Update: Jolla: Erstes Sailfish-Smartphone hat Mittelklasse-Ausstattung

Jolla

Jolla_Sailfish

Update (28.11.): Das erste Jolla Smartphone ist seit gestern offiziell erhältlich. Die UVP des 9,9 mm tiefen und 141 Gramm schweren Gerät aus Finnland liegt bei 399€. Der Akku soll für 9 (2G) bzw. 10 (3G) Stunden Gesprächszeit sorgen.

Das Smartphone mit dem auf Linux basierenden OS hat ein 4,5“-qHD-Display, einen Dual-Core-Prozessor und eine 8-Megapixel-Cam. Auch LTE ist an Bord.

Im Jahr 2012 wurde die finnische Firma Jolla Ltd. gegründet, um einen Nachfolger des auf Linux basierenden Betriebssystems MeeGo zu schaffen – das Projekt „Sailfish“ (zu Deutsch Fächerfisch) war geboren. Es dauerte nicht lange, da wurde das OS Jolla Sailfish in Finnland vorgestellt, das sich wie bereits MeeGo und ähnlich wie BlackBerry 10 allein über Gestensteuerung bedienen lässt. Interessant war bei der Präsentation auch die Tatsache, dass sich Android-Apps dank eines Emulators auf Jolla Sailfish-Geräten installieren und ausführen lassen.

Das erste Smartphone, welches mit dem MeeGo-Nachfolger läuft, wird von Jolla selbst kommen. Nachdem man im Mai bereits erste Infos zur technischen Ausstattung und eine Bestellmöglichkeit übers Internet bekam, gibt es nun umfassende Infos zu den Features des – noch nicht benannten – Jolla Smartphones.

Unbekannte Qualcomm-CPU

So ist ein mit Gorilla Glass 2 geschütztes 4,5 Zoll-Display verbaut, das mit 960 x 540 Pixeln auflöst. Damit erreicht es eine Pixeldichte von 245 ppi und liegt damit hinter den aktuellen FullHD-Spitzenmodellen wie dem Samsung Galaxy S4 oder dem Sony Xperia Z1 (jeweils 441 ppi) doch deutlich zurück. Auch der Prozessor lässt sich in die Mittelklasse einordnen, so werkelt unter der Haube ein 1,4 GHz Dualcore-Prozessor von Qualcomm, welcher genau, ist aber noch nicht bekannt. Unterstützung gibt’s von einem 1 GB großen Arbeitsspeicher.

Auch wenn dies keine Spitzenwerte sind, so gehe ich mal von einer flotten Bedienung des OS aus, da Jolla ja selbst Hard- und Software aufeinander abstimmen kann, was bei den iPhones wie dem Apple iPhone 5S ja auch bestens klappt.

Jolla_Front_Back

Viele Standards

Der interne Speicher ist dafür immerhin 16 GB groß und kann extern per MicroSD erweitert werden. Neben einer 2-Megapixel-Frontkamera ist auch eine 8-Megapixel-Rückkamera mit LED-Blitz und Autofokus integriert. Ein austauschbarer 2.100 mAh-Akku, NFC, Bluetooth, HSPA und Wlan fehlen ebenso wenig wie der Highspeed-Internet-Standard LTE. Eine Besonderheit des Smartphones sollen auswechselbare Rückcover sein, die das Smartphone zu einer kleinen Spielekonsole werden lassen oder die einen Extra-Akku oder Extra-Blitz mitbringen.

Das Jolla Smartphone soll zum Ende des Jahres erscheinen und für einen Preis von 399€ (UVP) über den Ladentisch gehen. Jolla plant, eine Million Geräte zu verkaufen.

Erfolg hängt von Sailfish ab

Ich bin mal gespannt, wie die ersten Tests ausfallen und wie sich das Betriebssystem in der Praxis bewährt. MeeGo war einst von den Kritikern und Käufern hochgelobt worden, und doch konnte es sich gegen die große Konkurrenz nicht durchsetzen – beziehungsweise traute man dies bei Nokia dem OS nicht zu. Allein von den technischen Merkmalen dürfte das Jolla Smartphone wohl keinen Hund so recht hinter dem Ofen hervorlocken, daher müsste es seine Stärken wohl beim Betriebssystem ausspielen.

Jolla_Smartphone2

Wir lassen uns überraschen, in wenigen Monaten ist es ja schon soweit. Seid ihr auch schon gespannt?

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