WhatsApp teilt eure Daten mit Facebook: So deaktiviert ihr die Weitergabe

Neue Datenschutzbestimmungen bei WhatsApp

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Seit dem Kauf von WhatsApp durch Facebook ist bereits einige Zeit ins Land gestrichen. Nun hat die Fusion erste merkliche Folgen: Der WhatsApp-Messenger teilt Daten mit Facebook. Wir erklären euch, wie ihr der Weitergabe eurer Daten widersprecht.

Verboten: WhatsApp darf Daten in Deutschland nicht mit Facebook teilen

Update vom 10. November 2016: WhatsApp hat nun offiziell bestätigt, keine Daten mehr bis zur Klärung der Fragen von europäischen Nutzern an Facebook weiterzugeben. Der Stopp solle Behörden und Facebook die nötige Zeit geben, die Sorgen der Datenschützer abwägen zu können.

Update vom 30. Oktober 2016: Wie Bloomberg berichtet, habe die EU-Kommission „ernste Bedenken“ bezüglich der Datenweitergabe von WhatsApp an Facebook und forderte das Unternehmen dazu auf, bis zum Ende der eingeleiteten Untersuchungen keine Daten von Nutzern weiterzuleiten. WhatsApp teilte unterdessen mit, mit den Datenschutzbeauftragten zusammenzuarbeiten, um die Bedenken aus dem Weg zu räumen.

Update vom 28. September 2016: Mit sofortiger Wirkung ist es Facebook verboten, Daten des Tochterdienstes WhatsApp von deutschen Nutzer zu empfangen und/oder auszuwerten. Bereits ausgewertete und erhaltene Daten müssen umgehend gelöscht werden. „Dazu muss Facebook sie [die Nutzer] vorab um Erlaubnis fragen. Dies ist nicht geschehen.“ – weist der Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hin, der das Verbot aussprach. Bis Facebook diesem Verbot vor dem Verwaltungsgericht in Hamburg widerspricht ist es gültig. Bei Nichtbeachtung drohen dem US-amerikanischen Unternehmen Bußgelder. Quelle: WUV

WhatsApp hat heute, zum ersten Mal seit 2012, seine Datenschutzbestimmungen aktualisiert. Im Detail geht es um Änderungen die beispielsweise wegen der WhatsApp-Telefonie-Funktion nötig sind. Aber auch wurden die Datenschutzbestimmungen aktualisiert, damit WhatsApp Daten wie eure Telefonnummer und euer Nutzungsverhalten, also beispielsweise, wie häufig ihr WhatsApp nutzt, an Facebook weitergeben kann. Dieser Schritt soll dazu dienen, personalisierte Werbung zu verbessern und bessere Freundesvorschläge auf Facebook oder Instagram anzeigen zu können. Dabei soll WhatsApp aber weiterhin werbefrei bleiben.

WhatsApp versichert einerseits, dass nur Facebook die Daten mitgeteilt werden, aber beispielsweise nicht ohne Einwillung eure Handynummer öffentlich auf Facebook geteilt wird. Nachrichten würden ebenso nicht weitergeleitet, teilt der Nachrichtendienst mit. WhatsApp spricht auch davon, wie man die Monetisierung des Dienstes vorantreiben kann. Hierfür soll die Schnittstelle zwischen Unternehmen und WhatsApp-Nutzer erstellt werden, um die Kommunikation zu erleichtern. Die Richtlinien im Detail können im deutschen WhatsApp-Blog nachgelesen werden.

WhatsApp: So widersprecht ihr der Weitergabe eurer Daten

Wollt ihr nicht, dass Facebook eure auf WhatsApp eingestellte Handynummer sowie Daten eures Nutzungsverhaltens bekommt, seid ihr den neuen Datenschutzbestimmungen nicht schutzlos ausgeliefert. Wechselt in die Einstellungen und wählt „Account“ aus. Dort könnt ihr ganz unten „Meine Account-Info teilen“ deaktivieren. Facebook werden dann weder eure Handynummer, noch andere Daten mitgeteilt.

Bei der WhatsApp-Übernahme durch Facebook hatte der Dienst eine hohe Zahl an Nutzern verloren, andere Dienste profitierten entsprechend vom Milliarden-Deal. Wer sich nach einer Alternative umsehen möchte findet in unserem Beitrag „Alternativen zu WhatsApp“ entsprechende Dienste.

Titelbild von Flickr/Jan Persiel

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Rifat Göktas vor 7 Monate.

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