Weltgrößter Stop-Motion-Film mit dem Nokia N8 gedreht

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Vielleicht ist das Nokia N8 kein Smartphone-Krösus, aber nun macht das Gerät auf ganz besondere Weise von sich reden: Mit seiner 12-Megapixel-Kamera wurde „Gulp“, der Film mit dem größten Stop-Motion-Set aller Zeiten, gedreht.

Pendine Beach, Südwales: Über eine Fläche von mehr als 11000 Quadratmeter erstreckt sich die Szenerie für den Stop-Motion-Film „Gulp“, in welchem es um einen Tag im Leben eines Fischers geht. Dieser wird von einem echten Menschen gespielt, dazu kommt ein echtes Boot zum Einsatz. Normalerweise bedienen sich Stop-Motion-Filme Miniaturmodelle oder Lego-Figuren und -Gebäude. Stop-Motion ist eine Filmtechnik, bei welcher einzelne Fotografien von Objekten als Frames aneinandergereiht werden. Dabei werden in jeder Aufnahme die Objekte minimal verändert, so dass sie zu animierten Gegenständen oder Darstellern werden.

„Gulp“ ist ein – wie ich finde wirklich gelungenes – Werbevideo für das N8, das die Stärken des 12-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Objektiv zeigen soll. Als Produzenten konnte das Duo „Sumo Science“ aus dem Hause Aardman Animation ins Boot geholt werden, das für die „Wallace and Gromit“-Filme bekannt ist. Wir haben sowohl den Clip als auch das Making-Of für euch:

Doch damit nicht genug, Sumo Science hat mit dem N8 noch dazu den Stop-Motion-Film mit dem kleinsten Gegenstand aller Zeiten gedreht. Mit „Dot“ schafften sie sogar einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde.

Nokia N8: Kamera hui, Technik und Betriebssystem … naja

Die Werbevideos legen beeindruckend dar, was die Kamera des N8 mit seinen 12 Megapixel und 720p für Videos alles leisten kann, doch wie sieht es mit den übrigen Features aus? Das Gerät, das Ende letzten Jahres auf den Markt kam, macht mit einer guten Verarbeitung, Metallgehäuse und Glas-Display einen wertigen Eindruck. Mit Abmessungen von 114x59x16 mm wirkt es allerdings verhältnismäßig globig, das Galaxy S2 ist z.B. fast halb so dick (9 mm), auch das Gewicht von 134 Gramm zollt den eingetzten Materialien Tribut. Das 3,5 Zoll – Display löst zwar „nur“ mit 640 x 360 Pixeln auf, ist aber scharf und kontrastreich genug. Die technischen Daten enttäuschen – nur 680 MHz Prozessorleistung und 256 MB Arbeitsspeicher kommen zum Einsatz, auch Akku wartet nur mit 1200 mAh auf. Immerhin gibt’s einen 16 GB großen internen Speicher, wodurch das Smartphone Platz für jede Menge Bilder, Videos und Musik bietet.

Der größte Schwachpunkt ist jedoch das lahme hauseigene Symbian-OS, vor allem das Starten von Anwendungen wie der Kamera oder des Browsers gerät zu einem Geduldsspiel.

Auch die neuen Symbian Updates, getauft Anna und Belle, die anscheinend nacheinander für Nokia Smartphones zur Verfügung stehen sollen, haben bisher die Symbian-Kritiker nicht so recht überzeugen können (siehe unser und dieser Artikel). Überhaupt hat Nokia ordentliche Einbußen auf dem Handymarkt hinnehmen müssen, womit ich mich hier bereits schonmal auseinandersetzte. Vielleicht können sie dank „Gulp“ & Co. das Ruder wieder ja etwas herumreißen.

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