Vorstoß des Umweltamts: iPhone, Lumia 920, HTC One X & Co bald verboten?

Apple

Geht es nach Umweltbundesamt-Boss Jochen Flasbarth, sollen Smartphones und Tablets mit fest verbautem Akku nicht mehr verkauft werden dürfen, da sie umweltschädlich sind.

Zur Abwechslung gibt’s heute mal eine Meldung aus der Politik. Wie die Frankfurter Rundschau Anfang der Woche meldete, fordert Jochen Flasbarth, seines Zeichens Präsident des deutschen Umweltbundesamts, den Verbot aller Smartphones und Tablets, bei denen man den Akku nicht wechseln kann.

Das Argument: Smartphone-Akkus haben eine begrentzte Lebensdauer, und im Reparaturfall, der nach ca. 2 Jahren wahrscheinlicher wird, müssen Kunden das komplette Gerät einschicken. Da zu dem Zeitpunkt die Garantie aber bereits erloschen ist, würde sich der Akkuaustausch aber finanziell jedoch fast schon nicht mehr rentieren, da die Reparaturkosten höher sind als das Smartphone oder Tablet zu diesem Zeitpunkt wert ist. Kunden würden sich dann ein neues Gerät zu und das alte lande auf dem Müll. Das wiederum schadet der Umwelt, da wichtige Rohstoffe in unnötiger Menge verbraucht werden.

Auch das iPad 4 hat das Umweltamt im Visier; Quelle: Apple

Fest verbaute Akkus im Trend

Würde Flasbarth mit seinem Vorschlag durchkommen, müsste gleich eine ganze Palette an Smartphones und Tablets dran glauben. Angefangen beim iPhone (aktuell das Apple iPhone 5), über die Spitzenmodelle der Lumia-Reihe (z.B. Nokia Lumia 920), die Oberklassen-Geräte der HTC One-Serie (wie das HTC One X), die Sony-Flaggschiffe wie das Sony Xperia S und die Motorola RAZR-Reihe (wie das Motorola RAZR i) bis hin zum neuen LG Nexus 4, bei allen Smartphones ist der Akku fest eingebaut. Von den aktuellen Top-Geräten blieben fast nur Android-König Samsung Galaxy S3 und das Monster-Smartlet Samsung Galaxy Note 2 dank Wechselakku „verschont“.

Bei den Tablets würde es alle Big Player, heißt die iPad-Reihe (z.B. Apple iPad 4 oder Apple iPad Mini), die Galaxy Tabs (z.B. Samsung Galaxy Tab 2 10.1), das Samsung Galaxy Note und das Google Nexus 7 treffen.

Jochen Flasbarth; Quelle: Umweltbundesamt.de

Vorschlag gut, Begründung schief

Ob nun der Politiker mit seiner Argumentation ins Schwarze trifft, kann man zumindest anzweifeln. Ein iPhone wird wohl niemand einfach so nach zwei Jahren in die Tonne werfen, bloß weil der Akku nicht mehr so lange wie zu Beginn durchhält. Apple behauptet, bis zu 400 Ladezyklen

würde der Akku aushalten, ehe er nur noch bei 80% sei – was für mich noch kein Grund zum Einschicken wäre. Der iPad-Akku soll sogar 1000 mal aufgeladen werden können, ehe er nicht mehr der alte ist.

Dennoch hätte ich nichts dagegen, wenn der Vorstoß zu einem Umdenken bei den Herstellern führt. Die Unternehmen begründen ja den Einsatz fest verbauter Akkus immer damit, dass die Smartphones ansonsten zu dick würden. Das mag hier und da vielleicht stimmen, und doch schafft es Samsung beispielsweise, sein Galaxy S3 mit

Das Galaxy S3 zeigt, das dünne Smartphones selbst mit austauschbaren Akkus möglich sind; Quelle: Samsung

Wechselakku 8,5 mm dünn zu machen –  dünner als ein Nexus 4 (9,1 mm) oder ein One X (8,9 mm), und bei weitem schlanker als ein Xperia S (10,6 mm) oder ein Lumia 920 (10,7 mm). Wie dem auch sei, wenn man eine Nutzerbefragung durchführen würde, tippe ich darauf, dass die Mehrheit ein paar Millimeter mehr in Kauf nehmen würde, wenn sie dafür die Möglichkeit eines Wechselakkus hätten.

Abgesehen davon, dass man sich damit teure Reparaturkosten im Fall der Fälle erspart, ist es bei den stromhungrigen Smartphones mitunter ganz praktisch, wenn man einen Zweitakku zur Hand hat, vor allem wenn man mal längere Zeit nicht an eine Steckdose kommt. In diesem Sinne soll Fasbarth die Oberen von Apple, Nokia und HTC wegen mir gerne ein bisschen ärgern.

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