Günstig, günstiger, Wiko Barry: Android Smartphone im Test

Google Android Smartphone

Wiko Barry im Test: Dass Wiko Smartphones mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis herstellt, war uns bereits aufgrund der vielen Tests von günstigen Wiko Smartphones mit Android klar (Test Übersicht zu Wiko Smartphones). Einen neuen Maßstab anlegen müssen wir aber wohl beim Wiko Barry, denn das Smartphone mit 5″ Display und vollwertigem Android kostet weniger als 140,- €, wohlgemerkt ohne Vertrag. Was kann man für so wenig Geld erwarten?

Wiko Barry Test Review

Wiko Barry Test ReviewIch muss zugeben ich war auch skeptisch, aber schon ein Blick auf das Datenblatt zeigt die Qualitäten des Wiko Barry, die man diesem Smartphone zu einem derart niedrigen Preis kaum zutrauen würde. Zwar ist das Wiko Barry kein besonders dünnes Smartphone (hier ist eher das Wiko Darkmoon zu empfehlen) noch ein besonders schnelles Smartphone, für den absoluten Kampfpreis bietet es aber eine grundsolide Ausstattung, die sich durchaus mit deutlich teureren Smartphones messen kann. Kombiniert wird all dies mit einem schicken Gehäuse, das an alte HTC Smartphones erinnert (mit Soft-Touch-Rückseite) und einem vergleichsweise aktuellen Android 4.2.2.

Wir haben mittlerweile neben dem Wiko Barry auch weitere Wiko Smartphones vorgestellt. Hier findet ihr unsere Wiko Testberichte und Artikel zu neuen Wiko Smartphones in der Übersicht.

Test-Übersicht zu Wiko Smartphones

Lieferumfang

Wesentlich schöner als die üblichen Plastik-Boxen bei den teureren Wiko Smartphones ist meiner Meinung nach die Pappschachtel, in der das Wiko Barry geliefert wird. Darin findet sich neben dem Wiko Barry eine gedruckte (und ziemlich lange) Anleitung, ein Headset (kein InEar, sondern „normal“) und ein Ladegerät. Bei diesem günstigen Preis kann ich Wiko kaum verübeln, dass die sonst üblichen SIM-Adapter für das Dual-SIM dieses mal nicht beiliegen. Wie immer druckt Wiko auch beim Barry die technischen Daten übersichtlich auf die Verpackung.

Wiko Barry Smartphone

Wiko Barry Test

Wiko Barry Test Review

Design und Verarbeitung

Was soll man bei einem so günstigen Preis erwarten? Nicht zu wenig! Denn beim Wiko Barry fällt der Preis ganz und gar nicht negativ ins Gewicht. Zwar ist das Wiko Barry nicht besonders dünn, mit 9,7mm allerdings auch nicht besonders dick. Auch die Display-Ränder sind nicht rekordverdächtig dünn, aber das erwarte ich bei diesem Preis auch gar nicht. Mit 155g ist das Wiko Barry allerdings angenehm leicht. Metall findet sich zwar nicht an dem Gehäuse dieses Wiko Smartphones, dennoch schimmert der Rand dunkel metallisch und sorgt so für eine Auflockerung der Optik. Dank der Soft-Touch Oberfläche liegt das Smartphone sehr gut in der Hand. Ab und zu knackt es dann doch leise, wenn man das Wiko Barry fest packt – ansonsten zeigt sich die Verarbeitung tadellos. Hinzu kommt, dass sich der Akkudeckel abnehmen lässt und so nicht nur die zwei SIM-Karten sowie eine Micro-SD Karte eingesetzt werden kann, sondern auch der Speicher erweitert werden kann.

Wiko Barry Test Review

Wiko Barry Test Review

Was mir noch negativ aufgefallen ist – das ist jetzt wirklich Meckern auf maximal hohem Niveau – das Display. Im Gegensatz zu Highend-Smartphones und auch den Mittelklasse-Smartphones von Wiko ist das Einsteiger-Smartphone Wiko Barry nicht mit einer Gorilla-Glas Scheibe bestückt. Wie auch beim sehr günstigen Wiko Ozzy (und vielen anderen günstigen Smartphones) fühlt sich die Bedienung auf dem Touchscreen einen Deut schlechter an als bei einem Gorilla-Glas Screen. Alle Touch-Eingaben fühlen sich nicht ganz so leichtgängig an im direkten Vergleich mit einer Gorilla-Glas Abdeckung. Ich bin mir allerdings sicher, dass jemandem ohne Vergleichsmöglichkeit dies kaum auffallen wird. Positiv bleibt festzustellen (das ist auch ein Detail), dass sich das Display im ausgeschalteten Zustand komplett schwarz zeigt, also nicht vom Rahmen unterschieden werden kann.

