR Maxx wurde zum ersten Mal im Januar auf der CES in Las Vegas vorgestellt, jetzt wurde bekannt, dass es ab Mai auch in Europa in die Läden kömmt. Der Unterschied der Europa-Version zum US-RAZR Maxx ist allerdings LTE. Der Standard wird, wie es auch bei anderen Smartphones wie dem Nokia Lumia 900 der Fall ist, auf dem hiesigen Kontinent nicht vom Gerät unterstützt.
Klasse Ausdauer
Zu den ausgewählten Ländern, in welchen das RAZR Maxx vertrieben wird, soll laut Medienberichten glücklicherweise auch Deutschland
gehören. Glücklicherweise deshalb, weil Käufer in Deutschland sich über bei Smartphones wohl noch nie dagewesene Sprech- und Standbyzeiten freuen können: Bis zu 17,6 Stunden Quasseln und 25 Tage und sieben Stunden Standby sollen laut Hersteller mit dem Gerät drin sein. Videokucken ist noch 15, Internetsurfen sieben Stunden lang möglich. Alles Werte, von denen aktuelle Top-Smartphones wie das iPhone 4S, Samsung Galaxy Nexus oder HTC One X nur träumen können. Beim Nokia Lumia 800 und Sony Xperia S gab es schon Beschwerden über kurze Laufzeiten, beim Lumia 800 sorgte immerhin ein Update für Abhilfe. Einzig das Smartlet Samsung Galaxy Note kommt an die Werte des Maxx heran.
Unter dem größeren Akku müssen allerdings die Abmessungen und das Gewicht des RAZR Maxx “leiden”. Im Vergleich zum ultraschlanken RAZR packt das Smartphone 1,8 mm drauf und kommt nun auf immer noch völlig akzeptable 8,9 mm Tiefe. Auf die Waage bringt das Gerät 145 Gramm, beim Schwestermodell sind es 127 Gramm. Auch das sehe ich nicht als allzu dramatisch an, wenn man an den Zugewinn bei den Laufzeiten denkt – beim RAZR mit 1780 mAh-Akku gibt der Hersteller 12,5 Stunden Gesprächs- und 13,5 Tage Standby-Zeit an.
Weiter mit Gingerbread ab Werk
Ansonsten bleibt die Ausstattung des Geräts die Gleiche wie im RAZR. Sprich neben Kevlarfaser-verstärktem, widerstandsfähigem Metallgehäuse, das auch noch gegen Staub und Wasser geschützt ist,
bietet das Smartphone ein 4,3 Zoll großes Super AMOLED-Display, das jedoch ebenso wie das gleich große HTC One S “nur” mit 960 x 540 Pixlen auflöst. Unter der Haube besitzt das Gerät einen 1,2 GHz-Dual-Core-Prozessor, der von einem 1 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt wird. Die hauseigene Technologie “Zero Motion Blur” sorgt dabei für flüssige Darstellung. Eine 8-Megapixel-Rückkamera mit 720p- Video ist ebenso an Bord wie ein 16 GB großer interner Speicher, der extern per MicroSD um 32 GB erweiterbar ist. Auch wenn das Update auf Google Android 4.0 Ice Cream Sandwich für die RAZRs bereits angekündigt ist, wird das Maxx leider noch mit 2.3.7 Gingerbread erscheinen. Mit dem Programm MotoCast ist man virtuell an den PC angebunden, über die Webtop-App geht’s an die optional erhältliche Docking-Station Lapdock 100.
Wieviel das Akku-Wunder Motorola RAZR Maxx hierzulande kosten wird, ist noch nicht bekannt. Der Preis dürfte sich aber in etwa mit der UVP des RAZR von 549€ decken.


















