Testbericht: Das HTC Desire Eye – mehr als nur ein Selfie-Phone

Allgemein

Wir haben von HTC das neue Desire Eye zum testen bekommen und hatten die letzten 2 Wochen jede Menge Spaß mit dem Gerät. Ob das Kamera-Smartphone noch mehr kann, als hübsche und lustige Fotos zu machen, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

Nach Kamerahandys kommen jetzt die Frontkamera- a.k.a. Selfie-Handys

Nachdem HTC das Desire Eye Anfang Oktober in New York vorgestellt und neugierig gemacht hatte, ist es nun auch auf dem deutschen Markt erhältlich. Mit dem Handy macht der Hersteller einen Schritt in Richtung Lifestyle-Produkt. In einer Zeit wo Smartphones fast nicht mehr besser werden können, stehen viele Hersteller vor dem Problem sich in einer Nische zu positionieren. Das Desire Eye mit seiner ungewöhnlich guten Frontkamera scheint HTC’s Versuch zu sein, mehr Frauen und Jugendliche der Generation Instagram anzusprechen (jaa, Cliché-Denken, aber ich erlaub‘ mir das als Frau und Twenty-Something jetzt mal). Trotzdem sollte man es nicht gleich als „Frauenhandy“ abtun, denn überraschenderweise haben die Taiwaner sehr leistungsfähige Hardware eingebaut, womit das Smartphone, anders als die anderen Desire Modelle, im High-End-Bereich anzusiedeln ist.

Vergleich HTC DE

Unser Unboxing-Video:

Waschecht wasserfest!

Trotzdem liegt der Fokus eindeutig auf der Frontkamera, das fällt schon beim bloßen Ansehen auf. Bei dem schlanken, sportlichen Design des Desire Eye wirkt die selbst-ernannte „Selfie-Kamera“ fast schon klobig und wurde an vielen Stellen auch als Zyklopenauge bezeichnet. Ich finde es hat irgendwie mehr etwas von einem Fischauge, bzw. als würde man das Smartphone durch ein Fischaugen-Objektiv ansehen, was die Kamera größer aussehen lässt. Während ich das Handy getestet hab, wurde ich auch immer  wieder drauf angesprochen –  „Was ist das denn für ein Riesenaugenkamerading?“ – und so erreicht das Design damit ein wichtiges Ziel: es wird darüber gesprochen.
Das Gehäuse selbst ist 8,5 mm angenehm dünn – dafür aber dank seines 5,2″ Full-HD-Display insgesamt groß, auch wenn die Abstände zwischen Bildschirm und Gehäuserändern sehr gering gehalten ist. Doch selbst mit meinen für eine Frau sehr großen Händen ist es sehr schwierig, das Handy mit einer Hand zu bedienen. Und in meine Hosentasche passt es schon gar nicht. Trotzdem liegt es angenehm in der Hand und wirkt trotz 154 Gramm sehr leicht. Im Rahmen verbergen sich SIM- und microSD-Karten-Slots, Lautstärkeregler, An/Aus Taste und ein Hardware-Kamera-Auslöser. Und wer glaubt, Kunststoffgehäuse ist gleich billige Verarbeitung und rutschige Oberflächen, liegt falsch. Die Oberfläche des Smartphones ist leicht aufgeraut und fühlt sich sehr griffig an. Wir hatten das Model in weiß/rot (Coral Reef), was leider durch diese Textur schnell anfällig für Schmutz und Flecken war. Aber auch hier hat HTC ein Ass im Ärmel: das Gehäuse ist nach IPX7 zertifiziert und somit bis zu 30 Minuten bei 1 Meter Wassertiefe wasserdicht. Was macht also die gewitzte junge Dame? Genau, sie wäscht ihr Telefon einfach!

