FAQ - Antworten auf Ihre Fragen

Kann ich meine alte Rufnummer beibehalten?

Ja, das können Sie! Dazu gibt es aber einiges zu beachten.

Was ist eine Rufnummernportierung?

Portierung kommt aus dem Englischen to port = transportieren, (über)tragen. Die Rufnummernportierung ermöglicht also dementsprechend die Mitnahme der Rufnummer bei einem Anbieterwechsel. Diese Art von Übertragung ist im §46 Telekommunikationsgesetz festgelegt. Bei der Portierung in Mobilfunknetzen, die auch als MNP (Mobile Number Portability) bezeichnet wird, wird bei einem Anbieterwechsel die komplette Rufnummer inklusive Vorwahl behalten.

Wann kann ich meine Rufnummer portieren?

Neuverträge laufen häufig 24 Monate und müssen in der Regel spätestens 3 Monate vor Ablauf gekündigt werden. Damit Sie das rechtzeitige Kündigen des alten Vertrages nicht vergessen, können Sie diesen sofort nach dem Start des Vertrages kündigen. Der Kündigungswecker von 7mobile kann zum einen die Kündigung generieren und hat die Adressen der gängigsten Anbieter parat. Sie werden somit in jedem Fall rechtzeitig an die Kündigung Ihres Handyvertrages erinnert.
Die Rufnummernmitnahme können Sie frühestens 4 Monate vor dem Ablauf des alten Vertrages anschieben. Und diese Portierung muss spätestens innerhalb von 30 Tagen nach Beendigung des alten Vertrages durchgeführt werden, da der Anbieter die Nummer nicht länger reserviert. Der neue Anbieter benötigt meistens eine Bearbeitungszeit von ca. 3-10 Tagen. Deshalb sollte eine Rufnummernmitnahme mit einem Vorlaufzeitraum von bis zu 2-3 Wochen beantragt werden. Eine Beantragung „in letzter Sekunde“ wird oftmals scheitern, da schon bei kleinsten Unstimmigkeiten keine Möglichkeit besteht, die Anfrage noch zu korrigieren.
Zudem muss die Rufnummernmitnahme in dem jeweiligen Monat erfolgen, auf dem die Angebote bezogen sind. D.h. läuft Ihr Vertrag am 30.06 aus, kann der Antrag auf die Rufnummernmitnahme aufgrund der Bearbeitungszeit erst ab dem 01.07 aktiviert werden. So muss man eventuell mit einem höheren Handypreis rechnen, aufgrund der sich von Monat zu Monat veränderten Angebote. Natürlich werden Sie bei uns rechtzeitig darüber informiert und es kommt nicht ohne Absprache zwangsläufig zu einem höheren Preis.

Was muss ich dafür tun?

Prepaid-Karten, Discounter-Karten oder Mobilfunkverträge?

Die Portierung von einer Prepaid-Nummer auf einen Vertrag ist bei nahezu allen Anbietern problemlos möglich. Eine Mitnahme einer Prepaid-Nummer zu einer Discounter-Karte ist nicht ganz so häufig möglich, da viele Discounter-Provider dies nicht anbieten.
Wenn Sie eine Prepaid-Nummer portieren möchten, verlangt der alte Anbieter zunächst eine Verzichtserklärung, mit der Sie sich einverstanden erklären, dass das Restguthaben verfällt. Auch Prepaid-Angebote gelten als Verträge. Gerade bei bestimmten Angeboten bekommen Sie sonst die Antwort, dass Ihre Prepaid-Karte automatisch verfällt.
Wichtig ist bei einer Rufnummernmitnahme, dass Sie genügend Guthaben auf der Karte haben. Die anfallenden Kosten für den Wechsel werden meist von dem Guthaben abgezogen. Einzelne Anbieter bieten allerdings die Möglichkeit des Lastschriftverfahrens. Die Portierung innerhalb eines Anbieters, also von Prepaid auf Laufzeitvertrag ist hingegen meistens kostenlos und auch das Guthaben kann auf den Vertrag übertragen werden.
Bei den Mobilfunkverträgen funktioniert das ein wenig anders. Diese müssen zunächst gekündigt werden oder man portiert aus einem laufenden Vertrag, der jedoch gezahlt werden muss. Erst nach der Kündigung bzw. einem Antrag kann der neue Anbieter die alte Rufnummer portieren. Wie diese zwei Varianten genau funktionieren wird im Folgenden deutlich.

Portierung aus laufendem Vertrag:

Durch die Vielzahl an Tarifen sind immer mehr Kunden wechselwillig. Falls Sie schon vor Ablauf des Vertrages eine Portierung vornehmen möchten, müssen Sie bedenken, dass Ihr alter Vertrag noch eine Restlaufzeit hat und Sie solange noch weiter zahlen müssen. In solchen Fällen haben Sie meistens auch die Möglichkeit den kompletten Restbetrag auf einmal zu zahlen. Viele Anbieter bieten Ihnen alternativ die Möglichkeit, den alten Vertrag weiter zu nutzen falls Sie das möchten und lassen Ihnen dafür eine andere Rufnummer zukommen.
Sie bestellen dann bei Ihrem neuen Anbieter mit einer vorzeitigen Rufnummernmitnahme und informieren den alten Anbieter über die vorzeitige Portierung. Der alte Anbieter legt dann den Termin der Rufnummernübertragung fest, dabei darf dann die Umschaltung der Nummer nicht länger als einen Tag dauern.

