Mozillas nächster Versuch – Das Fire E

Alcatel

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Das neue Fire E von Alcatel One Touch ist der nächste Versuch das immer noch recht junge Firefox OS auf den Markt zu bekommen. Wie auch schon das Vorgängermodell richtet sich Mozilla mit seinem Gerät vor allem an Smartphoneeinsteiger, das nun immerhin deutlich edler wirkt.

Mit seinem neuen Einsteigergerät versucht Alcatel Onetouch das Firefox OS stärker zu etablieren. Das Betriebssystem aus dem Hause Mozilla ist im Gegensatz zu seinen großen Konkurrenten iOS, Android und Windowsphone HTML5 basiert, jedoch mangelte es bisher an guten Geräten zum Demonstrieren. Das Fire E ist zwar keineswegs perfekt, doch ein erster vernünftiger Versuch Firefox OS zu verbreiten. Derzeit wird es für 120 € auf dem deutschen Markt angeboten.

Gutes Design

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(Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Das Gehäuse des Fire E ist komplett aus Kunststoff, jedoch sehr gut verarbeitet. Das Design ist eher schlicht gehalten und wirkt von vorne wie ein frühes iPhone und von der Rückseite wie eines der Samsunggeräte. Wer es gerne etwas extravaganter mag kann eine organe Version wählen. An Seite befindet sich ein kombinierter Schlitten für Simkarte und Micro-SD-Karte. Auf der gegenüberliegen Seite ist der Entsperrknopf und die Lautstärkewippe. Das Gerät ist mit den Maßen
129 x 63,5 x 8,2 Millimetern sehr dünn und relativ klein und liegt damit gut in der Hand.

Mittelmäßige Technik

Das Display hat eine Diagonale von 4,5 Zoll bei einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln. Das ist nicht wirklich sehr hoch, reicht aber für den kleinen Bildschirm. Bei der Pixeldichte von 245 ppi sind aber noch einzelne Pixel erkennbar. Kleinere Schriften neigen dazu unscharf zu wirken. Die Helligkeit des Bildschirms geht in Ordnung, nimmt aber schnell ab sollte aus einem anderen Blickwinkel auf das Display geschaut werden.

Die restliche Hardware ist nicht überragend, was bei einem Einsteigergerät dieser Preisklasse aber nicht verwunderlich ist. Ein Dual-Core Prozessor mit einer Taktrate von 1,2 GHz und ein 512 Megabyte großer Arbeitsspeicher befinden sich im Inneren. Der interne Speicher fällt mit nur 4 Gigabyte sehr sehr klein aus, ist zum Glück aber auf bis zu 32 Gigabyte per Micro-SD-Karte erweiterbar.

Die Hauptkamera fotografiert mit 5 Megapixel, jedoch mit wenig Schärfe und einem niedrigen Detailgrad. Für Schnappschüsse sollte sie dennoch reichen. Die Frontkamera hat mit 0,3 Megapixeln eine extrem niedrige Auflösung und ist damit eher für Videotelefonie geeignet. Hier nochmal alle Spezifikationen des Fire E in der Übersichtstabelle:

specs

Firefox OS: Gute Ideen, schlechte UmsetzungFirefoxOS.2

Das Fire E hat die aktuellste Version Firefox OS 1.3 installiert. Nach dem Start gelangt man direkt auf den Startbildschirm, auf dem auch alle installierten Apps hinterlegt sind. Der sogenannte App-Drawer entfällt damit. Das ist jedoch nicht weiter schlimm. Apps lassen sich zu Ordnern, sogenannten „intelligenten Sammlungen“ zusammenfassen. Nicht bei allen Icons handelt es sich jedoch um Apps. Oftmals verbirgt sich hinter dem Logo nur eine Website die geöffnet wird. Vorteil hierbei ist, dass Programmierer nur wenige Veränderungen an dem Quelltext ihrer Website vornehmen müssen um die Offlinenutzung unter Firefox OS zu ermöglichen.

Generell wirkt das Betriebssystem sehr ordentlich und ansprechend. Wie bei früheren Versionen zeigt sich aber auch auf dem Fire E die große Schwäche des OS: Eine flüssige Bedienung ist nicht möglich. Überall treten Miniruckler auf. Sowohl auf dem Homescreen, als auch beim Scrollen auf Websites. Apps starten zwar in relativ kurzer Zeit, laufen aber auch nicht immer sehr flüssig. Die lässt sich natürlich auf den leistungsschwachen Prozessor schieben, jedoch gibt es Android und Windowsphone Geräte die mit der gleichen Technik wunderbar funktionieren.

Fazit

Alcatel One Touchs neues Smartphone, das Fire E wurde gut verarbeitet und auch das Design wirkt nicht billig. Durch seine kompakte Größe ist das Gerät sehr handlich und auch gut mit einer Hand zu bedienen. Mit seiner Technik richtet sich das Fire E eigentlich eher an Einsteiger. Doch diese sind mit anderen Geräten vielleicht eher besser bedient. Der Preis von 120€ stimmt zwar, doch die schlechte Kamera und die miese Perfomance machen es nicht gerade sehr anwenderfreundlich.
Mozillas Versuch Firefox OS zu etablieren dürfte mit dem Fire E nicht wirklich gelungen sein. Obowhl das Betriebssystem sehr ambitioniert ist und viele gute Ansätze zeigt, hakelt die Software leider noch an zu vielen Stellen. Wer auf der Suche nach einem Budgetsmartphone ist, bekommt bei Android oder Windowsphone mehr für sein Geld.

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