LG Optimus G Pro: Monster-Smartlet kommt nach Deutschland

Google Android

LG_G ProDas G Pro bietet Highend-Technik und viel Platz auf dem Bildschirm. Das Gehäuse ist jedoch ein Rückschritt im Vergleich zum Optimus G, Android ist nicht auf dem neuesten Stand und auf einen Stylus wird verzichtet.

Bei LG weiß man derzeit wahrscheinlich nicht, ob man lachen oder weinen soll. Einerseitz ging der Gewinn im abgelaufenen Quartal durch den Einbruch auf dem TV-Markt um 9% auf 479 Mrd. Won oder ca. 325 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr zurück. Auf der anderen Seite hat man 36% mehr Überschuss als im ersten Quartal 2013 erwirtschaftet und konnte so den Negativtrend zumindest abschwächen. „Schuld“ an den besseren Zahlen ist vor allem das Smartphone-Geschäft, das bei LG derzeit richtig boomt. So konnten in Q2/2013 zweimal so viele Smartphones an den Mann gebracht werden wie noch in Q2/2012, die Zahl belief sich nun auf 12,1 Mio. Geräte, was einen neuen Rekord für die Südkoreaner darstellt.

Umwerfend schönes Display

Die Top-Smartphones von LG sind das LG Google Nexus 4 und das LG Optimus G. Mit einigen Monaten Verspätung trudelt nun ein weiteres Spitzenklasse-Modell bei uns ein, das LG Optimus G Pro. Das Smartphone, welches bereits im Februar seine Premiere feierte und in Südkorea und den USA bereits seit geraumer Zeit erhältlich ist, ist gewissermaßen der große Bruder des Optimus G: Während letzteres über einen 4,7“-HD-Bildschirm verfügt, kommt das neue Modell mit einem 5,5“-FullHD-Display (401 ppi). Der IPS-Bildschirm erhält im Test von TechnoBuffalo ein hervorragendes Zeugnis, der Tester findet es „umwerfend schön, anzusehen“. Nur die Spiegelungen beim Außeneinsatz wurden bemängelt.

Nicht nur die Anzeige, auch die Power ist erste Sahne, zum Einsatz kommt ein Qualcomm Snapdragon 600-Quad-Core-Prozessor, der mit 1,7 GHz pro Kern taktet und von einem 2 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt wird. Die Adreno 320-Grafik tut ihr übriges für ein flottes Bedien- und Gaming-Erlebnis. Der interne Speicher beläuft sich auf 16 GB und lässt sich um bis zu 64 GB erweitern.

Plastik-Brummer

Als Betriebssystem läuft Android noch in der Version 4.1.2 Jelly Bean, was angesichts der Tatsache, dass der Nachfolger Android 4.2 bereits im November 2012, heißt vor acht Monaten vorgestellt wurde, doch etwas mau ist. Das User Interface von LG wartet immerhin mit einigen Gimmicks wie QSlide für Multitasking oder QuickMemo für Notizen auf. Wer aber denkt, dass bei einem 5,5“-Smartlet ein Stylus wie bei einem Samsung Galaxy Note 2 oder beim LG Optimus Vu an Bord ist, der muss enttäuscht werden. Schade, hier hat LG eindeutig gepennt, denn wenn man schon so viel Platz hat, sollte dieser auch für eine Bedienung Stifteingabe genutzt werden können.

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Auch in Sachen Materialwahl muss man den Südkoreanern einen Vorwurf machen. Kommt das Optimus G oder das Nexus 4 in einem edlen, glasummantelten Gehäuse, wird beim G Pro rein auf Plastik gesetzt. Auch wenn der „Crystal Reflection“-Effekt erneut eingesetzt wird, ist Kunststoff doch ein ziemlicher Rückschritt. Mit 9,4 mm ist das Smartlet immerhin noch einigermaßen schlank, die 172 Gramm Gewicht sind bei der Größe auch noch zu verschmerzen.

LTE an Bord

An Kameras sind neben einer 2,1 MP-Frontkamera wie beim Optimus G eine 13-Megapixel-Rückkamera mit FullHD-Video integriert. Diese wird in den ersten Tests wie von TechnoBuffalo und Cnet für gut, aber nicht einzigartig befunden, ein Samsung Galaxy S4 oder HTC One würden hier Besseres bieten können. Erwähnt werden sollte noch der üppige 3.140 mAh-Akku, der aber den Tests zufolge aufgrund des großen, hochauflösenden Bildschirms und des leistungsstarken Prozessors am Ende des Tages ebenso schlapp macht wie kleinere Stromspender in anderen Geräten.

LG_G_Pro_White_Black

Schließlich kann man noch LTE, NFC, Wlan, 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0, USB 2.0 und GPS als Standards vorfinden.

Keine uneingeschränkte Kaufempfehlung

Das Optimus G Pro erscheint zunächst in Schwarz und später noch in Weiß zum Preis von 599 Euro (UVP). Das Plastikgehäuse, der fehlende Stylus und die schon veraltete Android-Version dürften den einen oder anderen anspruchsvollen Nutzer zwar abschrecken. Wer sein Smartphone aber als Unterhaltungsgerät sieht, mit dem man gut zocken, surfen und Filme sehen kann, macht mit dem Gerät wenig falsch. Man sollte also genau wissen, was man von seinem Gerät möchte.

Oder wie gefällt euch das neue Monster-Smartlet? Hier jedenfalls noch ein Video-Test von Marques Brownlee:

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