Wiko Barry Test Review

Displayqualität beim Wiko Barry

Obwohl das Wiko Barry auf einem großen 5″ Display keine HD-Auflösung bietet, sondern „nur“ eine Auflösung von 854×480 Pixeln, ist die Displayqualität überraschend gut und auch die mangelnde Schärfe (196 DPI) fällt nur im Browser wirklich auf und beim direkten Ablesen von Schriften. Um dies zu veranschaulichen habe ich ein Foto vom Screen gemacht. Es handelt sich um einen winzigen Ausschnitt vom Browser (100%), bei dem man sehr gut die einzelnen Pixel erkennen kann. Man kann auch sehen, dass ein Ablesen von Schrift ohne Heranzoomen nur bei großen Schriften möglich ist.

Wiko Barry Test Smartphone Review

Ansonsten zeigt sich das Display insgesamt überraschend gut. Insbesondere bei den Schwarzwerten und bei der Blickwinkel-Stabilität würde ich das Wiko Barry nicht als top Smartphone einstufen, hätte es aber deutlich schlechter erwartet. Farben verändern sich beim Blick auf das Display erst, wenn man es deutlich horizontal oder vertikal kippt und bewusst darauf achtet. Auch die schwach ausgeprägten Lichthöfe sind im Betrieb nicht sichtbar, sondern nur im Bootscreen mit schwarzem Hintergrund.

Wiko Barry Test Review

Wiko Barry Test Display

Kamera, Hardware und Ausstattung

Bei der Kamera des Wiko Barry braucht man keine Highend-Performance erwarten, aber was die Kamera kann, ist durchaus solide. Mit 5 Megapixeln macht sie durchaus gute Bilder und sie wirkt auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen nicht überfordert. Der Autofokus arbeitet auch dann noch ausreichend schnell, sodass gute – wenn auch nicht besonder scharfe – Schnappschüsse gelingen. Die 1,3 Megapixel Kamera an der Front ist für einfache Selbstportraits oder für Videotelefonie geeignet.

Hardwaretechnisch bietet das Wiko Barry mit dem 5″ Display solide Technik, die Android 4.2.2. fast durchgängig flüssig zu laufen bringt. Der MediaTek Chipsatz mit Dual-Core Prozessor (2×1,2 Ghz) und 512mb Arbeitsspeicher reichen für die meisten Anwendungen aus. Im AnTuTu Benchmark erreichte das Gerät damit (dies muss auch im Verhältnis zur Display-Auflösung gesehen werden) solide 11140 Punkte und erreicht damit etwa den Level eines Samsung Galaxy S2 oder LG Optimus 2X. In Anbetracht des Preises eine wirklich solide Leistung! Erweitern sollte man allerdings die 4gb internen Speicher per Micro-SD Karte, ansonsten stünde nur knapp etwas mehr als 1gb freier Speicher zur Verfügung. Apps können allerdings dank Android 4.2.2. bequem auf die Micro-SD ausgelagert werden.

Wiko Barry Test Benchmark AnTuTu

In Sachen Konnektivität darf man keine Wunder erwarten, wirklich verzichten muss man allerdings auf nichts. WLAN, HSPA (max. 21 Mbit/s Download) und sogar das aktuelle Bluetooth 4.0 sind integriert. NFC und LTE gibt es nicht, das ist derzeit aber ohnehin eher teueren Smartphones vorbehalten und bringt in der Regel fast keinen Nutzungsvorteil.

Fazit: Maximal viel Smartphone für’s Geld

So viel Smartphone wie beim Wiko Barry gibt es nirgendwo anders für dieses kleine Geld. Nachteile hat das günstige Smartphone dabei eigentlich nicht. Die Verarbeitung ist grundsolide, das Display groß. Dass es nicht die HD-Retina-Auflösung hat, ist wohl eher ein Luxusproblem, denn das Display des Wiko Barry ist trotz nicht-HD Auflösung wirklich solide. Dies gilt auch für die Verarbeitung des Billig-Smartphones, das sich dank Soft-Touch Rückseite gut anfühlt und ebenso gut in der Hand liegt. Die einzige wirkliche Einschränkung, der kleine interne Speicher, lässt sich durch mittels einer Micro-SD Karte sehr leicht abstellen. Insofern ist das Wiko Barry mein Tipp für alle, die maximal viel Smartphone für minimal wenig Geld wollen.

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