Sicher in den Wolken

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Sicher Titel (Foto: Computing)

Vor Kurzem kritisierte der Whistleblower Edward Snowden in einem Interview den Cloud-Dienst Dropbox.  Seiner Meinung nach sei der Dienst eine Gefahr für die Privatsphäre und arbeite eng mit seinem ehemaligen Arbeitsgeber der NSA zusammen.  An Stelle von Dropbox empfiehlt Snowden den Konkurrenten SpiderOak, der seinen Fokus stark auf Sicherheit und Privatsphäre setzt. Aber ist der Dienst wirklich so sicher, wie er behauptet und welche Alternativen gibt es denn sonst noch so? Wir haben uns einmal umgeschaut.

Im heutigen Zeitalter der Smartphones und Tablets sind Cloud-Speicher eine intelligente Lösung, um Daten bequem zu speichern und zwischen einzelnen Geräten zu synchronisieren.  Doch in Zeiten, in denen die NSA anscheinend jede unserer Daten einlesen und überwachen können, fragt man sich ob und wo denn seine eigenen Daten noch sicher sind. Dabei sei eins jedoch klargestellt: Daten im Internet sind leider nie 100% sicher.  Jedoch lässt sich zumindest der Aufwand für Andere an die Informationen zu gelangen drastisch erhöhen.

 

SpiderOak

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Fangen wir mit dem Unternehmen an, das sogar von Edward Snowden höchstpersönlich als Dropbox-Alternative empfohlen wird: SpiderOak.  Mit seiner „Zero-Knowledge“, also Null-Kenntnis Strategie verfolgt der Anbieter derzeit als einer der Wenigen das Ziel die Sicherheit der Daten seiner Nutzer in den Vordergrund zu stellen.  Dazu werden die Daten nicht nur per SSL verschlüsselt übertragen, was zumindest noch bei den meisten anderen Anbietern der Fall wäre, sondern speichert diese auch noch verschlüsselt auf seinen eigenen Servern ab.  Hinzukommt die Tatsache das SpiderOak die Passwörter seiner Benutzer nicht abspeichert. Das heißt, selbst im Falle eines Fremdzugriffes auf die Server, können keinerlei Daten ausgelesen werden.  Nach Angaben des Anbieters, wisse nicht einmal dieser was auf den Servern für Dateien hinterlegt seien.  Im Gegenzug ist es daher auch nicht möglich beim Vergessen des Passwortes, sich dieses vom Anbieter zuschicken zu lassen. Einzig ein Hinweis wird geliefert.  Ein gutes Gedächtnis, beziehungsweise ein analoger Zettel sind also Vorausetzung, ansonsten sind die eigenen Dateien verloren.

Getestet werden kann der Dienst jederzeit kostenlos.  Sollte die anfänglichen  2 GB nicht mehr ausreichen, lässt sich für jeweils rund 7,40 € pro Monat  der Online-Speicher um 100 GB erweitern. Damit liegt es preislich sogar noch unter Dropbox, die einen Speicher von 100 GB für knappe 10 Euro anbieten.   Auch Unternehmenslösungen für verschiedene Anzahlen von Usern bietet SpiderOak an. Synchronisierung zwischen verschiedenen Geräten ist natürlich auch kein Problem.

 Link zur Seite:
https://spideroak.com/

DriveonWeb

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Eine weitere Möglichkeit zum sicheren Speichern in der Cloud bietet der deutsche Anbieter DriveonWeb.

  Wie schon SpiderOak übermittelt und speichert das Unternehmen die Dateien der Nutzer mit SSL verschlüsselt.  Da das Unternehmen in Deutschland ansässig ist, wird streng nach internationalen Privatsphärenstandards gearbeitet. Zudem werden die verifizierten  Server natürlich auch innerhalb Deutschlands betrieben, sodass mehr Sicherheit gewährleistet werden kann.

Ganze 3 Gigabyte werden kostenlos angeboten. Upgrades sind in kleinen Schritten möglich. Die Preise variieren hierbei je nach Vertragslaufzeit. So kosten zum Beispiel 100 GB zwischen 9,80 € und 10,90 € pro Monat.  Wie bei konkurrierenden Angeboten funktioniert die Synchronisierung zwischen den  Geräten reibungslos und  auch die Installation eines Cloud-Ordners auf dem Computer ist möglich.

Link zur Seite:
https://www.driveonweb.de/

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OwnCloud

Zu guter Letzt der vermeintlich sicherste Cloudservice:  Dein eigener Server. Nicht unbedingt die günstigste Variante, aber dafür hast du und nur die volle Kontrolle über die Sicherheit deiner Daten. OwnCloud ist eine Open-Source-Software, die du kostenlos auf deinem Server installieren kannst.  Verschlüsslung der Daten ist natürlich ebenfalls integriert. Die passende App für iOS und Android ist auch vorhanden. Nach Installation auf dem Server beziehungsweise Smartphone funktioniert die Cloud wie jede andere auch. Speicherung und Dateinsharing ist also kein Problem. Selbst anderen Nutzer kann als Admin der Zugriff gewährt werden.  Besonders praktisch dürfte für einige die Integrierung der Dropbox-Cloud sein, sodass ein sehr einfacher Datenumzug möglich ist.

OwnCloud eignet sich vor allem für Firmen, die einen eigenen Cloudservice suchen.  Aber auch für Privatleute eignet sich der Dienst hervorragend.  Neben dem eigenen Server, beziehungsweise Computer fallen nämlich beinahe keine anderen Kosten an.  Nur die mobile App muss für einmalige 70 Cent im Google Play Store oder Apple Store erworben werden. Der Speicherplatz für deine eigene Cloud ist theoretisch sogar unbegrenzt und hängt nur von der Festplatte deines eigenen Servers ab.

Link zur Seite:

https://owncloud.org/

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