Von Caspar Hohrenk am
Gebürtiger Hamburger, der jetzt in Leipzig Medientechnik studiert

Samsung Galaxy A5 (2016) im Test: Das bessere Galaxy S6?

Samsung Galaxy A5 (2016) im Test


Das Galaxy A5 (2016) ist das Nachfolgemodell von Samsungs “Premium-Mittelklasse” Reihe, die vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde. Die Smartphones der A Serie ordnen sich vom Funktionsumfang und Preis zwischen der Flaggschiff-Serie Galaxy S und der günstigen J-Serie ein.

Weitere Galaxy A5 (2016) Fotos
  • sehr gute Verarbeitung
  • tolles Display
  • überzeugende Akkulaufzeit
  • relativ geringer Preis
  • Fingerabdrucksensor verbaut
  • micro-SD-Kartenslot
  • mittelmäßig schnell
  • Kamera nicht sehr detailreich
  • keine Benachrichtigungs-LED
  • nur eine Speicherausführung
  • veraltete Android-Version

7mobile Bewertung

Gut (85%)
Telefon und Akku: 95%
Internet: 87%
Multimedia: 90%
Handling: 83%
App-Store: 80%

What´s in the box?

Samsung Galaxy A5 (2016) im Test: Unboxing und Lieferumfang

Geliefert wird das A5 in einer schlichten weißen Schachtel. Auf der Vorderseite ist nur der Gerätename zu sehen. Auf der Rückseite werden einige Funktionen erläutert.

In der Packung finden wir das Smartphone, beklebt mit Folien auf Vorder- und Rückseite. Leider ist die Folie auf der Front bedruckt und lässt sich nicht als Schutzfolie benutzen. Außerdem befindet sich in der Verpackung ein Schnellladegerät mit 9 Volt bei 1.67 Ampere oder 5 Volt bei 2 Ampere, ein ca. 1 Meter langes USB-Kabel mit Micro-USB Stecker sowie In-Ear-Kopfhörer. Das ganze Zubehör ist weiß. Zudem liegt noch ein Quick-Start-Guide und ein Tool zum Öffnen des Simkartenfachs bei.

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Premium feeling in der Mittelklasse

Samsung Galaxy A5 (2016) im Test: Design und Verarbeitung

Nimmt man das Galaxy A5 in die Hand merkt man nicht, dass es sich um ein Mittelklasse Smartphone handelt. Die Verarbeitung ist einfach richtig gut.

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Die Vorder- und Rückseite des Galaxy A5 besteht aus Glas. Das getestete Modell ist die goldene Variante. Das Glas auf der Vorderseite ist schwarz, die Rückseite besitzt eine unaufdringliche Champangergoldene-Farbe. In die gleiche Farbe ist auch der Rahmen um das Gerät gefärbt. Dieser ist aus gebürstetem Metall und fühlt sich super an. Unterbrochen ist dieser nur durch die vier Antennenstreifen. Oben und Unten jeweils zwei.

Nach ein paar Wochen muss ist leider sagen, dass der Rahmen schon ein paar Kratzer abbekommen hat, obwohl das Gerät sehr pfleglich behandelt wurde. Zudem musste ich feststellen, dass die Glasrückseite einen kleinen Sprung am unteren Rand bekommen hat. Dabei ist mir das A5 kein einziges Mal runtergefallen. Hoffentlich ist das Glas nicht bei allen Geräten so empfindlich.

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An der Oberkante des A5 finden wir nur ein Mikrofon. An der rechten Kante sind der Ein/Aus-Schalter und darunter das Kartenfach für die Micro-SD-Karte und die Nano-SIM. Das Kartenfach ist gut in das Gehäuse integriert und lässt sich kaum ertasten. Auf der Gegenüberliegenden Seite finden sich die beiden Lautstärkeknöpfe.

Von den Knöpfen bin ich begeistert. Sie sitzen perfekt im Gehäuse und lassen sich sehr gut drücken. Auch die Positionen sind optimal gewählt. Der Druckpunkt ist gut und sie wackeln kein bisschen. Leider lässt sich das nicht über den Home-Button sagen, der Samsungtypisch unter dem Display auf der Vorderseite untergebracht ist. Dieser längliche Knopf fühlt sich wie billiges Plastik an und wackelt ein wenig hin und her. Dafür bietet der Homebutton auch mehr Funktion als die anderen Knöpfe. In ihn ist ein Fingerabdrucksensor verbaut, aber dazu später mehr. Die Farbe des Knopfes ist an das Gold der Rückseite angepasst.

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Sonst finden wir auf der Vorderseite neben dem Homebutton noch zwei kapazitive Tasten für Zurück und Multitasking. Die beiden Tasten leuchten nur kurz auf, wenn man sie benutzt und sind sonst fast unsichbar. Über dem Display befindet sich die Hörmuschel, ein Samsung Schriftzug, die Sensoren für Abstand und Helligkeit und die Frontkamera. Eine Benachrichtigungs-LED ist leider nicht verbaut.

