WLAN Alternative ,,Li-Fi“: 100x schneller als WLAN

Sind superschnelle Downloads bald möglich?

Wissensartikel

Die WLAN-Alternative Light-Fidelity (kurz: Li-Fi) soll bald für eine schnellere Datenübertragung sorgen. Dabei soll die Technologie 100 mal so schnell sein wie herkömmliche Funktechnik über WLAN.

Was ist Li-Fi?

Der Name Li-Fi (Englisch: light fidelity) steht für eine Netzwerkinfrastruktur mit Ad-Hoc-Verbindungen. Dabei setzt diese Technologie, die vom deutschen Informatiker Harald Haas entwickelt wurde, auf optische Datenübertragung. Die WLAN-Alternative Li-Fi soll in einem Labortest von Wissenschaftlern eine Datenrate von 1 Gigabyte pro Sekunde erreicht haben. Das außergewöhnliche da dran ist, dass die Wissenschaftler diese Resultate in einer realen Umgebung getestet haben. Unter Laborbedingungen habe man sogar 10 Gigabyte pro Sekunde erzielt. Mit Sicherheit dürfte die Technologie in Zukunft auch bald in das heimische Wohnzimmer oder Büros schaffen.

Li-Fi Entwickler Professor Harald Haas

Li-Fi Entwickler Professor Harald Haas

Wie funktioniert Li-Fi?

Die Technologie setzt dabei auf LEDs. Die LEDs senden durch enorm schnellen An- und Ausschalten Lichtsignale an Fotoioden. Diese wandeln dann die Lichtsignale in elektrische Impulse um. Dabei basiert die Technik beziehungsweise funktioniert die Technik wie beim WLAN nur auf kurzer Distanz. Li-Fi ist aber dafür um ein Vielfaches schneller als WLAN.

Li-Fi Beispiel anhand eines Bildes erklärt.

Li-Fi Beispiel anhand eines Bildes erklärt.

Fazit

Meiner Meinung nach wird es noch ein Weilchen dauern, bis man mit Li-Fi eine komplett neue Infrastruktur hat. Denn so ganz problemlos ist die ganze Sache nicht. Komplett ersetzen können wird man WLAN nicht, davon gehen auch wichtige Wissenschaftler aus. Auch bringt Li-Fi einige Nachteile mit sich, beispielsweise, dass die Übertragung nicht durch eine Wand dringt. Somit wird mit größter Sicherheit Li-Fi nur dafür genutzt, um WLAN-Netze zu ,,unterstützen“, um eine schnellere Datenübertragung zu erzielen. Der Professor Harald Haas ist allerdings davon überzeugt, dass die Infrastruktur durchaus dazu geeignet ist, Li-Fi überall einsetzen zu können.

,,All we need to do is fit a small microchip to every potential illumination device and this would then combine two basic functionalities: illumination and wireless data transmission. In the future we will not only have 14 billion light bulbs, we may have 14 billion Li-Fis deployed worldwide for a cleaner, greener and even brighter future.“

Harald Haas, Uni Edinburgh

Li-Fi ist wohl für alle Geeks das spannendste Thema zurzeit. Wir bleiben gespannt und berichten weiterhin über Li-Fi – mal sehen, ob der Professor Harald Haas mit seinen Worten Recht haben wird.

Quelle: Techradar.com

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von   Mesut Koc vor 3 Jahre, 2 Monate.

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