Von Rifat Göktas am
Vernarrt in Android, Gadgets und Games

The one you've been waiting for

Das HTC One M9 im Test


Das aktuelle Flaggschiff von HTC war eines der Highlights der MWC 2015 in Barcelona. HTC führt den Erfolg seiner One-Serie weiter und präsentiert mit dem One M9 einen Aluminium-Boliden, der es in sich hat. Wir haben das Flaggschiff jetzt zum Testen bekommen und zeigen Ihnen, wieso das HTC One M9 den ersten Platz in unserer Bestenliste ergattert.

Weitere One M9 Fotos
  • Hochwertiges Aluminium-Unibody
  • Exzellente Stereo-Lautsprecher
  • 32 GB interner Speicher (bis zu 2 Terabyte erweiterbar)
  • Modernes UI mit sinnvollen Features
  • Schneller Octa-Core-Prozessor
  • Kamera schwächelt bei schlechtem Licht
  • Optisch wenige Unterschiede zum Vorgänger

7mobile Bewertung

Gut (87%)
Telefon und Akku: 84%
Internet: 88%
Multimedia: 92%
Handling: 85%
App-Store: 85%

Unboxing und Lieferumfang

Was wird alles geliefert?

Das One M9 kommt in einer weißen, flachen Pappverpackung, die mittig den Namen drauf hat und eine gepunktete Oberfläche besitzt. Auf der Rückseite sind alle wichtigen Spezifikationen zu lesen.

In der Box findet man neben dem Smartphone, einiges an Bedienungsanleitungen und Garantieerklärungen. HTC legt ein micro-USB Kabel, einen Netzstecker und In-Ear-Kopfhörer mit zusätzlichen Aufsetzern. Ein kleines SIM-injection Tool ist vorhanden, um eine nano-SIM Karte oder microSD-Karte einzuführen. Wir haben ebenso für Testzwecke ein Dot-View Cover bekommen, um die zusätzlichen Funktionen zu betrachten. Die beigelegten Kopfhörer sind meiner Meinung nach ein wenig hochwertiger als andere beigelegte Kopfhörer, da sie auch mit einem guten Bass überzeugen können.

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Stylisches Design in einem Aluminium-Unibody

Optik/Design des HTC One M9

Das One M8 gehörte schon zu den schönsten Smartphones des Jahres 2014, das wird sich mit dem One M9 auch nicht ändern. Bei HTC setzt man in der One-Serie auf Premium-Materialen und einer klasse Verarbeitung. Das Aluminium-Gehäuse mit seiner abgerundeten Rückseite liegt gut in der Hand und fühlt sich hochwertig an.

Bei all den Smartphones die heutzutage zu kaufen sind, versucht man stetig etwas zu finden, was sich vom Einheitsbrei abhebt. Das HTC One M9 kann sich hier durch deutliche Design-Elemente von anderen Smartphones unterscheiden. Da haben wir erstmal den Alumium-Unibody, der bei uns in der Ausführung „Gold-on-Silver“ ist. Dabei ist die Vorder- und Rückseite in einer silbernen Farbe gehalten, während der Rahmen gold schimmert. Die Vorderseite des Smartphones wird hauptsächlich vom 5 Zoll großen Display eingenommen. Unter dem Display ist jedoch immer noch ein schwarzer Balken, mit dem HTC-Logo. Dieser wurde schon beim Vorgänger kritisiert, weil ein HTC-Logo auf der Rückseite schon ausreicht; anscheinend hat HTC sich diese Kritik nicht zu Herzen genommen.

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Über und unter dem Display sitzen weiterhin die markanten BoomSound-Lautsprecher, die für ordentlich Lautstärke sorgen sollen. Zu diesen kommen wir noch im Technischen Test. Neben den obigen BoomSound-Lautsprecher  sitzt noch ein Annäherungssensor und die neue Ultra-Pixel Kamera, die beim Vorgänger noch die Hauptkamera gewesen ist. Die Rückseite ist aus gebürsteten Aluminium und hat mittig das HTC-Logo platziert. Die Duo-Kamera ist Geschichte, HTC setzt wieder auf eine normale Kamera, die relativ groß ausfällt und von einem schwarzen Rahmen eingerahmt ist. Links neben der Kamera sitzt eine Dual-LED, die für eine optimale Belichtung beim Fotografieren sorgen soll. Der weiße Kunststoff-Streifen ist sowohl oben als auch unten zu sehen.

