Abhörsichere Smartphones: Telekom entwickelt Software für neues „Merkel-Phone“

Google Android

Quelle: Telekom

Die neue Sicherheitslösung für mobile Kommunikation stammt von einem Tochterunternehmen der Telekom. „Simko3“ soll im Gegensatz zum Vorgänger alle Smartphone-Features unterstützen.

Das Angela Merkel & Co. nicht einfach mit einem handelsüblichen iPhone oder Galaxy untereinander oder mit Hollande, Cameron und Konsorten kommunizieren, liegt auf der Hand; dafür braucht es schon speziel konfigurierte Geräte, die nicht so leicht abgehört oder gehackt werden können. Mit der Entwicklung der neuesten Generation betraut ist eine neu gegründete Tochterfirma der Deutschen Telekom namens Trust2Core, die auf IT-Sicherheit spezialisiert ist. Dies berichtet die Wirtschaftswoche.

4000 Stück Smartphones mit der letzten „Simko2“-Generation werden derzeit von der Regierung genutzt, insgesamt sind etwa 5000 im Umlauf. In den nächsten vier Jahren will sich das Bundesinnenministerium 9600 Hochsicherheits-Smartphones anschaffen.

Zwischen Putin und Angry Birds

Simko3 soll es im Unterschied zum Vorgänger nun ermöglichen, auf dem selben Gerät sowohl die Sicherheitssoftware als auch gewöhnliche Smartphone-Features zu nutzen; wer also beispielsweise seine Arbeit über soziale Netzwerke organisieren wollte, brauchte immer noch ein zweites „Arbeits-Smartphone“. War es bisher mit den Simko2-Smartphones aus Sicherheitsgründen nicht möglich, Apps zu installieren oder auf GPS oder Wlan zuzugreifen, bringt die neue Lösung nun diese Funktionen mit. Dank zweier „Mikrokerne“ haben die Nutzer auf zwei Systeme Zugriff, auf ein offenes und ein sicheres. Mit dem offenen (Android) können Angie und Kollegen also beruhigt in Facebook gehen oder auch

Das S2 ist das erste "Simko3"-Smartphone; Quelle: Telekom

Angry Birds zocken, ohne dass sie Opfer von Spionageangriffen werden könnten; mit geschlossenen können sie alle vertraulichen Informationen austauschen.

Galaxy S2 sticht iPhone aus

Das erste Simko3-Smarpthone und künftiger Begleiter von unseren Politikern soll übrigens ein alter Bekannter sein: Das Samsung Galaxy S2. Das iPhone war in der Vorauswahl durchgefallen, da es keinen MicroSD-Kartensteckplatz bietet. Dieser ist aber wichtig, da die Geheiminfos auf einer so genannten „Kryptokarte“ im MicroSD-Format gespeichert werden.

Das neue Merkel-Phone soll neben der Bundesregierung und interessierten Unternehmen auch Regierungen aus den Nachbarländern angeboten werden, so sollen bereits Verhandlungen mit niederländischen, österreichischen und schweizer Vertretern gegeben haben.

E-Mail an die Redaktion

Für Anmerkungen zu diesem Artikel oder Rückfragen schreib uns gerne eine E-Mail.

Empfohlene Artikel

Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Thema

Produkte in unserem Shop

Array ( )