Von Walli Rehman am

Samsung Galaxy S7 und S7 Edge im Test

Samsung Galaxy S7 und S7 Edge im Test


Mit dem Galaxy S6 wagte Samsung einen neuen Schritt. Für das rundum neue Design wurden jedoch einige Eigenschaften wie der austauschbare Akku, der Schutz vor Wasser oder die Speichererweiterung per MicsoSD-Karte verworfen. Mit dem Nachfolger hat das Unternehmen jedoch einige beliebte Features zurück gebracht. Wir haben die beiden Smartphones auf Herz und Niere getestet und verraten Euch hier wie sie abgeschnitten haben. Los gehts!

Weitere Samsung Galaxy S7 Fotos
  • edles und ergonomisches Design
  • Slot für microSD
  • staub- und wasserdicht (IP68)
  • starke Performance
  • sensationelle Kamera
  • Always-On-Display
  • Rückseite zieht Fingerabdrücke an
  • kein Infrarotsensor mehr
  • viel Bloatware (Touchwiz)
  • kein USB Typ C

7mobile Bewertung

Sehr gut (93%)
Telefon und Akku: 90%
Internet: 94%
Multimedia: 95%
Handling: 96%
App-Store: 89%

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Design & Verarbeitung

Zunächst die Äußerlichkeiten - wie sehen die Smartphones aus? Im letzten Jahr konnte das S6 mit seinem edlen Design aus Glas und Aluminium sehr überzeugen. Dennoch gab es ein paar wenige optische Makel, die das Telefon noch aufwies. Mit dem Galaxy S7 hat Samsung feine Korrekturen am Design vorgenommen und so ein unglaublich gut aussehendes aber auch angenehm in der Hand liegendes Smartphone gebaut.

Nimmt man das S7 oder auch das S7 Edge in die Hand so fühlt man sofort wie sich die Telefone der Handwölbung anschmiegen. Dieses Gefühl kannte ich zuvor nur von HTC-Produkten, die einen gerundeten Aluminium-Rücken besaßen. Bei den S7-Modellen ist das Gefühl jedoch deutlich angenehmer, was vermutlich dem verbauten Glas geschuldet ist. Es erinnert mich ein wenig an die Zeit des Galaxy S3, das zwar aus Plastik gebaut war, aber durch seine insgesamt abgerundete Form wie ein nasses Stück feine Seife in der Hand lag. Beim S7 kommt dieses Gefühl wieder, jedoch mit einem deutlich edleren „Touch“. Doch werden wir nun konkreter und schauen uns an, was die beiden Telefone so gut in der Hand liegen lässt.

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Beginnen wir mit der Seite des Smartphones, die Eure Hand die meiste Zeit berühren wird – die Rückseite. Diese besteht aus Gorilla Glas 4 und ist somit nur sehr schwer zu zerkratzen. Während sie bei den Vorgänger-Modellen noch plan war, ist sie nun abgerundet. Dabei ist sie beim Standard S7-Modell stärker abgerundet. Dieses Design-Element ist bereits vom Note 5 bekannt und sorgt auch hier dafür, dass beide Geräte unfassbar gut zu halten sind. Doch es gibt noch mehr Unterschiede zu den Vorgängern. So ist die Rückseite bei den S7-Geräten nicht mehr so stark spiegelnd und etwas dezenter gehalten. Ein großer Kritikpunkt beim S6 war das Hervorstehen der Kamera. Samsung hat es nun geschafft die Kamera-Bautiefe zu senken und so eine nahezu bündig abschließende Kamera zu fertigen. Ein kleines Detail, das mir noch aufgefallen ist: Der Ring um die Kamera ist nicht mehr chromfarben, sondern passt sich an die jeweilige Gerätefarbe an. So hat das schwarze Modell einen schwarzen Ring und das goldene einen gold gefärbten Ring um die Linse.

