PuzzlePhone – Project Ara bekommt Konkurrenz

Google Android

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Vor Kurzem berichteten wir über das Project Ara, das erste modulare Smartphone aus dem Hause Google. Nun wird es einen weiteren Anbieter geben: Puzzlephone. Der finnische Hersteller versucht sich an einem etwas simpleren Konzept.
 

Jedes Jahr werfen die Smartphonehersteller ihr neues Modell auf den Markt. Sony hat seinen Zyklus inzwischen sogar auf 6 Monate verringert. Meist gibt es aber nur kleine Verbesserungen, ein Großteil der verbauten Technologie verändet sich kaum. Trotzdem werden die alten Geräte meist weggeschmissen oder in Schubladen verstaut, obwohl die Technik noch intakt und halbwegs zeitgemäß ist. Vor einiger Zeit tauchte dann Project Ara auf, das vielleicht dabei ist, die Zukunft der Smartphones zu verändern. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten besteht das Project aus mehreren Modulen, die sich komplett frei und nach Bedarf austauschen lassen. So muss nicht immer gleich ein ganz neues Gerät gekauft werden, sondern vielleicht nur ein neues Modul. Das spart Geld und vermeidet eine Menge Müll.

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Puzzlephone mit Steckkastenprinzip

Einen ähnlichen Weg möchte auch das finnische Start-Up-Unternehmen Circular Devices mit ihrem Puzzelphone gehen. Allerdings ist das Konzept des Geräts ein wenig simpler als das des Project Ara, da es aus nur 3 austauschbaren Modulen besteht. Die verwendeten Module wurden dabei dem Menschen nachempfunden. Da wäre zunächst die Wirbelsäule („the Spine“). Sie beinhaltet den Bildschirm, sowie das Mikrofon und die Lautsprecher. Außerdem ist sie zugleich die Halterung der anderen beiden Module. Das Gehirn („the Brain“) birgt, wie der Name vermuten lässt, die CPU, den Arbeits- und Internen Speicher des Smartphones. Zu guter Letzt das antreibende Organ, nämlich das Herz („the Heart“), in welchem sich der Akku des Puzzlephones befindet. Ebenfalls noch dabei in diesem Modul sind der GPS-Sensor, sowie ein NFC-Chip.

 

 
Modifizierte Androidversion

Im derzeitigen Entwicklungsstatus wird eine Androidversion als Betriebssystem fungieren. Allerdings wird diese stark modifiziert sein, um den außergewöhnlichen Bedürfnissen des Smartphones gerecht zu werden. Sollte sich die Entwicklerversion aber zu sehr von der originalen unterscheiden, so könnte es passieren, dass Google das Gerät nicht zertifizieren wird. Das würde bedeuten, dass Puzzlephone ohne Play Store und andere Google Dienste auskommen müsste.

Das Puzzlephone soll bereits in der zweiten Hälfte nächsten Jahres auf den Markt kommen. Preislich wird es sich im Mittelklassensegment ansiedeln, also bei umgerechnet circa 400 Euro.

 
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