Schaden Smartphones der Gesundheit? [Update]

WLAN-Strahlung schadet der Gesundheit

Wissensartikel

Mittlerweile besitzt fast jeder Deutsche ein Smartphone und nutzt dieses regelmäßig. Der Gesellschaftswandel ist deutlich zu erkennen. Doch mit der Nutzung unseres mobilen Begleiters kommen auch viele gesundheitliche Risiken dazu, die auf dem ersten Blick sehr unscheinbar wirken.

Körperhaltung

Bevor Ihr weiterlest, probiert folgendes Experiment aus: Setzt Euch gerade auf einen Stuhl und beugt den Kopf langsam nach vorn. Am tiefsten Punkt haltet Ihr 10 Sekunden starr. Danach geht es wieder zurück in die Ausgangsposition. Anschließend beugt Ihr den Kopf nach hinten. Wichtig dabei ist, dass Ihr den Oberkörper nicht nach vorn bzw. nach hinten bewegt und die Übung sehr langsam auführt. Ungefähr auf mittlerer Strecke haltet Ihr nun Euren Kopf in der Position. Beim Ausführen dieses kleinen Experiments fällt auf, wie schwer der Kopf eigentlich ist und wie viel Gewicht unser Hals tragen muss. Tablets und Smartphones können überall und in jeder Haltung verwendet werden. Doch die meisten Haltungen haben eine Sache gemeinsam – den nach vorn gebeugten Kopf. Der Nacken und die Halswirbelsäule reagieren höchst empfindlich auf Fehlhaltungen. Auf Dauer kann das auch zu Quetschungen oder Überdehnungen derjenigen Nervenbahnen führen, die durchs Rückenmark verlaufen.

Beim Vorbeugen des Kopfes werden Nacken- und Rückenmuskulatur belastet. Für eine kurze Dauer wäre das kein Problem, doch genau das ist der Punkt. In Deutschland liegt die tägliche Smartphone-Nutzung bei etwa einer bis anderthalb Stunden. Der Kopf eines Erwachsenen wiegt in aufrechter Position etwa vier bis sechs Kilo. Je stärker wir unseren Kopf nach vorne oder hinten neigen, desto höher wird also die Zugkraft auf die Halswirbelsäule. Schon bei einem Neigungswinkel des Kopfes um 15 Grad erhöhe sich die Kraft, die auf die Halswirbelsäule wirkt, auf bis zu 130 Newton, was 12 Kilogramm entspricht. 60 Grad, jener Winkel, den wir beim Blick auf das Handy-Display einnehmen, entsprächen einer Kraft von bis zu 27 Kilogramm (270 Newton).

Was kann man denn nun dagegen tun ? Im Grunde genommen ist die Lösung ganz einfach. Gewohnheiten sind alles. So banal es auch klingen mag, man muss eine gesunde Körperhaltung bewahren. Von einer guten Haltung ist die Rede, wenn die Ohren auf einer Linie mit den Schultern lägen und die Schulterblätter wie „Engelsflügel“ aufgestellt sind. Dies sei die gesündeste Ausrichtung der Wirbelsäule. Des Weiteren sollte man sich natürlich abgewöhnen lange auf den Smartphonebildschirm zu schauen. Und wenn, dann sollte man versuchen das Gerät auf Augenhöhe zu halten. Natürlich ist es auch wichtig sportlich aktiv zu sein. Gezielte Rückenübungen machen unseren Nacken strapazierbarer.

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Beeinflussung der Psyche

Für eine gute Haltung spricht im Übrigen nicht nur das Wohl unseres Rückgrats. Ein gerader Rücken lässt uns größer und laut diverser Studien auch attraktiver und selbstbewusster erscheinen. Wissenschaftler haben zudem belegt, dass sich eine aufrechter Gang auf unser psychisches Befinden auswirkt. Psychologen an der Universität Witten/Herdecke und der kanadischen Queen’s University in Kingston haben herausgefunden, dass Menschen, die aufrecht gehen, Ereignisse positiver deuten als jene, die Schultern und Kopf hängen lassen. Die physische Ebene des Körpers ist somit eng mit der psychischen Verfassung eines Menschen verbunden. Wer also eine krumme Körperhaltung hat, kann im Extremfall an Persönlichkeitsstörungen leiden.

Strahlung

Viele Menschen sagen, dass die Handystrahlung der Gesundheit schaden kann. Doch um welche Strahlen handelt es sich eigentlich und sind sie wirklich so schädlich? Smartphones haben eine sogenannte SAR-Strahlung. Das ist die Abkürzung für „spezifische Absorptionsrate“ und soll ein Maß für die Absorption von elektromagnetischen Feldern in einem Material sein. Vereinfacht gesagt sorgt die SAR-Strahlung dafür, dass unter Anderem biologisches Gewebe in Wechselwirkung mit dem von unserem Smartphone erzeugten elektromagnetischen Feld steht. Da das Gewebe die Feldenergie sozusagen absorbiert, erwärmt es sich. Unsere Telefone haben einen SAR-Wert. Dieser liegt bei modernen Geräten ungefähr zwischen 0,10 und 1,99 W/kg. Je kleiner der SAR-Wert ist, desto geringer wird das Gewebe durch die Strahlung erwärmt. Der empfohlene oberste Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation liegt bei 2,0 W/kg. Früher wurde der SAR-Wert für Mobiltelefone von den Herstellern unter uneinheitlichen Bedingungen bestimmt, was ihn wenig verlässlich machte. Seit Herbst 2001 existiert eine europäische Norm, die die Messbedingungen genau festlegt. Dazu kommt:  Wer ständig in einem Gebiet mit sehr schwacher Netzabdeckung unterwegs ist, muss mit einer höheren Strahlenbelastung rechnen. Es gibt jedoch eine gute Nachricht. Die Strahlung hat nur Einfluss auf uns, wenn wir das Gerät sehr nahe an uns halten, beispielsweise beim Telefonieren. Entfernt sich das Handy von uns, nimmt der Einfluss exponentiell ab. Dennoch ist es sehr empfehlenswert ein Smartphone mit niedrigem SAR-Wert zu kaufen, denn es gibt noch keine eindeutigen Langzeitstudien zu diesem Thema.Wie niedrig die SAR-Werte aktueller Smartphones sind, zeigt sich beispielsweise am Galaxy S6 Edge+ von Samsung, das gerade einmal einen Wert von 0,22 Watt pro Kilogramm erreicht. Wer komplett sicher gehen will, schnappt sich einfach sein Headset zum Telefonieren. So wird das Smartphone nicht in die unmittelbare Nähe des Kopfes gebracht.

