Oppo N1: Innovatives Android-Phablet im Test

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Oppo N1 Test ReviewÜber das Oppo N1 haben wir bereits vor einiger Zeit berichtet. Das Android Smartphone ist besonders interessant, weil der chinesische Hersteller innovative Hardware- und Software Ideen, einen riesigen Akku verbaut und das Oppo N1 ein hochwertig verarbeitetes Smartphone ist, das sich vor einem Apple iPhone 5S oder einem Sony Xperia Z Ultra nicht zu verstecken braucht. Grund genug für uns, das innovative Smartphone einem Test bei 7mobile zu unterziehen.

Hardwaretechnisch ist Oppo N1, zumindest von seinen Rohdaten her, ein Highend-Phablet der letzten Generation und mit dem HTC One Max vergleichbar: Es hat ein großes 5,9″ Full-HD Display. Als SoC („System-on-a-Chip“ oder auch Chipsatz) dient der bekannte Highend-Chipsatz Snapdragon 600 (APQ8064, Quad-Core Prozessor 4×1,7 Ghz, Adreno 320 Grafikchip). Große 2gb Arbeitsspeicher runden das leistungsstarke Paket ab, das nicht ganz an aktuelle Highend-Smartphones mit dem Snapdragon 800 in Sachen schierer Rechenleistung herankommt. Dennoch ist das Oppo N1 interessanter als die meisten anderen derzeitigen Android Smartphones, was vor allen Dingen den Innovationen zuzuschreiben ist, die im Oppo N1 stecken. 

Dies fängt bei der Software an: Das Android Phablet ist in zwei Versionen erhältlich, undzwar als Standard-Version mit Android und der von Oppo entwickelten Oberfläche „Color OS“ oder aber mit einem vorinstallierten Cyanogenmod. Die Zusammenarbeit mit den Moddern ist in der Geschichte der Smartphone einmalig. Die sonst von einer weltweiten Community weiterentwickelte Android-Modifikation für Smartphones und Tablets muss sonst umständlich und unter Verlust der Garantie manuell auf Android Geräte aufgespielt werden. Mit dem Oppo N1 haben Kunden die Gelegenheit, das Smartphone direkt mit dem beliebten OpenSource Mod zu erwerben.

Wer ist Oppo Mobile?

Das Unternehmen Oppo ist für Branchenkenner kein unbeschriebenes Blatt, gehört aber sich noch zu den Geheimtipps am deutschen Markt. Mit Sitz in China produziert Oppo nicht nur Smartphones, sondern auch LCD-TVs und Blu-Ray Player. Smartphones gehören auch schon länger zur Produktion des Herstellers, der große Wurf blieb bisher aber aus. Schlagzeilen machte Oppo Electronics aber schon indirekt, denn die Tochterfirma BBK produzierte 2013 mit dem BBK Vivo X3 das dünnste Smartphone der Welt und mit dem BBK Vivo Play 3S ist schon wieder ein Highend-Smartphone in der Mache, das bei der derzeitigen Hardware-Schlacht der Hersteller ganz vorne mitspielt (Bericht zum Vivo Play 3S).

Damit zeigt sich, dass technisches Know-How bei Oppo nicht dem Zufall überlassen wird. Beim Oppo N1 steht jedoch nicht die schiere Hardware-Power im Vordergrund, sondern die Funktionen und innovativen Ideen, die in diesem Smartphone stecken. Der Name Oppo steht zwar bisher für günstige China-Smartphones, soll in Zukunft aber für hochwertige Smartphone mit innovativer Technik stehen. Dafür stehen dem Unternehmen nach dem Oppo N1 alle Wege offen.

Lieferumfang

Beim Oppo N1 gibt es – im Gegensatz zu anderen Herstellern – einiges zu berichten. Der große Pappkarton von Oppo ist prall gefüllt und bietet mehrere kleinere Innen-Verpackungen aus Plastik, die das Smartphone, Ladegerät, Kopfhörer und die Bluetooth-Fernbedienung „O-Click“ beherbergen. Außerdem ziemlich ungewöhnlich: Es liegt eine passende Schutzhülle für das große Smartphone bei, die sogar beim Auf- und Zuklappen das Oppo N1 aus dem Standby Modus weckt. Die Optik der glänzend-weißen Hülle ist zwar recht speziell (und eher feminin), aber qualitativ fühlt sie sich recht gut an und ist auf die speziellen Bedürfnisse des riesen Smarthphones angepasst.

Oppo N1 LieferumfangOppo N1 LieferumfangOppo N1 Lieferumfang

Design und Verarbeitung

Bei Design und Verarbeitung fällt vor allen Dingen die schiere Größe des Oppo Smartphones direkt ins Auge. Trotz einer vergleichbaren Display-Größe kommt das kürzlich von uns getestete Samsung Galaxy Note 3 mit einem deutlich kleineren Gehäuse aus und ist deutlich leichter. Schon eher vergleichbar ist das Vollmetall-Smartphone HTC One Max, das ebenfalls noch auf den Chipsatz Snadragon 600 setzt. Der Vergleich mit anderen Smartphone der Phablet-Klasse zeigt, dass das Oppo N1 in der Disziplin Größe und Gewicht etwas hinter der aktuellen Konkurrenz hinterher hinkt. Selbst das Sony Xperia Z Ultra mit deutlich größerem Display ist leichter als das Oppo Smartphone.