Die Rückseite ist wie oben beschrieben auch aus Glas. Die Kamera schaut ein wenig aus dem Gehäuse raus. Das ist nicht sehr störend, kann aber nerven, wenn das Smartphone auf dem Tisch liegt und beim Bedienen hin und her kippelt. Rechts neben der Kamera befindet sich der Blitz. Sonst ist die Rückseite bis auf den Samsung-Schriftzug und ein paar technische Logos leer.
Auf der Unterseite des Galaxy A5 befindet sich die Kopfhörerbuchse, ein Micro-USB Anschluss, ein Lautsprecher und ein Mikrofon. Das Smartphone misst 144,8 x 71 x 7,3 Millimeter und wiegt 155 Gramm und ist damit in etwa so groß wie das Galaxy S6, nur etwas schwerer. Das A5 gibt es in den Farben Schwarz, Weiß, Gold und Roségold.

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Was kann das Galaxy A5 (2016)?

Technischer Test

Das Galaxy A5 besitzt einen Octa-Core-Prozessor. Dieser Samsung Exynos 7580 taktet alle acht Kerne mit 1,6 GHz. Dieser Prozessor ist zwar kein Spitzenmodell wie im Galaxy S7, reicht aber völlig aus.

Ich kann bei der Benutzung meistens kaum eine Verzögerung feststellen. Einzig das Starten von Apps könnte etwas schneller gehen. Manchmal hackt das Smartphone dann doch und es dauert ein wenig bis Befehle ausgeführt werden. Aber dennoch ist der Prozessor auch zum Spielen stark genug. Ein wenig warm wird das Smartphone auf der Rückseite. Aber das ist noch weit entfernt von unangenehm oder zu heiß. Zum Prozessor gesellen sich im Galaxy A5 noch 2 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Der interne Speicher ist mit 16 Gigabyte nicht wirklich groß gewählt. Es gibt auch keine Version des A5 mit mehr Speicher. Dafür hat das Gerät ein Micro-SD-Steckplatz um den Speicher zu erweitern. Apps lassen sich aber so nicht auf die SD-Karte speichern. Das ist etwas ärgerlich. Möglicherweise wird das aber durch das Update auf Android 6.0 verbessert. Das Update wurde aber leider noch nicht bestätigt.

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Der Akku des A5 hat eine Kapazität von 2.900 mAh. Das kling erst einmal nicht so richtig viel für ein Smartphone mit einem 5,2 Zoll Display, trotzdem hat mich die Akkulaufzeit echt überrascht. Anscheinend ist der Prozessor zusammen mit dem AMOLED-Display echt Akkufreundlich. So komme ich mit dem Galaxy A5 ziemlich gut über den Tag. Auch der Verbrauch im Standby ist ziemlich gut.

Und sollte der Akku doch mal alle sein, lässt er sich per Schnellladefunktion relativ schnell aufladen. Ist das A5 über das passende Ladegerät angeschlossen wird dies auch im Sperrbildschirm angezeigt. Wie viel schneller das Schelladen ist, kann ich nicht genau sagen. Ein nettes Feature ist es auf jeden Fall um kurz vor der Uni oder bevor man das Haus verlässt noch ein paar mehr Prozent auf dem Smartphone zu haben.

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Das A5 lässt sich per WLAN b/g/n/ac oder LTE Cat-6 mit dem Internet verbinden. Für die Ortung stehen Glonass und GPS zur Verfügung. Zudem hat das A5 auch Bluetooth 4.1.

Software

Auf dem Galaxy A5 ist Samsungs TouchWiz vorinstalliert. Das war – für mich zumindest – vor einigen Jahren noch ein großes Problem. Zum Glück hat Samsung die Softwareoberfläche immer weiter entwickelt und kann nun ein ausgereiftes und weniger überladenes User-Interface bieten.

Zum einen ist sehr viel weniger Bloatware auf dem Smartphone, als man es erwartet hätte. Trotzdem doppeln sich die viele Apps. So ist nicht der Google Kalender, sondern eine Eigenvariation von Samsung auf dem  Galaxy A5 installiert. Viele der Apps lassen sich aber zum Glück deinstallieren, will man ausschließlich die Apps von Google oder Andere benutzen.

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Auch das Aussehen des Betriebssystems wurde von Samsung überarbeitet. TouchWiz wirkt nicht mehr ganz so knallig bunt wie in vorherigen Versionen. Wer möchte, kann sich über den Theme-Store sehr einfach andere Gestaltungen des gesamten Betriebssystems herunterladen. Wirklich viele neue Features bringt Samsungs Benutzeroberfläche nicht mit. Gesten benutze ich generell nicht, um das Smartphone zu bedienen.

Als Android Version kommt Android 5.0.1 Lollipop zur Verwendung. Ob und wann es ein Update auf 6.0 gibt, ist noch nicht bekannt. Das ist sehr schade, denn nur so ließe sich das ganze Potential des Fingerabdrucksensors und der Speichererweiterung ausschöpfen.

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Kann die Kamera mit den Spitzenmodellen mithalten?

Kamera

Die Kamera des Galaxy A5 nimmt Fotos mit einer Auflösung von 13 Megapixel auf. Die Blende hat eine Öffnung von f1.9 und ist damit relativ Lichtstark.