Portierung zum Vertragsende:

Zuerst ist es Ihre Aufgabe sich darüber zu informieren, wann Ihr derzeitiger Vertrag abläuft und wann Sie diesen kündigen können.
In Ihre Kündigung schreiben Sie direkt hinein, dass Sie Ihre Nummer behalten bzw. portieren möchten und dafür eine Bestätigung brauchen. Wenn Sie diese Kündigungsbestätigung erhalten haben, gehen Sie zu dem neuen Anbieter und schließen einen neuen Vertrag ab. Falls Sie Ihren Vertrag online abschließen, geben Sie Ihre bisherige Rufnummer an und lesen Sie genau nach, ob Sie dem neuen Anbieter die Kündigungsbestätigung schicken müssen oder nicht. Sämtliche Angaben müssen mit den Daten des Altvertrages übereinstimmen.
Der alte Anbieter wird Ihnen für die Rufnummernportierung eine einmalige Gebühr, die in der Regel zwischen 25 und 30 Euro beträgt in Rechnung stellen. Bei Prepaid-Karten sollte diese Gebühr ja meist auf dem Guthabenkonto vorhanden sein. Viele neue Anbieter geben Ihnen eine Gutschrift auf das Kundenkonto, sodass sich diese Portierungsgebühr ausgleichen.
Von dem neuen Anbieter bekommen Sie in jedem Fall eine neue SIM-Karte. Sobald die Nummer für die Portierung freigegeben wurde, bekommen Sie eine Benachrichtigung, in der das Datum der Umschaltung bekannt gegeben wird.

Was geschieht mit der Mailbox?

Natürlich zieht bei der Rufnummernportierung auch die Mailbox mit um. Der neue Anbieter muss dann nur eine neue Mailbox einrichten. Mailboxnachrichten und sämtliche Einstellungen, die Sie zuvor gespeichert haben sind nach der Portierung leider nicht mehr vorhanden. Die alte Mailbox-Rufnummer bleibt erhalten, jedoch ändert sich die Kurzwahl. Auch die Durchwahl ändert sich von Netzbetreiber zu Netzbetreiber. Haben Sie beispielsweise zuvor die Nummer 0172-55-2345671 gehabt, so bekommen Sie von Telekom die Durchwahl 13, von Vodafone 55, von o2 33 und von E-Plus die Durchwahl 99.

Welche Probleme können entstehen?

Probleme können dadurch entstehen, wenn Kundendaten nicht exakt übereinstimmen. Wenn Ihr Name z.B. ein Bindestrich zu viel enthält oder bei Ihrem Geburtsdatum die Null vorne fehlt, können Komplikationen auftreten. Im Kundendatensatz kann sich durch die verschiedenen Computersysteme öfter mal ein Fehler einschleichen.
Falls Sie einen Online-Zugang bei Ihrem alten Anbieter haben, empfiehlt es sich Ihre Daten einmal online anzuschauen oder ggf. mit einer Kopie des Personalausweises die Daten zu korrigieren.
Was bei einer Portierung noch passieren kann, ist dass Ihre Kontakte evtl. mehr zahlen müssten, wenn sie Sie erreichen möchten. Wenn Sie z.B. eine Nummer aus dem Telekom-Netz ins o2 Netz portieren, ändert sich ja nicht die Vorwahl. Ihre Kontakte wissen also nicht, dass Sie nun im o2 Netz sind. Haben sie aber eine Flatrate nur für das Telekom-Netz und denken, dass Sie immer noch im Telekom-Netz sind, könnten höhere Kosten für sie anfallen, da das Mobilfunknetz nun nicht mehr durch die Handyvorwahl erkennbar ist. Viele Anbieter ermöglichen den Kunden aber festzustellen, ob sein Gespräch in ein Fremdnetz vermittelt wird oder nicht. Dazu gibt es verschiedene Abfragemöglichkeiten der Betreiber. Wenn Sie im Telekom-Netz sind, können Sie kostenlos die Nummer 4387 wählen um das Netz Ihres Gesprächspartners festzustellen. Bei Vodafone können Sie ebenfalls einen kostenlosen Anruf unter der Nummer 12313 oder 0800-5052090 tätigen. Aus dem E-Plus-Netz lautet die kostenlose Nummer 10667 und aus dem o2 Netz können Sie einfach eine kostenlose SMS mit dem Inhalt „NETZ Rufnummer“ an die 4336 senden.
Allerdings darf man die Vorteile einer Portierung nicht außer Acht lassen. Stehen Sie mit einigen Kontakten seltener in Verbindung, kann es leicht passieren, dass beim Wechsel einer Nummer viele Kontakte verloren gehen. Wenn Sie Ihre Nummer mit einer Portierung jedoch behalten, kann das nicht passieren. So haben Sie auch nicht das Problem jeden Ihrer Kontakte die neue Nummer mitteilen zu müssen.







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