MWC: Alcatel One Touch Fire ist das erste Firefox OS-Smartphone

Alcatel

Mozilla will mit einem eigenen Firefox OS die Phalanx von Google und Apple durchbrechen. Das erste Smartphone mit dem Betriebssystem kommt von Alcatel und ist vor allem eines – billig.

Bereits im Dezember zeigte Mozilla sein Firefox-Smartphone-Betriebssystem im Netz, nun präsentierte die Stiftung, die für den gleichnamigen Open-Source-Internet-Browser und die Outlook-Alternative Thunderbird bekannt ist, ihren neuesten Wurf auf dem Mobile World Congress, der seit heute in Barcelona stattfindet. Das Besondere des Firefox-OS ist seine Offenheit und seine Browser-Umgebung, bzw. die komplette WWW-Integration. Alle Apps sind in Web-Sprachen wie HTML 5 geschrieben.

Mozilla hat sich mit 17 Netzbetreibern aus der ganzen Welt, u.a. der Telekom, zusammengeschlossen, um an offenen Standards für Betriebssystemen zu arbeiten und mit diesem für mehr Wettbewerb zu sorgen. Bisher teilten sich Google mit Android und Apple mit iOS die Pfründe, wobei in letzter Zeit Googles Android immer dominanter wird, das weltweit auf ca. 70% Marktanteil kommt. Die Prozessoren stammen von Qualcomm, an Herstellern sind bisher LG, ZTE und eben Alcatel an Bord, später will auch Huawei noch auf den Zug mit aufspringen.

One Touch: Maue Technik

Das 12,2mm tiefe und 121 Gramm leichte Alcatel One Touch Fire wird als das erste Firefox OS-Smartphone für Europa von der Telekom angeboten. Zunächst wird es das Smartphone nur in Polen in den Farben Weiß und Orange zu kaufen geben, weitere Länder sollen dann im Laufe des Jahres folgen. Ob dazu auch Deutschland gehört, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls richtet sich das Smartphone eindeutig an Einsteiger bzw. Käufer mit kleinem Budget, die keine hohen Erwartungen an die Technik haben. So ist ein 3,5 Zoll-Display verbaut, dass lediglich mit 480 x 320 Pixeln auflöst. Die Power kommt von einem 1 GHz-Qualcomm-Snapdragon-Single-Core-Prozessor, der Arbeitsspeicher ist 512 MB groß. Der interne Speicher ist zwar nur 180 MB groß, neben einer mitgelieferten 2 GB-Karte soll man den Platz per MicroSD insgesamt bis zu 32 GB erweitern können.

Der 1.400 mAh-Akku soll im GSM-Modus ganze 12 Stunden für Gespräche durchhalten, im UMTS-Betrieb reicht es noch zu 7h. Im Standby-Modus sollen 12 bis 17 Stunden drin sein. Weitere Ausstattungsmerkmale sind eine 3,2 Megapixel-Rückkamera, Bluetooth 3.0, UMTS und Wlan. Der Preis soll bei rund 100 Euro liegen.

Hier noch ein deutsches Hands-On der ComputerBild:

Meine Meinung: Die Idee eines offenen Betriebssystem ist nicht verkehrt, doch was Mozilla hier bisher abliefert, wirkt ziemlich, ja, billig und ich sehe nicht wirklich, warum man sich da nicht gleich ein günstiges Android-Smartphone von Huawei etc. holen sollte, für welches man doch eine größere App-Auswahl bekommt. Oder seid ihr anderer Meinung und findet, das Firefox OS hat eine Chance gegen die „Großen“?

E-Mail an die Redaktion

Für Anmerkungen zu diesem Artikel oder Rückfragen schreib uns gerne eine E-Mail.

Empfohlene Artikel

Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Thema

Produkte in unserem Shop

Array ( )