RIM hat keinen Bock mehr (auf Privatkunden)

Blackberry

125 Millionen Dollar lautet der Verlust von Blackberry-Hersteller Research in Motion im vierten Geschäftsquartal. Jetzt soll ein Strategiewechsel die totale Pleite abwenden.

2011 war ein richtiges Seuchenjahr für Reasearch in Motion, kurz RIM. Miese Quartalszahlen, Mitarbeiter-Entlassungen, verärgerte Kunden wegen Netzausfällen, der Playbook-Flop…wirklich traurig, den stetigen Abstieg des einstigen Smartphone-Marktführers mit anzusehen.

Einen weiteren „Höhepunkt“ der Negativ-Schlagzeilen gab’s Anfang Janaur dieses Jahres, als herauskam, dass die Produktion des Blackberry OS 10-Hoffnungsträger mit dem Codenamen „Milan“ wieder eingestampft würde. In den letzten Monaten versuchten die Kanadier außerdem verzweifelt, ihr Tablet Playbook unters Volk zu bringen und senkten den Preis für das

Das Playbook wird nun zu Ramschpreisen verkauft

Gerät drastisch, ähnlich wie es damals beim HP Touchpad geschah. Das von der Kritik eigentlich gut bewertete Gerät ging auf dem Markt völlig unter und hat in den USA bereits eine UVP von 199 statt 499 US-Dollar, auch hierzulande wird trotz einer UVP von weiterhin 499€ das Tablet inzwischen zu Ramschpreisen von unter 200€ angeboten. Immerhin setzte RIM durch diese Maßnahme im vergangenen Quartal 500.000 statt 150.000 Playbooks ab.

Der nächste Nackenschlag folgte mit den gestern bekannt gegebenen RIM-Verkaufszahlen im vierten Geschäftsquartal, mit denen das Unternehmen die Erwartungen der Analysten zum fünften Mal in Folge nicht erreichen konnte. So beläuft sich der Verlust auf satte 125 Millionen US-Dollar. Der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum dritten Fiskalquartal um 19% auf 4,2 Milliarden Dollar, mit 11,1 Millionen abgesetzter Blackberrys verkaufte man 21% weniger als in Q3. Das sind weniger als ein Drittel der 37 Millionen iPhones, die Apple im ersten Quartal 2012 verkaufte.

RIM-CEO Thorsten Heins; Quelle: RIM

Letzte Hoffnung Geschäftskunden

Thorsten Heins, der deutsche RIM-CEO und ehemalige Siemens-Chef hatte das Unternehmen Ende Januar übernommen und will nun mit einer Strategieänderung retten, was noch zu retten ist. So will man sich künftig wieder mehr auf Geschäftskunden konzentrieren. Dies berichtet unter anderem Netzwelt.de. Mit der Einführung des iPhones und des quelloffenen Android-System, das Herstellern wie Samsung und HTC zu großen Erfolgen verhalf, begann zugleich der Abstieg des Blackberrys. Vor allem bei Privatkunden wurden Smartphones immer wichtiger, was RIM Ende 2010 dazu bewegte, bei seinen Produkten verstärkt auf Privatanwender zu setzen. Doch mit den Verkaufserfolgen der Modelle aus der Samsung Galaxy-Reihe oder der iPhones konnten die Bold-, Torch- und Curve-Blackberrys nie auch nur annähernd mithalten.

Deshalb soll es nun wieder zurück zu den Wurzeln gehen. Thorsten Heins erklärte bei der Präsentation der Geschäftszahlen: „Wir glauben, dass Blackberry keinen Erfolg haben kann, wenn wir versuchen, jedermanns Liebling und alles für jeden zu sein. […] Deshalb planen wir, auf unseren Stärken aufzubauen.“ Gegenüber Reuters meinte der CEO im Telefonat weiter: „Ich kann jetzt realistisch einschätzen, wo sich das gesamte Unternehmen befindet. Es ist mir nun klar, dass RIM grundlegende Änderungen braucht.“ Allerdings bedeutet das nicht, das man sich komplett aus dem Consumer-Geschäft zurückziehen will. Das Unternehmen erklärte in einer heutigen Stellungnahme, das man in bestimmten Bereichen weiter sich an Privatanwender wenden will. Ein Plan sei es, mit günstigen Featurephones auf Blackberry OS 7-Basis Kunden zu gewinnen und so an die Marke zu binden.

Quelle: TheVerge.com

Lizensierung von BB OS 10 möglich

Doch was bedeuten diese Ankündigungen für die für 2012 geplanten Blackberry OS 10 – Smartphones wie dem Blackberry London? Von dem Gerät waren im November letzten Jahres Bilder geleaked, die zeigten, das RIM bei den Blackberrys in Sachen Design neue Wege gehen möchte. Aber vermtulich wird ein derartig futuristisches Aussehen mit Ecken und Kanten die Geschäftskunden kaum überzeugen können. Doch bis wir das wissen, werden eh noch einige Monate ins Land gehen – die ersten BB OS 10-Modelle von RIM soll es erste Ende 2012 geben. Dann möglicherweise sogar auch von anderen Herstellern, da sich die Kanadier überlegen, das Betriebssystem für andere Unternehmen zu lizensieren, wie TheVerge.com schreibt.

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