Flüssigkühlung für Smartphones und Tablets

Fujitsu entwickelt Flüssigkühlung für mobile Geräte

Wissensartikel

Die Leistung der Prozessoren für mobile Geräte steigt rasant. Doch leider wirkt sich dies nicht positiv auf die Hitzeentwicklung aus. Die Smartphones werden schnell zu heiß. Fujitsu scheint nun eine Lösung für das Problem gefunden zu haben. 

Smartphones verfügen keine aktive Kühlung und das kann in manchen Fällen zu einem echten Problem werden. Gerade bei Smartphones und Tablets mit Aluminiumgehäuse kann die Hitzeentwicklung unter hoher Belastung schnell unangenehm werden, da dieses Material die Wärme im Gegensatz zu Kunststoff sehr gut leitet. Auf so einem kleinen Bereich gibt es nicht viele Möglichkeiten um das Problem zu lösen, doch Fujitsu hat es geschafft eine aus der PC-Technik bekannte Form der Flüssigkühlung auf ein für mobile Geräte geeignetes Format zu schrumpfen.

Funktionsweise

Einige Smartphone-Nutzer haben wahrscheinlich gemerkt dass bei aufwendigen 3D spielen nur bestimmte Punkte am Gerät heiß werden, wohingegen der Rest des Smartphones keine Veränderung der Temperatur aufweist.  Bei der Flüssigkühlung wird durch die entstehende Hitze am Evaporator eine spezielle Kühlflüssigkeit verdampft, die daraufhin durch Leitungen zum Kondensator weitergeleitet wird. Dort kühlt die Flüssigkeit wieder ab, woraufhin die Hitze abgegeben wird. Dadurch kann die Wärme gleichmäßig im Gehäuse verteilt werden: Bisher war dies nur unter recht großem Platzverbrauch in PC-Systemen möglich, doch Fujitsu löst das Platzproblem durch sehr kleine Kühlrohre mit einem Durchmesser von weniger als einem Millimeter.

Fujitsu-kühlung-skizze

Natürlich gibt es noch einige Dinge zu beachten, so ist das Kühlsystem den Bewegungen des Nutzers ausgesetzt, was aber – dank des so genannten Kapillareffekts, der durch die winzigen Rohre eintritt – laut Fujitsu keinen Einfluss auf die Hitzeverteilung haben soll. Darüber hinaus wird durch das Kühlsystem keine zusätzliche Energie verbraucht, da die abgeführte Hitze, die ja ohnehin bei der Verwendung des Smartphones entsteht, das System betreiben soll. Durch die neue Technologie sollen Smartphones fünfmal besser gekühlt werden können. Zum Einsatz kommt diese Technologie vorraussichtlich erst 2017.

Fujitsu-kühlung-foto (1)

Unserer Meinung nach ist dies ein Schritt in die richtige Richtung von Fujitsu. Das Interesse am attraktiven Smartphone-Design wird immer größer. Aus diesem Grund setzen die Hersteller auf edle, aber auch stark wärmeleitende, Werkstoffe wie z.B. Aluminium. Es ist wichtig sich auf allen Ebenen der mobilen Gerätewelt zu entwickeln und dazu gehört eben auch die Hitzeentwicklung durch die immer leistungsfähigeren Prozessoren.

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1 Kommentar

Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Sonnenfeld vor 3 Jahre, 10 Monate.

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  • Hier könnte sich eine interessante Entwicklung abzeichnen, lassen wir uns überraschen ob diese Technik Einzug in künftige Smartphones hält.

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