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Wie schon erwähnt ist der Ein/Aus-Knopf endlich nicht mehr an Oberseite, sondern ist an die rechte Seite gewandert. Platziert wurde er unter den Lautstärke-Knöpfe. Die microSD- und die nano-SIM-Karte sind links bzw. rechts einzuführen. Das Silber/Gold-Design wird an der Oberseite nur durch einen schwarzen Balken unterbrochen, welcher den Infrarot-Sensor versteckt hält. HTC setzt weiterhin auf eine leicht abgerundete Rückseite, die dazu führt, dass sich das Smartphone in die Hand einschmiegt und besser zu halten ist. Hier hat man einen ergonomischen Vorteil gegenüber Hersteller, die auf ein Barren-Design setzen.

Wir gehen auch auf die neue HTC Sense 7.0 Oberfläche ein. Diese hat einen neuen Anstrich bekommen, der mit dem Material Design von Android Lollipop zusammen hängt. Man orientiert sich farbtechnisch am Material Design, setzt aber weiterhin HTC-typische Akzente. Der Homescreen beherbergt auf dem ersten Blick eine neue Fläche, die eine Anzahl an Apps zeigt, welche auf Ortwechsel reagiert. So wird auf der Arbeit produktive Apps gezeigt, unterwegs Social Media- und News-Apps und Zuhause Entertainment-Apps. Diese neue Fläche lernt auch mit der Zeit, welche Apps wo häufig genutzt werden und zeigt sie entsprechend an. Mit einem Wischen nach Links erreicht man wie gewohnt den Blinkfeed, der auch überarbeitet und verbessert wurde.

Ein neues Feature ist die Themes-App die von HTC selber ist. Man bietet damit eine umfassende Anzahl von Themes, Hintergründen, Symbolen-Design, Tönen und Schriftarten an. Somit hat jeder Nutzer die freie Wahl wie sehr er sein Handy anpassen möchte. Ähnliches kennen wir schon von Sony oder von Cyanogen Mod. Dazu kommt die Möglichkeit, dass man selber Themes erstellen und hochladen kann, sodass andere User darauf zugreifen können. Dafür wird ein Theme Creator Pro von HTC bereitgestellt. Eine weitere Möglichkeit ist es ein Foto auszusuchen und ein Theme wird aus diesem Foto kreiert. Hier könnt ihr so ein Theme euch anschauen:

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Schnell, Ausdauernd und Laut- Sehr laut!

Technischer Test vom HTC One M9

Das HTC beim One M9 auf Top-Hardware setzt, war zu erwarten. Man will sich in gewissen Kategorien als Bester positionieren. Dazu gehört der Sound, das Design und wollte es auch in Sachen Fotos und Videos machen. Das Flaggschiff aus Taiwan gehört zu einen der schnellsten und leistungsstärksten Smartphones auf dem Markt das ist schon mal klar.

Das HTC One M9 kann nicht nur mit seinem Aussehen beeindrucken, sondern auch mit inneren Werten. Es gehört sich bei einem Flaggschiff auf die neueste Hardware zu setzen und hier macht HTC nichts falsch. Sowohl Prozessor, Arbeitsspeicher und Kamera haben ein deutliches Upgrade erhalten. Der neue Prozessor aus dem Hause Qualcomm ist der Snapdragon 810; ein 64bit-fähiger Octa-Core-Prozessor. Dabei sind 4 Prozessoren mit 2,0 GHz und die anderen 4 Prozessoren mit 1,5 GHz getaktet. Dazu kommt der Adreno 430 als Grafikeinheit zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher wird im Vergleich um 1 GB auf 3 GB erhöht und auch der interne Speicher misst 32 GB. HTC lässt somit eine 16 GB-Version fallen, was wir als positive Entwicklung sehen. Der interne Speicher lässt sich auch per microSD-Karte erweitern und zwar bis zu 2 Terabyte! Auch wenn es wenige Karten dieser Größe im Umlauf sind, eignet sich dies für alle die 4K-Filme aufnehmen und Filme-Junkies sind. Ich wüsste nicht wie ich so viel voll kriegen könnte.