Das HTC Desire Eye unter Wasser

Starke Hardware und eine einfache Benutzeroberfläche mit spannenden Funktionen

Screenshot_2014-11-14-14-41-41 Wenn man sich die Spezifikationen anguckt scheint es, als wäre die Namensgebung nicht etwa von der Leistung, sondern vom Design abhängig – denn das Smartphone gleicht bei der Hardware fast dem Flaggschiff One M8. Eigentlich befanden die Desire Smartphones eher in der Mittelklasse, doch das ist vorbei. HTC war großzügig bei der Innenausstattung:  der Snapdragon 801 Quadcore-Prozessor, jeder Kern mit 2,3 GHz getaktet, und der  2 GB Arbeitsspeicher sorgen für eine glatte Performance. Selbst beim Drehen von längeren Videos lässt uns der Prozessor nicht im Stich. Nur dass der interne Speicher von 16GB bei solchen Videos natürlich auch schnell aufgebraucht ist – kein Problem, denn man kann ihn ja mit bis 128 GB über microSD erweitern.
Ausgeliefert wird das Desire Eye mit Android KitKat 4.4 und der HTC Sense Oberfläche. Im täglichen Gebrauch hatte ich keine Probleme – alle Anwendungen liefen ohne Ruckler oder stürzten ab. Als iPhone-Nutzer war es spannend, mal für ein paar Tage Android auszuprobieren – die Umgewöhnung geht erstaunlich einfach und schnell, das Interface ist simpel gestaltet und lässt sich mühelos personalisieren. Auch der Blinkfeed ist eine praktische und nette Funktion, da man dort Updates aus beliebigen, selbstgewählten Apps bekommt, ohne in die jeweilige App selbst gehen zu müssen.
Als besonderes Feature hat der Hersteller eigens die „Eye Experience“ entworfen. Ein Tool, dass verschiedenste Funktionen der Kamera in andere Apps wie z.B. Instagram und Skype integriert, und man so auch in Skype die Kamera noch besser steuern kann. Hinzu kommen verschiedene Bearbeitungs- und Retuschierfunktionen. Auch hier merkt man den Schwerpunkt auf der Frontkamera – vor allem Gesichter lassen sich auf verschiedenste Weise verändern, verbessern und sogar miteinander verbinden. Apropos verbinden: unabhängig von der App, sei es Skype oder Hangouts, etc., wer will kann nun auch seinen Bildschirm mit dem virtuellen Gegenüber teilen, sicherlich nützlich im Berufsleben….oder wenn man Mutti mal wieder aus der Ferne erklären muss, wie ihr Handy funktioniert.
Bei allen tollen Extras muss man doch leider einen Abstrich machen: der Akku hat nur 2.400 mAh, was bei dem großen Bildschirm gerade mal den Tag durchhält. Das ist dann wiederum fast überraschend und reicht jedem normalen Nutzer im Alltag.

HTC Desire Eye: Vorne, hinten, alles das Gleiche? Ja, bei der Desire Eye Kamera.

