Satz mit X: Nokia X wird eingestellt

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NokiaX

Das war wohl nix: Microsoft will die erst dieses Jahr eingeläutete Android-Reihe von Nokia wieder einstampfen. Auch die Asha-Serie und S40-Feature Phones sollen in die ewigen Jagdgründe geschickt werden.

Als die ersten Gerüchte umhergingen, dass Nokia ein Android-Smartphone rausbringen würde, waren viele Fans Feuer und Flamme – schafft es Nokia damit zurück in den Smartphone-Olymp? Werden die Galaxys, Nokia Zs und HTC Ones den Konkurrenten schlechthin bekommen?

Android ohne Google

Dann wurde das Nokia X auf dem MWC 2014 vorgestellt und man traute seinen Augen kaum: Was da präsentiert wurde, war ein Einsteiger-Gerät mit Pseudo-Android, das nicht mal auf Google Play zugreifen konnte und irgendwie doch wie Windows Phone aussah.

Die Schwestermodelle X+ und XL waren nur geringfügig besser ausgestattet, der im Juni dieses Jahres präsentierte Nachfolger Nokia X2 war mit dem 4,3“-480p-Display, der 1,2 GHz-Dual-Core-CPU und dem (erweiterbaren) 4 GB Speicher auch keine große Offenbarung und richtete sich mit dem Preisschild von 129€ eher an Sparfüchse. Überhaupt wollte man mit der X-Reihe eher in Schwellenländern punkten als anderswo.

Nokia X2

Nokia X2

Bye, bye, Nokia X & Co.

Jetzt hat Microsoft, kurz nachdem Microsoft-Boss Satya Nadella eine Entlassung von 18.000 Mitarbeitern ankündigte, im Rahmen der Umstrukturierung auch der Nokia X-Reihe Goodbye gesagt. Steve Elop, Vizepräsident von Microsoft erklärte, dass man von nun an sich voll auf Windows Phone-Geräte fokussieren will.

Außerdem hat BGR India eine E-Mail von Microsofts Smartphone-Chefin Jo Harlow in die Hände bekommen, in der von einem Ende der Aktivitäten für Nokia X-, Asha- (Asha waren gewissermaßen Zwitter-Geräte aus Handy und Smartphone und basierten auf dem hauseigenen Series 40-OS) und Series 40 – Apps die Rede ist. Die Nokia X Linie soll in eine Lumia/Windows Phone-Linie übergehen.

Die Asha-Geräte waren zumindest mitverantwortlich, dass Nokia noch nicht völlig bankrott ging – es wird spannend zu sehen, ob sich Microsoft mit der Strategie nicht selbst ein Ei legt.

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