LG G Flex: Alles Banane!

Google Android

LG_G_FlexDas G Flex hat eine fruchtige Form und eine Top-Ausstattung inklusive Snapdragon S800-CPU und Riesen-Akku. Richtig flexibel ist das Display aber nicht.

Vor kurzem machte Samsung den ersten Schritt in Richtung flexible Displays, als man das Samsung Galaxy Round in Korea präsentierte. Das an den Seiten gebogene Smartphone hatte allerdings außer der Funktion, dass es sich durch ein Kippen aus dem Standby-Modus „aufwecken“ lässt, recht wenig Neues geboten.

Jetzt legt LG nach. Die Südkoreaner stellten heute auf der koreanischen Social LG Electronics Website das LG G Flex vor, ein 6-Zoll-Phablet mit einer Bananen-artigen Form.

IMAX-Mäusekino

Die Biegung verläuft also nicht horizontal wie beim Galaxy Round, sondern vertikal. Dies soll eine bessere Kommunikation ermöglichen, da Mikrofon und Lautsprecher sich näher am Mund bzw. Ohr befinden. Beim Filmgucken soll es außerdem zu einem IMAX-ähnlichen Mäusekino-Vergnügen kommen und die Form soll sich für ein besseres Tragen in der hinteren Hosentasche eignen.

Das Gehäuse kommt auch noch mit einer weiteren Besonderheit, so soll die Rückseite mit einer „Selbstheilungsschicht“ überzogen sein, die Kratzer von selbst wieder verschwinden lässt. Die Rückseite ist wie das LG G2 mit einem Button ausgestattet, der verschiedene Funktionen wie Kamerasteuerung übernimmt.

Nur HD-Auflösung…

Technisch befindet sich das LG G Flex fast auf einer Höhe mit anderen Highend-Produkten, wie dem G2 aus eigenem Hause. So werkelt unter der Haube ein 2,26 GHz-Quadcore-Prozessor des Typs Qualcomm Snapdragon S800, der von einem 2 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt wird. Dadurch sind Programme wie „Dual Window“, eine Darstellung der Inhalte in zwei unabhängigen Fenstern, kein Problem.

Das OLED-Display löst im Gegensatz zur Smartphone-Elite allerdings nicht in FullHD, sondern „nur“ in HD (1.280 x 720 Pixel) auf, was zu einer vergleichsweise geringen Pixeldichte von 245 ppi führt.

LG_G_Flex2

…aber fetter Akku

Der interne Speicher ist 32 GB groß und lässt sich nicht erweitern, an Kameras ist eine 2,1 MP-Front- und 13-Megapixel-Rückkamera verbaut. LG verbaut im G Flex  einen speziell designten, gebogenen Akku, der lobenswerterweise eine Leistung von 3.500 mAh hat und daher sicherlich gute Gesprächszeiten ermöglicht.

Weitere Features des 177 Gramm schweren und 7.9 mm dünnen G Flex sind Google Android 4.2.2 Jelly Bean, Wlan 802.11 a/b/g/n/ac, LTE, MicroUSB, NFC und Bluetooth 4.0. Zunächst soll das Phablet im November in Korea auf den Markt kommen, wann und für wie viel Geld es bei uns erscheint, ist noch nicht bekannt.

Noch Luft nach oben

Richtig viel holt auch LG noch nicht aus den Möglichkeiten eines flexiblen Displays heraus. Die Vorstellung eines Smartphones, dass sich um das Handgelenk „schnallen“ lässt o.ä. ist weiterhin Zukunftsmusik.

Das liegt natürlich auch daran, dass man auch beim G Flex keinen biegbaren, sondern eher einen gebogenen Bildschirm vorfindet. Ob dies wirklich zu einer Verbesserung der Gesprächsqualität führt und ob sich die Form positiv auf die Handhabung auswirkt, müssen Praxistests erst noch zeigen. Dennoch bin ich schon sehr gespannt auf das Teil und hoffe, dass wir es noch dieses Jahr in Deutschland zu sehen bekommen.

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