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Die Kamera ragt nur noch minimal aus dem Gehäuse

Kommen wir nun zur Vorderseite. Bei beiden Smartphones haben wir ein sehr großes Displayoberflächen-Verhältnis. Das bedeutet, dass der Bildschirm einen sehr großen Teil der vorderen Fläche einnimmt, was wiederum eine kompakte Bauweise ermöglicht. Hier ist das Glas abgerundet, wobei die Rundungen beim S7 Edge stärker ausfallen als beim normalen Modell. Der Homebutton befindet sich natürlich wieder auf der Unterseite und wird von den bereits bekannten Tasten (Zurück und Multitasking) begleitet. Auch hier ist zu erkennen, dass der Ring um den Homebutton die Gerätefarbe annimmt. Oberhalb des Bildschirms sehen wir noch die üblichen Sensoren, die Selfiekamera und einen Samsungschriftzug, sowie die Hörmuschel.

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Auf der rechten Seite befinden sich bei beiden Modellen die Lautstärketasten, die einen festen, knackigen Druckpunkt haben, genau wie der Powerbutton, der sich auf der gegenüberliegenden Seite auf Daumen- bzw. Zeigefingerhöre (bei Linkshändern) befindet. Die Unterseite beherbergt den Kopfhöreranschluss, einen Micro-USB-Anschluss, sowie den Lautsprecher. Die Oberseite ist mit dem Simkarten-Schacht bestückt und besitzt bei den S7-Modellen keinen Infrarot-Sensor mehr. Daher können diese Smartphones nicht mehr als Fernbedienungen benutzt werden, was für den Ein oder Anderen wichtig sein könnte. Während das Galaxy S7 die Maße 142.4 x 69,9 x 7,9 Millimetern aufweist und 152 Gramm wiegt, besitzt das S7 Edge mit 150.9 x 72.6 x 7.7 Millimetern die etwas größeren Maße und mit 157 Gramm das höhere Gewicht. Allerdings ist es minimal dünner als das Standard-Modell.

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Fazit

Beide Telefone können durch ihr edles, durchdachtes Design überzeugen. Samsung hat die Designsprache des S6 genommen und auf ein höheres Level gebracht. Ich bin auf jeden Fall sehr begeistert. Allerdings muss man fairerweise erwähnen, dass eine Glasrückseite nicht jedermanns Sache ist. Denn sie zieht Fingerabdrücke magisch an und kann bei trockenen Händen sehr rutschig sein.

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Technische Ausstattung und Performance

Das Design des Galaxy S7 und S7 Edge konnte schon sehr überzeugen. Doch wie sieht es mit der technischen Leistung aus? Schließlich stellen die Geräte der S-Serie jedes Jahr neue Rekorde auf, was die Performance anbelangt.

Performance

In beiden Modellen, die auf dem europäischen Markt zu kaufen sind, ist der hauseigene Exynos 8890 verbaut. Zusammen mit dem 4 GB großen Arbeitsspeicher ergibt das eine Höllengeschwindigkeit. Das Telefon rast durch jede Applikation und zeigt absolut keine Makel. Der interne Speicher beträgt bei beiden Geräten 32 GB. Von diesem stehen dem Nutzer in etwa 24 GB zur Verfügung. Glücklicherweise hat Samsung dieses Mal eine Speichererweiterung via MicsoSDXC-Karte eingebaut. So lässt sich der Speicher theoretisch auf bis zu 2 Terabyte erweitern.

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Beim genauen Hinsehen fällt auf, dass die Edge-Variante (links) minimal dünner ist, als das S7 (rechts)

Akku

Während das kleinere Modell einen 3.000 mAh starken Akku besitzt, verfügt der Akku des größeren Modells eine Ladekapazität von 3.600 mAh. Beide nicht austauschbaren Akkumulatoren lassen sich über das mitgelieferte Schnellladegerät zügig aufladen. Natürlich bieten beide Telefone die Möglichkeit des drahtlosen Ladens an. In unserem Test hielten die Smartphones bei durchschnittlicher Nutzung in etwa einen Tag. Bei intensiver Nutzung sinkt die Akkulaufzeit auf etwa 8-9 Stunden.