Screenshot_2015-03-23-12-54-42Das Smartphone wurde schnell mal durch den AnTuTu-Benchmark geschickt und siehe da, wir kommen auf ein ansehnliches Ergebnis. Wir erreichen über 56.300 Punkte im Benchmark und überholen so zum Beispiel das Samsung Galaxy Note 4 um fast 8.000 Punkten. Man muss aber auch erwähnen, dass das neue Samsung Galaxy S6 /S6 Edge sogar diesen Wert übertrifft. Berichte bezüglich einer Überhitzung bei Benchmark-Tests oder längerer Nutzung konnten wir nicht bestätigen. Das Smartphone ist flott und sowas wie Ruckeln existiert nicht. Auch bei aufwendigeren Games wie NOVa 3 oder Real Racing 3 sind keine Probleme erkennbar. Multi-Tasking ist dank des großen Arbeitsspeichers eine schnelle Angelegenheit und auch das Starten von Apps geschieht ohne Zögern. Im Großen und Ganzen kann man nichts an der Schnelligkeit bemängeln. Der Durschnitts-User wird auch nicht so schnell die Obergrenze der Leistung erreichen, sodass man stets ein flottes Smartphone in den Händen hält.

Der Sound ist bei den BoomSound-Lautsprechern besser als bei vielen anderen Smartphones und kommt besonders zum Hervorschein wenn man sich Filme auf dem One M9 anschaut. Durch die Stereo-Lautsprecher wird ein klasse Sound erzeugt der sehr laut ist; lauter kenne ich es nicht von jemand anderen. Hier kann man auch einen Dolby Surround 5.1 genießen, lohnt sich beim Schauen von Filmen. Der Akku misst 2.840 mAh, leicht größer als der Vorgänger, wobei es trotzdem 1-2 Stunden länger läuft im direkten Vergleich mit dem Vorgänger. Mit eingeschalteten Energiesparmodus erreicht man bei einer mäßigen Nutzung eine Laufzeit von 2 Tagen oder mehr. Eine nette Dreingabe sind die 100 GB Speicherplatz in der Google Drive, welche für zwei Jahre gültig ist. Der Infrarot-Sensor macht aus dem One M9 eine Fernbedienung für den Fernseher und für Home Entertainment-Geräte.

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Das HTC One M9 beherrscht verschiedene Funkstandards und ist somit auch auf dem aktuellen Stand der Dinge. Dazu gehört, dass man Wlan 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz) beherrscht, sowie die Bluetooth-Technologie 4.1. Medieninhalte können per DLNA an entsprechende Fernseher gestreamt werden und auch NFC ist mit dabei. Schade ist jedoch, dass man weiterhin einen Micro-USB 2.0-Anschluss verbaut hat und nicht auf 3.0 setzt. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis man diesen Anschluss implementiert. Auch LTE wird unterstützt und zwar LTE Cat 6. Dies bedeutet dass man theoretisch mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Mbit/s downloaden kann. Schade nur, dass in Deutschland nicht mal ansatzweise solche Geschwindigkeiten erreichen kann, während es in Südkorea oder Japan die Netzbetreiber ordentlich aufrüsten.

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Kommen wir aber zur Kamera. Diese war lange Zeit der größte Kritikpunkt in der One-Serie. Man hatte zwar mit der Ultrapixel-Kamera eine Kamera verbaut, die sehr viel Licht aufnehmen konnte, aufgrund der 4 Megapixeln waren Fotos maximal nur für Social Media geeignet. Beim One M9 ist die Ultrapixel-Kamera auf die Vorderseite gewandert und soll bei Selfies und Videochats punkten. Auf der Rückseite hat man eine 20 Megapixel-Kamera verbaut, die weiterhin von einem Dual-LED unterstützt wird. Dabei wird die Linse von nicht zerkratzbarem Saphirglas geschützt. Es klingt erstmal imposant und hört sich nach einer Verbesserung, jedoch muss die Kamera sich in einigen Situationen geschlagen geben. Während Fotos in der Natur relativ gut ausfallen und auch beim Reinzoomen, die Bilder scharf bleiben, schafft man es nicht bei künstlichem Licht und im Dunklen für entsprechend gute Fotos zu sorgen. Auch bei künstlichem Licht schafft es die Kamera nicht ganz scharf zu stellen, jedoch muss man auch erwähnen, dass die Kamera sehr schnelle Verschlusszeiten hat. Beim Tippen wird das Foto schon in die Galerie gespeichert. Die Kamera kommt ebenso mit dem einen oder anderen Feature, wie z.B. Aufnehmen von 4K-Videos oder Slow-Motion Videos. Jedoch muss man auch hier erwähnen, dass man ab und zu ins Verschwommene übergeht. Die Kamera ist zwar gut bei natürlichen Lichtverhältnissen, schießt aber bei dunklem Licht verrauschte Bilder. Ich hoffe, dass sich das in der Zukunft per Update verbessert.

