Vier Handys für die Ü60-Party

Allgemein

Beim Begriff „Seniorenhandy“ denkt man schnell an dicke, schwere Mobilfunkklötze mit überdimensionalen Tasten und null Funktionen. Doch einige Anbieter zeigen mit stilvollen Geräten, dass Handybrummer der Vergangenheit angehören. Obendrein können diese Modelle mit sinnvollen Features wie Notruftasten oder Hörgerätetauglichkeit punkten.

Bisher zeichneten sich Seniorenhandys eigentlich nur durch Riesentasten, klobiges Aussehen und wenig bis gar keine Besonderheiten aus. Doch die neueste Generation  will mit dieser Tradition brechen und stattdessen mit durchdachten Funktionen und elegantem Äußeren die Herzen der Käufer über 60 gewinnen.

Eleganz von Emporia

Das sicherlich schönste aller Seniorenhandys ist das Emporia Elegance Plus. Klavierlackoptik, eine abgerundete Rückseite und metallene Tasten machen es für stilbewusste ältere Damen und Herren interessant. Mit 92 Gramm liegt es leicht in der Hand (ein verwegener Vergleich: das iPhone 4 bringt 137 Gramm auf die Waage), ohne dabei zu klein zu sein (109x50x14mm). Das Mini-1,8 Zoll-Display ist der großen Tastatur geschuldet, kann aber trotzdem große Schriften darstellen. Diverse Tasten an den Seiten und an der Rückseite des Geräts verhindern ein ständiges Aufrufen des Menüs, so gibt es u.a. Knöpfe für Lautstärke, Wecker, Taschenlampe, Bluetooth (!) und für die Notruf-Funktion. Diese ruft nacheinander bis zu fünf Notrufnummern an und kann eine Notruf-SMS an die Nummern senden. Der Akku hält eine Sprechzeit von bis zu 240 Minuten durch.  Der Lautsprecher ist hörgerätetauglich, das heißt er kann das Gespräch sehr laut wiedergeben. Auch die Tischladestation ist mit eigenen, großen Lautsprechern ausgerüstet.

Beafons Kamera, Doros Akku-Power und Hagenuks Klappe

Im Design ähnelt das Beafon 210 etwas dem Elegance, ist dabei aber etwas größer (118x55x16,3) und schwerer (100g). Die Sprechzeit (250 Minuten) und Features (Notruftaste, Hörgerätetauglichkeit, Taschenlampe, Wecker, Bluetooth…) können mit Emporias Gerät mithalten. Das TFT-Display ist etwas größer (2,0 Zoll) und stellt im Gegensatz zum Elegance Farben dar. Außerdem hat das Beafon eine Kamera an Bord, die allerdings nur mit 0,3 Megapixel auflöst und daher meilenweit vom 5 Megapixel-Standard heutiger Handys entfernt ist. Auf eine Ladestation verzichtet das Handy.

Wer auf Kamera und Bluetooth keinen Wert legt und ein besonders ausdauerndes Handy sucht, sollte sich das Doro PhoneEasy 332gsm mal näher ansehen. Ganze 666 Stunden oder 27,75 Tage soll der 1000mAh-Akku laut Hersteller in Standby durchhalten, wie das Emporia kann 240 Minuten lang gequasselt werden. Das PhoneEasy hat ein 1,8 Zoll-Farbdisplay, ist 88 Gramm leicht und misst 105x50x17mm. Die ansonsten üblichen Funktionen sind vorhanden, nur sind die Tasten etwas kleiner als beim Elegance und dem S210.

Etwas aus der Reihe tanzt das Hagenuk C900, da es sich im Vergleich mit den anderen Geräten hier um ein Klapp-Handy handelt. Wen das Aufklappen auch im Alter nicht nervt, der bekommt mit dem C900 ein schickes kleines Gerät mit den wichtigsten Funktionen wie Notruftaste und mit einem vergleichsweise großen 2,2 Zoll-Farbdisplay. Dieses löst mit 220×176 Pixel auch am höchsten von allen Modellen auf. Die Maße sind 93x51x99mm im eingeklappten Zustand, trotzdem ist es mit 120 Gramm das „schwerste“ Modell. Der Akku ist etwas schwächer als bei den Kollegen, drei Stunden Telefonieren sind immerhin drin. Als einziges Gerät fehlt dem Hagenuk-Handy die Hörgeräteunterstützung.

Allen Handys gemeinsam ist der recht niedrige Preis, so muss man für kein Modell tief in die Tasche greifen. Spannend wäre die Frage, ob eines Tages auch Touchscreens auf Seniorenhandys zu sehen sind…


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