Google Nexus 5: Top-Smartphone mit großen Lauschern

Google

Nexus_5Das Nexus 5 hat wieder eine erstklassige Ausstattung zum Schnäppchenpreis. Eine Eigenschaft dürfte manchen Nutzern aber weniger gefallen.

Die Ausstattung und das Aussehen des neuen LG Google Nexus 5 war das wohl am schlechtesten gehütete Geheimnis der jüngsten Smartphonemarkt-Geschichte. Auch Google selbst war daran nicht unschuldig, so stellte man „versehentlich“ das Gerät vorübergehend mit Bild in den Play Store, im hauseigenen Werbevideo zur Einweihung der KitKat-Statue sah man Mitarbeiter, die zufälligerweise Fotos und Videos mit dem neuen Nexus machten.

Seit gestern Abend ist das Nexus nun amtlich. Tatsächlich hat es Google erneut geschafft, eine wirkliche Highend-Ausstattung mit der allerneuesten Version des Betriebssystems und einem wirklich günstigen Preis zu kombinieren. Dieser Mix hat schon beim LG Google Nexus 4 geklappt, und wie beim Vorgänger ist auch das Nexus 5 in der günstigsten 16-GB-Variante schon wieder kurz nach dem Start ausverkauft.

Knackscharf und rasend schnell

War das Nexus 4 nach dem Vorbild des LG Optimus G gebaut, so richtet sich das Nexus 5 am LG G2 aus. Kein Wunder, das Nexus 5 wird ja auch von LG hergestellt. So löst auch das IPS-Display des neuen Nexus in FullHD (1.920 x 1.080p) auf, was angesichts der etwas kleineren Diagonale im Vergleich zum G2 (5,2“) zu einer noch höheren Pixeldichte von satten 445 ppi führt. Einzelne Pixel sind so unmöglich mit dem bloßen Auge zu erkennen. Geschützt wird der Bildschirm durch Corning Gorilla Glass 3.

Unter der Haube werkelt ein leistungsstarker Qualcomm Snapdragon S800-Quad-Core-Prozessor, der mit 2,26 GHz pro Kern taktet. Dank der Adreno 330-GPU sollte man auch grafikintensive Spiele problemlos zocken können. Unterstützung erhält der Prozessor von einem 2 GB großen Arbeitsspeicher. Der interne Speicher ist wahlweise 16 oder 32 GB groß. Eine Speichererweiterung per MicroSD ist allerdings nicht möglich.

KitKat 4.4 hört mit

Herzstück des Nexus 5 und mit ein Grund für den schnellen Ausverkauf ist sicherlich die neueste Google Android-Version namens 4.4 KitKat. Dieses kommt mit zahlreichen Verbesserungen wie einem überarbeitetem Design mit neuen Symbolen in der Statusleiste, einem neuen Full-Screen-Modus, der Anordnung von Kontakten nach Häufigkeit der Aufrufe, besserem Multitasking, Emojis für E-Mails, und und und. Außerdem verfügt 4.4 KitKat über eine noch tiefere Einbindung von Google Now, mit „Ok Google“ kann man wie schon beim Moto X das Smartphone jederzeit ansprechen.

Android_44

Diese Neuerung wird aber so manchen Usern gar nicht schmecken. Insbesondere aufgrund der Abhörskandale ist man hierzulande doch sehr vorsichtig und skeptisch geworden, und ausgerechnet jetzt bringt Google mit dem Nexus 5 ein Smartphone heraus, dessen Mikrofon für dieses Feature ständig automatisch angestellt ist. Die Lauscher sind also groß, man wird abwarten, ob das manche Kunden vom Kauf abhält. Dass das Smartphone gleich wieder ausverkauft war, spricht allerdings dagegen.

Keramik-Knöpfe

Auch äußerlich hat das Smartphone eine Rundumerneuerung bekommen. War das Nexus 4 noch aus Glas, so wird nun auf eine gummiartige Kunststoff-Rückseite gesetzt, die Lautstärke-Wippe und der Power-Button sind aus Keramik gefertigt. Mit 8,59 mm ist das Gerät schön schlank, das Gewicht von 130 Gramm geht für die Größe auch in Ordnung.

Einziger Kritikpunkt meinerseits: Der untere Rahmen hätte durchaus ein wenig kleiner ausfallen können, oder man hätte den Platz für Lautsprecher à la HTC One nutzen können.

Echte HDR-Fotos

Eine besondere Erwähnung verdient noch die 8-Megapixel-Kamera. Diese ist nicht nur mit Flash, Autofokus und FullHD-Videofunktion ausgestattet, sondern auch mit einem optischen Bildstabilisator, mit dem man verwackelte Fotos vermeiden kann. Die Knipse ist dazu die erste in einem Smartphone, die echte HDR-Bilder schießt: So werden mehrere verschieden belichtete Fotos geschossen und übereinandergelegt.

Nexus_5_Cam

Auch für Low-Light-Umgebungen ist die Kamera gut geeignet. Mit „Auto Awesome“ werden Animationen, Fotokabinen-Bilder etc. automatisch aus der Bildergalerie erstellt. Eine 1,3 MP-Frontkamera ist ebenfalls an Bord.

Kein G2-Akku

Der 2.300 mAh-Akku ermöglicht laut Google 7h (LTE) bzw. 8,5h (Wlan) Internetnutzung, 17 Stunden Gesprächszeit und 300 Stunden Standby-Zeit. Da hinkt man doch ein wenig dem G2 und dessen 3.000 mAh-Stromversorger hinterher, der über 10h im 3G und 20h im 2G-Modus an Sprechzeit und 826 bzw. 821 Standby-Stunden möglich macht.

Schließlich ist das Nexus 5 noch mit GPS, Dual-band Wlan (2,4 & 5G) 802.11 a/b/g/n/ac, NFC, Bluetooth 4.0, LTE, MicroUSB und dualen Mikrophonen ausgestattet. Im Play Store kostet das Smartphone 349€ (16 GB) bzw. 399€ (32 GB), dabei hat man die Wahl zwischen einer weißen und schwarzen Variante.

Fazit: Kaum ein Vorbeikommen für Android-Fans

Keine Frage, mit dem Nexus 5 schickt Google wieder ein Smartphone ins Rennen, das den Vergleich mit der aktuellen Elite Samsung Galaxy S4, LG G2, Sony Xperia Z1 und HTC One nicht fürchten muss, und das für fast die Hälfte des Geldes.

Nur der etwas schwachbrüstige Akku, das dauernd eingeschaltete Mikro und der leicht groß geratene Displayrahmen trüben etwas das Gesamtbild. Dennoch führt für Nutzer, die ein Top-Smartphone mit dem neuesten Android für kleines Geld suchen, kein Weg am Nexus 5 vorbei.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=hQ0XTJqFLIE

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