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Immer noch alles beim Alten

Display vom HTC One M9

HTC stemmt sich gegen den Trend der WQHD-Displays und setzt weiterhin auf eine 1080p (Full-HD) Auflösung. Auch wenn das Jahr 2015 das Jahr der 2K-Auflösung werden soll, will man mit Full-HD für eine längere Akkulaufzeit sorgen.

Das Display ist genauso wie beim Vorgänger 5 Zoll groß und ist ein Super-LCD3-Screen. Das ergibt bei einer Full-HD Auflösung eine Pixeldichte von 468 ppi. Bei voller Helligkeit ist das Display auch gut im direkten Sonnenlicht ablesbar. Sowohl die Blickwinkelstabilität, als auch der Kontrast sind gut und Farben werden in einem natürlichem Farbton wiedergegeben. Im Vergleich mit Displays von LG, Sony, Apple oder Samsung hat man längst alle Mängel verloren und kann sich auf einer Stufe begegnen. Der einzige Nachteil für manche wäre aber wohl „Full-HD“.

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Auch wenn man den Unterschied zwischen einer Full-HD- und 2K-Auflösung nicht erkennt, wird eine höhere Auflösung zum Marketing genutzt und Nutzer greifen automatisch zu einer „besseren“ Auflösung. Würde man Menschen beides vor die Augen führen, würden sie den Unterschied gar nicht bemerken. Das durch eine höhere Aufösung auch die Akkulaufzeit darunter leidet, ist den meisten gar nicht erst bewusst. Deswegen wird diese niedrigere Auflösung als „Nachteil“ genannt.  Das Dot Cover muss man auch erwähnen, da es ein cooles Accessoir ist und peppig wirkt. Ohne dass man die Klappe öffnet, kann durch zweimaliges Tippen die Uhrzeit und Temperatur erfahren werden. Hier kann man auch verschiedene Themes anwenden, um diesen „Bildschirmschoner“zu verschönern. An Feiertagen wird automatisch ein Feiertags-Theme angezeigt.

Glänzender Aluminium-Unibdy

Produktfotos vom HTC One M9

Wir haben für euch natürlich auch Fotos vom HTC One M9. Zusätzlich dazu haben wir jedoch auch Vergleichsfotos mit dem Vorgänger, dem One M8 gemacht, sodass optische Unterschiede auch erkennbar sind.

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Fragen und Antworten zum One M9 von HTC

Evolution, statt Revolution

Fazit zum HTC One M9

  • Hochwertiges Aluminium-Unibody
  • Exzellente Stereo-Lautsprecher
  • 32 GB interner Speicher (bis zu 2 Terabyte erweiterbar)
  • Modernes UI mit sinnvollen Features
  • Schneller Octa-Core-Prozessor
  • Kamera schwächelt bei schlechtem Licht
  • Optisch wenige Unterschiede zum Vorgänger

7mobile Bewertung

Gut (87%)
Telefon und Akku: 84%
Internet: 88%
Multimedia: 92%
Handling: 85%
App-Store: 85%

HTC-One-M9-Header

HTC präsentiert mit dem HTC One M9 einen gelungenen Nachfolger für das One M8 und stattet es mit Top-Hardware aus. Das Smartphone steckt in einem schönem Aluminium-Unibody und gehört zu einen der Schönsten auf dem Markt. Optisch ähnelt es sehr dem Vorgänger; zumindestens die Vorderseite. Auf der Rückseite verbaut HTC eine neue Kamera und schafft damit die stark kritisierte Ultrapixel-Kamera ab. Die 20-MP Knipse kann man aber nicht vollständig überzeugen. Bei schlechten Lichtverhältnissen wirken Bilder unscharf und dunkel. Die Stereo-Lautsprecher sorgen für einen exzellenten Klang und können so einfach nicht von der Konkurrenz überholt werden. Auch das UI wirkt moderner und kann mit nützlichen Feautures punkten. Mit dem aktuellen Octa-Core-Prozessor aus dem Hause Qualcomm und den 3 GB Arbeitsspeicher erreicht man Top-Leistungen und gehört auch so zu schnellsten Smartphones. Für einen deftigen Preis von 750 Euro ist das Smartphone ab April verfügbar.

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Rifat Göktas vor 2 Jahre, 6 Monate.

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