Oppo N1 Anschlüsse

Oppo N1 DesignOppo N1 Rückseite

Oppo N1 iPhoneAnsonsten aber zeigt sich Oppo mit dem N1 von seiner schönsten Seite. Die Verarbeitung ist tadellos und der Rahmen aus Metall gibt dem Smartphone eine hochwertige Optik, die auch durch die außergewöhnliche (drehbare) Kamera nicht gestört wird. Kleiner Faux Pas für ein China-Smartphone: Es gibt keine Dual-SIM Option, der Akku ist nicht wechselbar und der Speicher nicht erweiterbar. Man kann den Akku-Deckel also regulär nicht abnehmen. Das sind wir allerdings von anderen Phablets nicht anders gewohnt… . Wenn euch diese Aspekte wichtig sind und ihr ein günstiges Phablet mit letztgenannten Eigenschaften sucht, raten wir euch einen Blick auf die Smartphones von Wiko zu werfen, die zum großen Teil alle diese Features bieten.

Oppo N1 iPhone

Trotz seiner schieren Größe wirkt das Oppo N1 irgendwie auch gar nicht „klobig“. Dafür sorgt optisch der schmale weiße Rand. Haptisch ist das Smartphone ebenfalls gelungen. Dank seiner mattierten Rückseite wird es nicht so schnell schmierig wie glänzende Smartphones und die abgerundeten Kanten liegen gut in der Hand.

Hardware und Ausstattung des Oppo N1

Wie schon eingangs erwähnt, nimmt Oppo weder an der Display-Auflösungs-Schlacht der anderen Hersteller 2014 mit dem Oppo N1 teil, noch ist das Phablet die Krone der Rechenleistung. Mit einem Snapdragon 600 Chipsatz liegt es in etwa auf der Höhe des HTC One oder auch Samsung Galaxy S4, insofern ist das Oppo N1 keineswegs langsam, aber eben nicht mehr am schnellsten. Darum geht es aber auch gar nicht, sondern vielmehr um die Features, die das Smartphone mitbringt. Kurz aber trotzdem nochmal das Datenblatt:

  • 5,9″ Full-HD IPS Display (1920×1080 Pixel, Pixeldichte ~376 DPI)
  • Chipsatz Qualcomm Snapdragon 600 (APQ8064, Quad-Core Prozessor 4×1,7 Ghz, Adreno 320 Grafikchip)
  • 2gb Arbeitsspeicher
  • 16gb interner Speicher, nicht erweiterbar, etwa 9,5gb nutzbar
  • schwenkbare 13 Megapixel Kamera
  • 3610mAh Akku
  • WLAN (802.11n/g/b/a), Bluetooth 4.0, A-GPS, NFC, HSPA)

Oppo N1 drehbare KameraViel interessanter als das bloße Datenblatt sind aber die Features des Oppo N1. Da ist zum einen die Kamera, die drehbar ist. So lassen sich Selbstportraits (Neudeutsch „Selfies“) mit der Hauptkamera mit 13 Megapixeln erstellen in voller Qualität und man muss nicht auf die oft schwächliche Frontkamera zurückgreifen. Das ist praktisch! Im Test konnte die Kamera durchaus überzeugen. Die dazugehörige App lud schnell, die Bilder waren gut, aber nicht sehr gut. Highend-Smartphones mit optischem Bildstabilisator, z.B. das Nokia Lumia 1020, LG G2 oder Sony Xperia Z1 Compact, sind hier einfach einen Schritt voraus, allerdings auch teurer als das Oppo N1. In Sachen Frontkamera kann aber keine mit der gedrehten Kamera des Oppo N1 mithalten – insofern geht hier der Sieg an Oppo für die besten Selbstportraits mit hoher Auflösung! Die Kamera kann außerdem für spannende Perspektiven genutzt werden und lieferte im Test eine sehr gute Qualität.

Aber hier hören die Innovationen des Oppo N1 nicht auf. Das Smartphone bietet auch eine berührungsempfindliche Rückseite, die mir bisher bei keinem anderen Smartphone untergekommen ist. Einen wirklichen Mehrwert hat das Touch-Panel auf der Rückseite (namens „Oppo O-Touch“) allerdings nicht. Man kann damit z.B. im Browser scrollen, aber das will nicht so genau und schön funktionieren, wie mit dem normalen Touchscreen. Der Anwendungszweck beschränkt sich meines Erachtens auf einen Aha-Effekt beim ersten mal nutzen, das war’s dann aber auch.