Nervenkrankheit RSI

RSI bedeutet Repetitive Stress Injuries und bezeichnet ein Krankheitsbild bei dem unspezifische Beschwerden wie Nacken-, Schulter-, Arm- und/oder Handbeschwerden nach sich häufig wiederholenden (repetitiven) Tätigkeiten auftreten. RSI resultiert aus immer wiederkehrenden großen und kleinen Bewegungen, die Gelenke, Muskeln, Sehnen und Nerven belasten. Menschen, die etwa regelmäßig ihre beiden Daumen benutzen, um an einem Smartphone Kurznachrichten zu tippen, entwickeln manchmal das Quervain-Syndrom – eine schmerzhafte Krankheit, die die Sehnen befällt, die für die Bewegung des Daumens zuständig sind. Diese Krankheitsstörungen treten auf, wenn Menschen ihren Körper auf eine Weise benutzen, die physischen Stress bedeutet. Hier gilt auch wieder: Übertreibt es nicht mit der Smartphonenutzung, macht regelmäßgige Fingerübungen und versucht Euch gesunde Haltungen anzugewöhnen. Das Smartphone soll unser Leben ergänzen und uns helfen den Alltag zu erleichtern. Aber es soll nicht unser Leben ersetzen!

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Office-Eye-Syndrom

Immer diese Syndrome. So nervig es auch klingen mag und so „spaßverderberisch“ es auch ist, die ständige Smartphonenutzung kann zu trockenen Augen führen. Denn wenn man auf einen Bildschirm schaut, verringert sich das Blinzeln von ca. 10 in der Minute auf nur 1 mal in der Minute. Das Auge wird so nicht mehr nicht richtig von der Tränenflüssigkeit versorgt und trocknet stellenweise aus. Auf Dauer kann dies die Hornhaut schädigen, da die erhöhte Reibung eine hohe Belastung für sie darstellt. Insbesondere das Nutzen vom Smartphone in der Dunkelheit strengt die Augen enorm an und verringert die Blinzelfrequenz radikal. Achtet also zum einen darauf aktiv zu blinzeln und zum anderen nicht ewig lange am Bildschirm zu hängen. Übrigens ist mit Bildschirm nicht nur das Display des Smartphones gemeint, sondern alle Arten, sei es Computer, Laptop, Tablet oder der Fernseher.

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WLAN-Strahlung

Nahezu jedes mobile Gerät besitzt heutzutage eine WLAN-Verbindungsmöglichkeit. Der heimische Router erzeugt dabei ein Signal, dass von den Endgeräten empfangen wird. Allerdings gibt es nun Hinweise darauf, dass diese Strahlungen für uns Menschen nicht ganz unerheblich sind. Laut einer Studie der British Health Agency sollen diese Signale bzw. Strahlungen das Wachstum von Menschen und Pflanzen stören. Des Weiteren sollen Konzentrationsschwierigkeiten, Kopf- oder Ohrenschmerzen, Schlafstörungen und dauerhafte Müdigkeit Folgen einer regelmäßigen Aussetzung von WLAN-Strahlungen sein. Doch wie kann man sich in einer Welt, in der das kabellose Internet eine essentielle Rolle eingenommen hat, davor schützen? Zum einen sollte man darauf achten sämtliche WLAN-Empfänger wie beispielsweise das Smartphone, Tablet oder Laptop auszuschalten oder zumindest den WLAN-Empfang. Außerdem ist es hilfreich den heimischen Router nicht im Schlafzimmer aufzustellen, sonder eher an einem Ort, wo man sich nicht häufig aufhält. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann sich kabelgebundene Festnetztelefone anlegen, wobei diese zugegebenermaßen recht lästig sein können.

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Fazit

Am Ende können wir sagen, dass unsere Smartphones nicht unbedingt schädlich sind, wenn wir uns an ein paar Grundregeln halten. Das Smartphone ist eine revolutionäre Erfindung, das ist klar und unumstritten. Dennoch gilt, dass wir lernen ein Bewusstsein für unsere Gesundheit zu entwickeln. Es kann nicht sein, dass wir später an Krankheiten leiden, die durch unser Smartphone verursacht worden sind. Der Trend in der Gesellschaft bewegt sich immer mehr dahin, sich für neue Entwicklungen der Technikwelt zu begeistern und sich unüberlegt hineinzustürzen. In diesem Sinne: achtet auf Eure Gesundheit!

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Walli Rehman vor 1 Jahr, 11 Monate.

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