Kommen wir mal zum eigentlichen Herzstück des Smartphones: die Frontkamera a.k.a. Selfie-Kamera. Ausgestattet mit 13 Megapixel, HDR-Foto- und Full-HD-Videoaufnahme, einem Dual-LED Blitz und einem BSI-Sensor macht sie bessere Fotos als so manche Rückkamera. Viele werden das jetzt als Spielerei abtun – aber der Selfie-Trend hat kein absehbares Ende und da kommt ein Handy, das gerade den Ansprüchen an bessere, schärfere und schönere Fotos gerecht wird, gerade richtig. Und wer glaubt, dass die Qualität bei sowas nicht mehr wirklich sichtbar ist, liegt besonders falsch.
Besonders durch den BSI-Sensor werden die Fotos auch bei schlechteren Lichtverhältnissen (fast) rauschfrei und sehen wenig verpixelt aus. Gesichter werden schnell und gut erkannt, auch mit mehreren Menschen im Bild. Wer möchte kann danach das Foto mit verschiedenen Filtern, vor allem aber mit verschiedenen Effekten zur Gesichtsverschönerung bearbeiten -Haut glätten, Schatten weg, Augen größer: kein Problem mit dem Editing-Tool. Und wer sich gar nicht leiden kann, ersetzt sein Gesicht einfach durch das einer anderen Person, die man fotografiert hat bzw. dessen Foto man in der Galerie gespeichert hat. Dazu erkennt das Smartphone automatisch Gesichter auf Bildern und legt sie beliebig übereinander – das geht bei Menschen sehr gut und führt zu teilweise sehr lustigen Ergebnissen. Vor allem die schrittweise Veränderung über den Schieberegler sieht oft unfreiwillig komisch aus. Leider erkennt das Handy keine Tiergesichter (zumindest meinen Hund nicht), es ist wohl zu früh für Inter-Spezies-Hybride.
Da die Rückkamera und die Frontkamera quasi identisch sind, ist die Qualität bei beiden gleich, lediglich der Winkel der Rückkamera ist ein wenig weiter, doch Farb- und Lichtaufnahme sind bei beiden Kameras natürlich satt. Wer möchte kann die Beiden auch zusammen verwenden – durch ein Wischen zur Seite lässt sich beliebig zwischen Selfie (Frontkamera), Rückkamera und Split-Capture (beide zusammen auf einem Bild) wechseln und so lässt sich auch in einem Bild zeigen, worauf man reagiert, wie man sich in einer bestimmten Situation, Umgebung, Gruppe, etc. fühlt.
Auch unter Wasser funktioniert die Kamera über den kapazitiven Auslöser sehr gut, allerdings lässt sich natürlich der Touchscreen nicht bedienen und so kann man nicht zwischen den Modi wechseln. Das ist schade, denn man muss bevor man im Wasser ist den Modus einstellen – die Flexibilität zwischen den Kameras geht verloren. Trotzdem sind die Aufnahmen angenehm scharf und nach kurzem Trockenwischen ist das Desire Eye wieder verwendbar.
Videos werden standardmäßig in Full-HD (1080p) mit 30 Bildern die Sekunde aufgenommen. Das sorgt für eine hohe Qualität, lässt aber auch sehr große Dateien entstehen. Mit Zoe lassen sich Bilder und Videos einfach in kleine Filme verarbeiten und teilen. Für mich sicherlich nicht sehr interessant und scheint ein Versuch zu sein, dem Video-Netzwerk Vine Konkurrenz zu machen. Ob das realistisch ist, wage ich zu bezweifeln, ist aber in jedem Fall ein unterhaltsames Feature.

Das Sahnehäubchen zum Schluss: BoomSound auch im HTC Desire Eye

Als wollte HTC sie verstecken, sind die Stereo-Lautsprecher dezent am oberen und unteren Displayrand verbaut. Klein, aber oho – so lassen sich die zwei Schlitze beschreiben. Der Sound ist glasklar, auch bei höheren Lautstärken. Ein kleiner Raum, oder eine Picknickdecke im Park: das Smartphone füllt die Umgebung mit ordentlichem Klang. So macht es nichts, wenn man unterwegs mal keine mobilen Boxen mit hat, denn das Schleppen ist Vergangenheit. Das Desire Eye ist ein leichter, aber treuer Begleiter. Auch lässt sich dank LTE Musik schnell und einfach über Streamingdienste wie Spotify abspielen, egal wo man ist. Die Downloadgeschwindigkeit ist natürlich auch ein Stück weit vom Provider abhängig, dennoch fand ich das Laden und aktualisieren im Browser und innerhalb verschiedenen Apps angenehm schnell.

Fazit:

Das HTC Desire Eye ist ein toller Freizeitbegleiter mit leistungsfähiger Hardware. Obwohl die Zielgruppe eher jung ist, ist das Smartphone für jeden geeignet, der einen Alleskönner braucht. Natürlich ist Kamera besonders hervorzuheben, doch auch der Rest überzeugt, der Preis von  ca. 450€ ist durchaus gerechtfertigt. Und wenn es eines kann, dann ist es auf jeden Fall Spaß machen und Langweile vertreiben. Das einzige, was ich wirklich zu bemängeln hätte wäre die Akkuleistung. Als Heavy-User ist man damit schnell an der Grenze. Trotzdem, das Desire Eye ist eine definitive Kaufempfehlung meinerseits! In der Galerie findet ihr mehr Bilder von Gebrauch und Funktionsweise des HTC-Smartphones.

Unser Hands-on Video mit Unterwasser-Experiment:

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