Bedienung: Android und ColorOS

Überraschung, das sieht mal wirklich schick aus beim Oppo N1. Die Bedienoberfläche namens „ColorOS“ geht etwas weiter als normale Android-Modifikationen und verpasst dem System eine neue schicke neue Oberfläche. Dabei sind die zur Verfügung stehenden Themes ziemlich umfangreich und teilweise wirklich dreist kopiert. So kann man dem Oppo N1 z.B. die komplette iOS Oberfläche verpassen inkl. der Original-Icons. Das sieht sogar richtig gut aus und fühlt sich nie kopiert an.

Oppo N1 Screenshots Test

Oppo N1 Benchmark AntutuDabei war die Bedienung mit dem Oppo N1 stets perfekt flüssig ohne einen Ruckler.Kein Wunder, denn der Snapdragon 600 (der z.B. auch im Samsung Galaxy S4 steckt) gehört immer noch zu den top Chipsätzen. Diese Leistung wurde z.B. durch eine sehr gute Punktzahl im Antutu Benchmark untermalt. Hier erreichte das Smartphone starke 26417 Punkte. Dementsprechend ließen sich auch 3D-Spiele mit hohen Anforderungen (Real Racing 3) ohne Probleme mit dem Smartphone abspielen. Dank des großen Displays und der relativ ausladenden Ränder oben und unten, eignet sich das Smartphone auch wunderbar, um es mit beiden Händen festzuhalten  (z.B. für Rennspiele). Gefahr läuft man allerdings hier, den unten anliegenden Lautsprecher mit der Hand zu verdecken.

Gefühlt würde ich sogar sagen, dass ich mit dem Oppo N1 das bisher beste „Android-Feeling“ hatte. Evtl. hat der Hersteller sogar etwas am grundsätzlichen Reaktionsverhalten des Betriebssystems modifziert, denn das Oppo N1 wirkt derart responsiv und flüssig, dass es schon an iOS und Windows Phone 8 erinnert. Klasse! Weniger gut gefällt mir allerdings, dass einige Menüpunkte nicht ins Deutsche übersetzt worden sind. Ansonsten finde ich die Oberfläche aber wirklich gelungen, optisch wie auch bedientechnisch. Einige Zusatzfunktionen, z.B. der automatische Timer, der das Smartphone zu bestimmten Uhrzeiten ab- und wieder anschaltet, sind willkommene Extras.

Oppo N1 O Click TestBluetooth Fernbedienung „O-Click“

Wie schon oben erwähnt ist der Lieferumfang beim Oppo N1 schon etwas besonderes. Es findet sich nicht nur eine brauchbare Smartphone-Tasche im Paket, sondern auch eine Bluetooth Fernbedinung. Mit ihr hat man vier verschiedene Aktionen zur Auswahl:

  • Fernauslöser für die Kamera des Oppo N1
  • Smartphone finden (zum Klingeln bringen per Fernbedienung)
  • Anti-Verlier-Funktion (O-Click piept, wenn das Smartphone in einiger Entfernung ist)
  • Notification (bei eingehenden E-Mails blinkt die Fernbedienung)

Oppo N1 O ClickIm Test funktioniert die Fernbedienung einwandfrei, genau so wie sie soll. Mit einem Klick kann man Fotos aufnehmen, mit zwei Klicks fängt das Oppo N1 an zu klingeln. Das einzige, was mich am O-Click genervt hat, war die Batterie. Die Knopfbatterie in die filligrane Fernbedienung zu bekommen ist nicht ganz einfach, weil sich die Plastikabdeckung nur mit einiger Kraft öffnen lässt. Ansonsten ist das O-Click aber eine willkommene Ergänzung zum Oppo N1.

Fazit: Klasse Phablet mit spezieller Zielgruppe

Keine Frage, das Oppo N1 ist ein super Smartphone. Obwohl es etwas schwer und groß ist, wirkt es optisch schick und fühlt sich wertig an. Die drehbare Kamera mit beiliegender Fernbedienung eröffnet fotografisch ganz neue Möglichkeiten und so hochauflösende Selbstportraits bekommt man wohl derzeit mit keinem anderen Smartphone vernünftig hin. Das große Display mit Full-HD ist sowieso eine Klasse für sich. Ziemlich positiv überrascht hat mich auch ColorOS – die Android Oberfläche läuft perfekt flüssig, sieht gut aus und bietet eine reichhaltige Auswahl an Themes.

Dennoch wird das Oppo N1 nur eine Randerscheinung bleiben, denn das Phablet ist einfach für den Alltag viel zu groß und kaum für eine Hosentasche zu gebrauchen. Wer aber ein klasse Smartphone zum fairen Preis sucht und gut mit der Größe umgehen kann, der wird mit dem Oppo N1 optimal bedient. Für alle anderen sind die deutlich schlankeren Samsung Galaxy Note 3 oder das Sony Xperia Z Ultra wohl die etwas bessere Wahl.

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