Eine kleine Enttäuschung für uns war der Anschluss der S7-Smartphones. Samsung setzt hier weiterhin auf Micro-USB statt auf USB Typ C. Der Grund dafür soll angeblich die Gear VR sein. Diese würde mit einem Typ C-Anschluss nicht mehr kompatibel sein und da Virtual Reality in diesem Jahr eine große Rolle spielen wird, hat man sich gegen den neuen Zukunftsstandard  entschieden.

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Kamera

Beide Smartphones kommen mit der gleichen Kamera daher. Sie löst auf der Rückseite mit 12 und auf der Front mit 5 Megapixeln auf und kann Videos im Ultra High Definition-Format aufnehmen. Neu ist in diesem Jahr die Linse mit der Brennweite f/1.7. Sie lässt 25 % mehr Licht durch als das Galaxy S6 und ist somit deutlich lichtstärker. Zusätzlich hat man die Pixelkantenlänge von 1,12 auf 1,4 Mikrometer erhöht. Das führt zu 56% mehr Licheinfang und insgesamt wird das Bild dadurch 95 % heller und schärfer als beim S6. Ein weiteres Trumpf der Kamera ist die wahnsinnig schnelle Fokussierung des Motivs. Samsung realisiert dies dadurch, dass sie 100 % der Pixel zum fokussieren verwenden. Zum Vergleich: Beim iPhone 6 Plus sind es lediglich 5%. Dies sorgt dafür, dass die Kamera extrem schnell fokussieren kann. Insgesamt hat die Kamera eine rasante Entwicklung erfahren und ist für uns zum jetzigen Zeitpunk die beste Kamera in einem Smartphone. Darüber hinaus ragt sie nicht mehr so stark aus dem Gehäuse, was für viele Nutzer ein Kritikpunkt beim Vorgänger-Modell war.

Hier habe ich ein Testfoto geschossen und man sieht was für eine Tiefenschärfe die Kamera des S7 schafft. Das sorgt für einen schönen Bokeh-Effekt. Die Farben sind schön dynamisch. Der Himmel nicht gelblich sondern strahlend blau, das reflektierende Sonnenlicht ist jedoch warm gelb.

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Auf dem zweiten Testbild strahlt die Sonne direkt in die Kamera und erzeugt somit ein starkes Gegenlicht. Viele Kameras schaffen es dann nicht das Motiv vernünftig darzustellen und man erkennt meistens nur eine schwarze Silhouette des Motivs. Die Kamera des Galaxy S7 macht hier einen hervorragenden Job. Die Blätter sind deutlich mit ihren Farben zu erkennen. Auch Details gehen hier nicht unter.

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Staub- und Wasserschutz

Was beim Vorgänger noch fehlte wurde nun nachgeholt. Sowohl das Galaxy S7 als auch das S7 Edge sind nach IP 68 staub- und wasserdicht. Die Telefone können bei einer Tiefe von 1,5 Metern 30 Minuten ohne Probleme unter Wasser gehalten werden. Die Eingänge besitzen keine nervigen Klappen. Stattdessen setzt Samsung auf eine Nanoversiegelung und das schützte die Telefone in unserem Test überraschend gut vor Wasser.

Software

Als Betriebssystem läuft Android Marshmellow auf den Geräten. Allerdings zieht Samsung seine eigene Benutzeroberfläche, Touchwiz UX, auf die Smartphones und das ist eines der größten Kritikpunkte. Die Oberfläche ist überladen mit Bloatware, es gibt etliche Funktionen, die den Überblick erschweren, die Farben sind zu bunt, zu stark und insgesamt nerven die zahlreichen vorinstallierten Applikationen den Nutzer nur. Zwar hat sich Touchwiz im Laufe der Jahre kontinuierlich verbessert und wirkt sich nicht mehr auf die Schnelligkeit und Performance des Geräts aus, allerdings ist sie noch ein gutes Stück von einem optimalen Nutzererlebnis entfernt. Hier kann Samsung sich bei Apple eine Scheibe abschneiden.