Die Fotos, die mit der Hauptkamera geschossen werden, sehen auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Die Fotos sind scharf und können mit tollen Farben beeindrucken. Besonders die Unschärfe, die durch die große Blende entsteht, sieht bei Nahaufnahmen toll aus. Bei der Ansicht auf einem größeren Bildschirm oder beim Hineinzoomen fällt hingegen auf, dass viele Bildbereiche sehr matschig wirken und es manchen Fotos an Details fehlt. Für eine Smartphone-Kamera ist das okay, wer aber ambitioniertere Fotografie-Ideen hat, sollte lieber auf ein Modell der Galaxy S Klasse setzten.

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Bei Nacht werden die Fotos nicht besser. Oft fällt das starke Rauschen auf, das auch nicht durch die Blende 1.9 verhindert werden kann.

Auch die Frontkamera hat eine Blende von 1.9 und kann mit 5 Megapixel aufwarten. Die Fotos sind den der Hauptkamera sehr ähnlich, lösen aber etwas schlechter auf und sind leider noch etwas detailärmer.

 Hier ein paar Testaufnahmen

Die Kamera-App lässt sehr schnell per Doppelklick auf dem Homebutton aufrufen. Sogar im Standby. Der Autofokus und die Auslösezeit sind ziemlich schnell und sind damit sehr behilflich den richtigen Moment festzuhalten. Der Funktionsumfang der App ist leider nicht sehr groß. Zwar gibt es ein paar verschiedene Modi und einen „Pro“ Modus. Aber die Profi-Funktionen beschränken sich auf ISO und Weißabgleich Einstellung.

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Videos kann man mit dem Galaxy A5 in maximal Full-HD mit 30 Bildern/Sekunde. Das ist erstmal nicht verkehrt, jedoch wäre ein Slow-Motion-Modus auch ein schönes Feature.

Wie schlägt sich der Fingerabdruckscanner?

Besonderheiten

Nicht nur die Flaggschiffe von Samsung, sondern auch die Mittelklassemodelle wie das A5 sind mittlerweile mit einem zuverlässigem Fingerabdruckscanner ausgestattet.

Nicht nur die Flaggschiffe von Samsung, sondern auch die Mittelklassemodelle wie das A5 sind mittlerweile mit einem zuverlässigem Fingerabdruckscanner ausgestattet. Dieser funktioniert nicht mehr durch „Drüberziehen“, sondern durch kurze Auflage des Fingers. Das funktioniert in den meisten Fällen beim A5 ziemlich gut, aber leider nicht immer. Besonders der Auflagewinkel des Fingers sollte möglichst nah an der Position liegen, mit der der Finger aufgenommen wurde. Außerdem lassen sich nur 3 verschiede Finger einspeichern. Leider kann man das Gerät nicht nur durch Auflage des Fingers direkt aus dem Standby holen und entsperren, wie es zum Beispiel bei den neuen Nexus-Geräten der Fall ist.

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Der Fingerabdruckscanner ist also ein gutes Feature aber leider noch nicht ganz ausgereift und kann so nicht mit den der Flaggschiffe oder besonders dem iPhone mithalten. Würde das Galaxy A5 ein Update auf Android 6.0 bekommen wäre der Fingerabdrucksensor auch um einiges nützlicher, da man dann auch zum Beispiel Banking Apps mit dem Fingerabdruck entsperren könnte und nicht immer das supersichere Passwort eingeben müsste.

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Fragen und Antworten zum Galaxy A5 (2016) von Samsung

Was halte ich vom Galaxy A5 (2016)?

Fazit

  • sehr gute Verarbeitung
  • tolles Display
  • überzeugende Akkulaufzeit
  • relativ geringer Preis
  • Fingerabdrucksensor verbaut
  • micro-SD-Kartenslot
  • mittelmäßig schnell
  • Kamera nicht sehr detailreich
  • keine Benachrichtigungs-LED
  • nur eine Speicherausführung
  • veraltete Android-Version

7mobile Bewertung

Gut (85%)
Telefon und Akku: 95%
Internet: 87%
Multimedia: 90%
Handling: 83%
App-Store: 80%

Das Samsung Galaxy A5 ist ein richtiger Schritt in die Richtung „gutes Mittelklasse Smartphone“. Besonders gut gefällt mir die Materialwahl und die Verarbeitung, denn die steht den Flaggschiffen in nichts nach. Auch das Display gefällt richtig gut. Die Prozessorleistung ist vollkommen alltagstauglich und der Fingerabdrucksensor vereinfacht das entsperren ungemein. TouchWiz ist immer noch eine kleine Baustelle, besonders wenn eine über ein Jahr alte Android-Version installiert ist. Leider mussten beim A5 Abstriche bei der Kamera gemacht werden. Auch der Speicher dürfte gerne etwas größer sein. Aber diese Mängel lassen sich bei dieser Akkulaufzeit leicht vergessen. Das eine Benachrichtigungs-LED fehlt ist aber eine Sachen, die ich nicht verstehe.

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Caspar Hohrenk vor 1 Jahr, 6 Monate.

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