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Display

Die Displays der S7-Geräte haben sich nicht großartig geändert, jedoch gibt das ein oder andere zusätzliche Feature.

Während das Standard-Modell eine Displaydiagonale von 5,1 Zoll bietet, besitzt die Edge-Variante eine Diagonale von 5,5 Zoll. Zudem sind die Kanten zu den Seiten hin abgerundet, wie wir es bei den bisherigen Edge-Smartphones schon kennen. Über diese Rundungen, lässt sich ein Menü mit häufig genutzten Apps, favorisierten Kontakten und vielem mehr öffnen.

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Beide Galaxy Smartphones besitzen ein Super-AMOLED-Panel mit einer Auflösung von QHD (2.560 x 1.440). Die Farben wirken lebhaft aber nicht zu übersättigt, wie man es von früheren Galaxys vielleicht noch kennt. Auch die Blickwinkel sind sehr stabil. Bei einem sehr steilen Winkel tendieren die Bildschirme jedoch zu einem leichten Grünstich. Dieses Problem war auch schon beim Vorgänger vorhanden. Dennoch ist dies kein großer Kritikpunkt, da man in den seltensten Fällen in solch einem Winkel auf das Smartphone schaut. Als iPhone-Nutzer fällt einem der Unterschied zum Apple-Smartphone aber auf. Das Display wirkt einfach nicht so „gedruckt“, wie bei einem iPhone.

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Ein weiteres Feature der S7-Geräte ist das sogenannte „Always-On-Display“. Wie der Name schon verrät, handelt es sich dabei um eine Anzeige, die immer eingeschaltet ist, die ein Bild, Benachrichtigungen oder die Uhrzeit anzeigen kann. Die Idee dahinter ist, dass man das Smartphone so seltener entsperren muss und dadurch Strom spart.

Insgesamt kann das Display beider Smartphones sehr überzeugen. Schöne Farben, satte Kontraste und eine gute Schärfe sind auf deutlichem High-End-Niveau.

Konsequente Fortsetzung der Galaxy S-Reihe.

Fazit - ein sehr gelungener Nachfolger!

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7mobile Bewertung

Sehr gut (93%)
Telefon und Akku: 90%
Internet: 94%
Multimedia: 95%
Handling: 96%
App-Store: 89%

Die neuen Smartphones der Galaxy S-Reihe sind großartig. Dabei hat Samsung sich darauf konzentriert, Dinge, die im letzten Jahr noch fehlten wie beispielsweise das Hervorstehen der Kamera, das runde Handgefühl, die Speichererweiterung oder auch der Schutz vor Staub und Wasser, einzubauen. Insbesondere die Kamera hat uns sehr beeindruckt und ist für uns die beste Kamera in einem Smartphone.

Als iPhone-Nutzer muss man gestehen, dass die Galaxy-Geräte sich in puncto Design und Leistung mindestens auf Augenhöhe mit den iPhones befinden. Nur an der Software hapert es noch. Genauer gesagt geht es dabei um Samsungs Benutzeroberfläche Touchwiz. Sie ist nicht zeitgemäß, ist zugemüllt mit etlichen Funktionen und vorinstallierten Apps und bremst das Nutzererlebnis.

Nichtsdestotrotz sind die S7-Modelle fantastische Smartphones. Die sinnvolle Weiterentwicklung macht sie in Kombination mit den neuen Features  zu gelungenen Nachfolgern des S6 und S6 Edge.

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Walli Rehman vor 1 Jahr, 8 Monate.

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